
Schiedsrichterin nach Zusammenstoß bei Metz-Fortuna Sittard mit Gehirnerschütterung
Die 26-jährige Mathilde Demoncay wurde bei dem Versuch, Spieler während eines Testspiels in Forbach (Ostfrankreich) zu trennen, getroffen und stürzte schwer. In der Halbzeit musste sie mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden.
Ein Testspiel zwischen dem französischen Zweitligisten FC Metz und dem niederländischen Eredivisie-Klub Fortuna Sittard wurde von einer Massenschlägerei überschattet, bei der die Schiedsrichterin medizinisch versorgt werden musste und nach der Pause nicht weitermachen konnte.
Was auf dem Spielfeld geschah
Die Partie fand am Samstag im Schlossberg-Stadion in Forbach (Ostfrankreich) statt. Die Spannungen entluden sich etwa in der 40. Minute, nachdem ein Trikotziehen zu einer ausgedehnten Rangelei mit mehreren Spielern eskalierte. In sozialen Medien kursierende Videoaufnahmen zeigen, wie Mathilde Demoncay, die 26-jährige französische Schiedsrichterin der Partie, in das Gedränge eingreift, um die Ordnung wiederherzustellen. Sie wurde getroffen und zu Boden gestoßen, wobei sie sich beim Sturz in der Nähe einer Werbebande mit der Aufschrift „Respektiert den Schiedsrichter“ den Kopf aufschlug.
Ein Kommentator des lokalen Senders Moselle TV, der das Spiel live übertrug, reagierte alarmiert und sagte, die Offiziellen müssten die Schlägerei stoppen und die Schiedsrichterin sei verletzt worden.
Verletzung und Spielfortsetzung
Demoncay blieb mehrere Minuten auf dem Rasen liegen und hielt sich den Arm, während Assistenten, Sicherheitspersonal und medizinisches Personal sie versorgten. Sie wirkte benommen, nahm ihre Aufgaben als Schiedsrichterassistentin jedoch zunächst wieder auf, nachdem das Spiel fortgesetzt wurde. Der Versuch war nur von kurzer Dauer. Zur Halbzeit konnte sie nicht weitermachen, und Berichten mehrerer Medien, darunter der Daily Mail und ESPN, zufolge erlitt sie eine leichte Gehirnerschütterung. Einer der ursprünglichen Assistenten übernahm für die zweite Halbzeit die Pfeife. Laut ESPN sprang ein Zuschauer, der selbst Amateurschiedsrichter ist, für den Rest des Spiels als Linienrichter ein.
- Trikotziehen eskaliert zu einer Massenschlägerei; Schiedsrichterin Mathilde Demoncay wird zu Boden gestoßen und schlägt sich den Kopf auf.
- Demoncay nimmt ihre Aufgaben als Schiedsrichterassistentin wieder auf, während das Spiel weiterläuft.
- Demoncay muss das Spiel mit einer Gehirnerschütterung verlassen; ein ursprünglicher Assistent übernimmt die Pfeife.
- Metz gewinnt 3:1. Zwei gelbe Karten werden an Spieler gezeigt, die an der Schlägerei beteiligt waren.
Disziplinarmaßnahmen und Endstand
Zwei gelbe Karten wurden an Spieler vergeben, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Metz führte zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Schlägerei mit 1:0 und gewann das Spiel schließlich mit 3:1.
Reaktionen der Vereine
Fortuna Sittard bezeichnete die Episode in seinem Spielbericht als „bemerkenswerten Moment“, lehnte jedoch weitere Kommentare ab. Der FC Metz erwähnte den Vorfall auf seiner Website nicht. Die Bilder von Demoncay, die direkt unter dem Schild „Respektiert den Schiedsrichter“ behandelt wurde, erregten große Aufmerksamkeit, nachdem die Clips in den sozialen Medien die Runde machten.


