
Samsung prognostiziert 19-fachen Gewinnsprung im zweiten Quartal auf Rekordwert von 89,4 Billionen Won dank KI-Speicherboom
Der südkoreanische Technologieriese erzielte im vorläufigen Betriebsergebnis des zweiten Quartals 89,4 Billionen Won (58,4 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit die Analystenschätzungen. Es ist das dritte Rekordquartal in Folge, da die Preise für Speicherchips aufgrund der KI-Nachfrage stark anziehen.
Rekordgewinn und -umsatz
Samsung Electronics hat für das zweite Quartal einen operativen Gewinn von 89,4 Billionen Won (58,4 Milliarden US-Dollar) prognostiziert, ein 19-facher Anstieg gegenüber 4,7 Billionen Won im Vorjahr. Der vorläufige Wert übertraf die LSEG-SmartEstimate von 87,3 Billionen Won. Der Umsatz dürfte um 129 Prozent auf 171 Billionen Won gestiegen sein, teilte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung mit. Die Prognose markiert das dritte Rekordquartal in Folge für den weltweit größten Speicherchip-Hersteller. Die Aktien von Samsung sind in diesem Jahr um 165 Prozent gestiegen und haben die Marktkapitalisierung auf über eine Billion US-Dollar gehoben.
- Q2 2025
- 4.7 Billionen Won
- Q2 2026
- 89.4 Billionen Won
KI-Nachfrage treibt Chip-Preise
Die Preise für Speicherchips sind stark gestiegen, da Rechenzentren ihre KI-Infrastruktur ausbauen. Citi Research schätzt, dass die DRAM-Vertragspreise im Quartalsvergleich um etwa 44 Prozent gestiegen sind, während die NAND-Flash-Preise um rund 53 Prozent zulegten. Hochbandbreitenspeicher, der in KI-Beschleunigern verwendet wird, bleibt das profitabelste Segment, aber auch Standard-DRAM und NAND verzeichnen Preissteigerungen, da KI-Workloads über Trainingscluster hinaus auf Inferenzserver ausgeweitet werden. Analysten erwarten, dass die Angebotsknappheit bis ins nächste Jahr anhalten wird.
Angebotsengpässe belasten Unterhaltungselektronik
Die Hersteller haben ihre vorhandenen Kapazitäten weitgehend auf KI-Speicher umverteilt, anstatt neue Linien hinzuzufügen, was das Chip-Angebot für Telefone und Laptops einschränkt. Apple geriet kürzlich unter Druck, als es die Preise für den Mac Mini anpasste, wie ein Bericht zeigt. Die breitere Einführung von KI-Agenten, die Aufgaben autonom ausführen können, dürfte die starke Speichernachfrage aufrechterhalten, während der Fokus auf margenstarke HBM-Produkte die Produktion konventioneller Chips begrenzt.


