Schiffsbohrwürmer fressen Holzpfähle und Buhnen an den Küsten Schleswig-Holsteins – Eukalyptusholz als Abwehr
Schiffsbohrwürmer zersetzen Holzpfähle und Buhnen entlang der Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins, sodass als Ersatz vermehrt Eukalyptushartholz eingesetzt wird.
Der Befall
Der Schiffsbohrwurm, eine holzbohrende Muschelart, verursacht nach Angaben der Behörden einen teils radikalen Verfall von Holzkonstruktionen entlang der Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Betroffen sind Buhnen, Dalben und Faschinen in Häfen und Küstenbereichen. Das Problem ist nicht neu, stellt aber weiterhin eine Bedrohung für ältere hölzerne Küstenschutzbauwerke dar.
Auch an der Nordsee sind Buhnen, Dalben und Faschinen in Häfen und Küstenbereichen wiederholt von den gefräßigen Muscheln betroffen und werden zerstört.
Schäden an einzelnen Standorten
Mehrere Orte weisen nennenswerte Schäden auf. In Kappeln an der Ostsee wurde der Heringszaun vor einigen Jahren vom Schiffsbohrwurm durchlöchert und musste ersetzt werden. Auf Sylt wurden Holzpfähle in List vor 10 bis 15 Jahren ersetzt, nachdem sie sowohl durch den Schiffsbohrwurm als auch durch die Bohrassel (Limnoria lignorum) beschädigt worden waren.
Sie wurden unter anderem durch den Schiffsbohrwurm und die Bohrassel (Limnoria lignorum) beschädigt.
Gegenmaßnahmen mit Eukalyptus
Wenn Holzbuhnen erneuert werden, setzt das Landesumweltministerium nach eigenen Angaben inzwischen ein besonders widerstandsfähiges Holz ein. Eukalyptushartholz wird zunehmend als Ersatz verwendet, um den bohrenden Organismen zu widerstehen.
Bei der Erneuerung von Holzbuhnen wird oft Eukalyptushartholz verwendet.
Landes eigene Küstenschutzbauwerke
Landeseigene Küstenschutzanlagen in der Region scheinen weitgehend unbeeinträchtigt. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) erklärte, dass seine Buhnen und anderen Wasserbauwerke in der Regel aus Stein, Beton oder Stahlbeton bestehen und damit immun gegen Schiffsbohrwurmbefall sind.
Buhnen und andere Wasserbauwerke des Landes Schleswig-Holstein in diesem Bereich bestehen in der Regel aus Stein, Beton oder Stahlbeton.
Das bedeutet, der Befall bleibt hauptsächlich ein Problem für ältere, nichtstaatliche Holzinfrastruktur, während neuere und robustere Materialien die primäre Küstenschutzlinie intakt halten.


