Jelena Rybakina besiegt Aryna Sabalenka und gewinnt die US Open und die Nummer-eins-Position der Weltrangliste
Die Kasachin Jelena Rybakina gewann in New York ihren ersten US-Open-Titel, indem sie die Titelverteidigerin Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2 besiegte und sich damit ihren dritten Grand-Slam-Einzeltitel sicherte.
Titelgewinn und Ranglistenänderung
Jelena Rybakina gewann am Samstag ihren ersten US-Open-Titel, indem sie die Titelverteidigerin Aryna Sabalenka in New York mit 6:4, 5:7, 6:2 besiegte. Die 27-jährige Kasachin beendete Sabalenkas 99-wöchige Herrschaft als Nummer eins der Weltrangliste und wird am Montag offiziell die Spitzenposition übernehmen. Der Sieg brachte Rybakina 5,5 Millionen US-Dollar (etwa 4,7 Millionen Euro) an Turnierpreisgeld ein. Es ist Rybakinas dritter Grand-Slam-Einzeltitel, nach ihrem Wimbledon-Sieg 2022 und ihrem Australian-Open-Triumph im Januar 2026, bei dem sie Sabalenka ebenfalls im Finale besiegte. Die Niederlage verhinderte, dass Sabalenka drei aufeinanderfolgende US-Open-Titel gewinnen konnte – eine Leistung, die in der Open-Ära nur Chris Evert von 1975 bis 1978 und Serena Williams von 2012 bis 2014 gelang.
- Gewinnt Wimbledon für ihren ersten Grand-Slam-Titel im Einzel
- Besiegt Aryna Sabalenka im Finale der Australian Open
- Besiegt Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2 und gewinnt die US Open
Dreisatzfinale im Arthur Ashe Stadium
Das Finale im Arthur Ashe Stadium begann mit heftigen Grundlinienschlägen beider Kontrahentinnen. Rybakina erspielte sich im ersten Aufschlagspiel zwei frühe Breakbälle, aber Sabalenka rettete beide und feuerte sich selbst lautstark an. Sabalenka gab ihren Aufschlag beim Stand von 2:3 mit einem Doppelfehler ab, woraufhin die Belarussin aus Frustration einen Ball auf die Tribüne schlug und eine Verwarnung wegen eines Regelverstoßes vom Schiedsrichter erhielt. Rybakina gewann den ersten Satz in 44 Minuten mit 6:4, obwohl sie nur 27% ihrer ersten Aufschläge ins Feld brachte. Nach dem Satzverlust trug Sabalenka ihre Tasche in die Umkleidekabine, während Rybakina lange Gespräche mit ihrem Trainerteam führte.
Aufschwung im zweiten Satz und Entscheidungsdurchgang
Sabalenka änderte ihre Taktik im zweiten Satz, indem sie sich während der Seitenwechsel mit einem weißen Handtuch den Kopf bedeckte, um die Stadionatmosphäre zu bewältigen. Die 28-Jährige aus Minsk reduzierte ihre unerzwungenen Fehler, zeigte mehr taktische Vielfalt und führte mehrere erfolgreiche Stoppbälle aus, um den Satz mit 7:5 zu gewinnen und den Matchausgleich zu erzielen. Im letzten Satz übernahm Rybakina sofort die Kontrolle, indem sie ein frühes Break ihres Aufschlags erzielte. Die Kasachin behielt ihre Grundliniensicherheit bei und beendete den Satz mit 6:2 und dem Matchgewinn mit einem Ass. Die Niederlage bedeutete für Sabalenka die erste Saison seit 2023 ohne einen Grand-Slam-Titel und verlängerte ihre Titel-Durststrecke seit März.
- Rybakina bricht Sabalenka zum 2:3 und gewinnt 6:4 in 44 Minuten, trotz nur 27% ersten Aufschlägen
- Sabalenka gleicht zum 7:5 aus, mit verbesserter Präzision und erfolgreichen Stoppbällen
- Rybakina gelingt ein frühes Break und beendet das Match mit 6:2 und einem Ass
Weitere Turnierergebnisse und Besucher
Im Publikum waren Brad Pitt, Paris Hilton, Pink, die frühere Meisterin Maria Scharapowa, Boris Becker, Jake Paul und die niederländische Eisschnellläuferin Jutta Leerdam zu sehen. Vor dem Finale schätzte Sabalenka die Schwierigkeit des Aufeinandertreffens ein.
Es wird ein physisch und mental schwieriges Match.
Im Herren-Einzel-Halbfinale besiegte der French-Open-Sieger Alexander Zverev Karen Khachanov mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) und erreichte damit sein drittes Grand-Slam-Finale der Saison. Zverev strebt an, der erste deutsche Herren-Einzel-Champion in New York seit Boris Becker 1989 zu werden, und trifft auf den 23-jährigen Amerikaner Ben Shelton, der Frances Tiafoe mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 besiegte.
Manchmal läuft es so, wie man es sich wünscht. Ich war so oft so nah dran. Vielleicht hat Gott gesagt, dieses Jahr wird dein Jahr, hab einfach Spaß auf dem Platz.
Im Herren-Doppel-Finale verloren die Deutschen Kevin Krawietz und Tim Pütz mit 4:6, 6:7 (6:8) gegen Christian Harrison aus den USA und Neal Skupski aus Großbritannien.


