Wirtschaft · London und Dublin
Britische Wettbewerbsbehörde untersucht Ryanair wegen Pflichtgebühr für Eltern, um neben ihren Kindern zu sitzen
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat eine Untersuchung gegen Ryanair eingeleitet wegen einer Gebühr, die Eltern zahlen müssen, um neben ihren Kindern im Flugzeug zu sitzen. Dabei wird geprüft, ob es sich um eine unfaire Vertragsklausel handelt und ob die Gebühr bei der Buchung versteckt wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, The Irish Times, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die britische Wettbewerbsbehörde prüft, ob Ryanairs Pflichtgebühr für Familiensitze eine unfaire Vertragsklausel ist und ob die Gebühr bei der Buchung versteckt wird.
Ryanair verlangt, dass mindestens ein Elternteil neben Kindern im Alter von 2–11 Jahren sitzt, und berechnet etwa 8 £ pro Strecke für einen „obligatorischen Familiensitz“, während andere große britische Fluggesellschaften eine solche Gebühr nicht erheben.
Die CMA wird prüfen, ob die Praxis Eltern dazu zwingt, dafür zu zahlen, dass die Fluggesellschaft ihre eigenen Sicherheitspflichten erfüllt, und ob die Gebühr „eingeträufelt“ statt sofort angezeigt wird.
Die Fluggesellschaft nennt die Untersuchung „fadenscheinig“, besteht darauf, dass Kindersitze für begleitende Erwachsene kostenlos sind, und beschuldigt die britische Regierung, die Luftverkehrssteuer nicht gesenkt zu haben.
Sollte ein Verstoß gegen das Verbraucherrecht festgestellt werden, drohen Ryanair Geldstrafen von bis zu 10 % seines weltweiten Umsatzes. Die CMA wird innerhalb von sechs Monaten aktualisieren.
Untersuchung eingeleitet
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) gab am Donnerstag eine Untersuchung der Praxis von Ryanair bekannt, Eltern eine Pflichtgebühr für das Sitzen neben ihren Kindern auf Flügen zu berechnen. Die Behörde erklärte, dass die Geschäftsbedingungen des irischen Billigfliegers verlangen, dass mindestens ein Elternteil neben Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren sitzt, und dass dafür etwa 8 £ (4,50–13,50 €) pro Strecke für einen sogenannten „obligatorischen Familiensitz“ berechnet werden.
Die CMA stellte fest, dass Ryanair die einzige große Fluggesellschaft ist, die von Großbritannien aus fliegt und diese Gebühr erhebt. Andere Anbieter hingegen bieten entweder an, Kinder neben einem Elternteil zu setzen, ohne dass ein kostenpflichtiger Sitzplatz für Erwachsene reserviert werden muss, oder weisen bei der Buchung kostenlos automatisch Plätze zusammen zu.
Gebührenstruktur und Verbraucherbedenken
Nach Ryanairs Richtlinie zahlen Erwachsene, die mit Kindern reisen, eine reservierte Sitzplatzgebühr, können dann aber für bis zu vier Kinder in derselben Buchung kostenlos reservierte Plätze auswählen. Während die Fluggesellschaft darauf besteht, dass die Kindersitze kostenlos sind, werden Eltern faktisch gezwungen, die Erwachsenenreservierung zu bezahlen, um sicherzustellen, dass sie neben ihren Kindern sitzen. Die Regulierungsbehörde prüft, ob dies einer Gebührenerhebung für Familien gleichkommt, damit die Fluggesellschaft ihre eigenen Sicherheits- und Behindertenpflichten gemäß den Luftfahrtvorschriften erfüllt.
Die Untersuchung wird auch prüfen, ob die obligatorische Familiensitzgebühr während des Buchungsvorgangs „eingeträufelt“ wird, d. h. den Verbrauchern der Gesamtpreis nicht sofort angezeigt wird, sondern erst in späteren Phasen hinzukommt. Die CMA hat Unternehmen bereits gewarnt, dass sie Gesamtpreise klar ausweisen müssen.
„Viele Familien sparen, um sich einen Sommerurlaub leisten zu können, und wir wissen, dass zusätzliche Gebühren den Preis schnell in die Höhe treiben können. Unsere Untersuchung wird Ryanairs Ansatz bei der Reservierung von Familiensitzen und die Darstellung der Kosten für die Verbraucher prüfen, um festzustellen, ob sie dem Verbraucherrecht entsprechen.“
Ryanairs Reaktion
Ryanair hat die Untersuchung scharf zurückgewiesen und als „fadenscheinig“ und als „gescheiterten Versuch der Starmer-Regierung, so zu tun, als ob sie sich um Verbraucher kümmert, während sie es versäumt hat, die APD abzuschaffen“ bezeichnet. Die Fluggesellschaft erklärte, dass ihre Familien-Sitzplatzpolitik vollständig allen relevanten Gesetzen entspreche und Familien Geld spare. Sie fügte hinzu, dass Kindersitze neben einem Elternteil kostenlos zugewiesen würden und es keine separate Gebühr für Kindersitze gebe.
„Ryanair muss nicht auf das Ergebnis der CMA-Untersuchung warten. Es könnte noch heute aufhören, diese unangemessenen Gebühren zu erheben, und wir würden es dazu ermutigen.“
Weiterer Durchsetzungskontext
Die Untersuchung erfolgt im Rahmen breiterer CMA-Bemühungen, den Kostendruck im Alltag zu mildern und schutzbedürftige Verbraucher zu schützen. Die Regulierungsbehörde betonte, dass sie ihre Arbeit gerade erst aufgenommen habe und noch kein Urteil darüber gefällt habe, ob Ryanair gegen Verbraucherrecht verstoßen habe. Die CMA beabsichtigt, innerhalb von sechs Monaten über den Fortschritt zu informieren. Je nach Ergebnis könnten Verstöße mit Geldstrafen von bis zu 10 % des weltweiten Umsatzes des Unternehmens geahndet werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ReutersUK watchdog investigates Ryanair over fees to seat parents with children; airline defends policy
- The Irish TimesPaying to sit with your child on a flight? Have your say
- EL MUNDOReino Unido investiga a Ryanair por cobrar a los padres para sentarse junto a sus hijos
- ObservadorRyanair investigada por autoridades britânicas por cobrar taxa adicional a pais que se sentam ao lado dos filhos
- Hayley Fletcher
- Senior Director für Verbraucherschutz bei der Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde
- Rory Boland
- Redakteur von Which? Travel
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen