
RWE gibt US-Offshore-Wind auf – 1,22-Mrd.-$-Gas-Wende-Deal mit Trump
Der deutsche Energieriese RWE wird alle drei seiner US-Offshore-Windpachten kündigen und 1,22 Milliarden Dollar in LNG- und Erdgasprojekte umleiten, nachdem er zu dem Schluss gekommen ist, dass es unter der Trump-Administration keinen Genehmigungsweg gibt.
RWE steigt aus US-Offshore-Wind aus
Der deutsche Energiekonzern RWE hat mit der Trump-Administration eine 1,22 Milliarden Dollar schwere Einigung erzielt, um seine drei Offshore-Windpachten in US-Gewässern vor New York, Kalifornien und Louisiana zu kündigen. Das in Essen ansässige Unternehmen, einer der weltweit führenden Offshore-Windentwickler, erklärte, es habe bereits mehr als eine Milliarde Dollar in die Projekte investiert, die sich in einem sehr frühen Stadium befanden und erst in den 2030er Jahren in Betrieb gehen sollten. Die Pachten hätten etwa 7 Gigawatt Strom liefern können, genug für mehr als 5 Millionen Haushalte. RWE besitzt nun keine verbleibenden US-Offshore-Windpachten mehr.
RWE zahlte 1,1 Milliarden Dollar für seine New Yorker Pacht bei einer Auktion im Jahr 2022 unter der Biden-Administration, die beiden anderen Pachten kosteten zusammen 163 Millionen Dollar.
Nach sorgfältiger Prüfung wurde festgestellt, dass diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine realistische Aussicht auf Genehmigungen haben.
Reinvestition in Gas
RWE plant, die Einigung in fossile Brennstoffprojekte umzulenken. Das Unternehmen wird 900 Millionen Dollar für den Erwerb eines 16-Prozent-Anteils an einem LNG-Projekt in Louisiana ausgeben und hat einen 300 Millionen Dollar schweren Turbinenauftrag für seine Pipeline von 15 Gaskraftwerken in den USA unterzeichnet. Reuters merkte an, dass das Unternehmen weder den Eigentümer des LNG-Projekts noch den Turbinenhersteller nannte, obwohl Australiens Woodside Energy Group ein LNG-Terminal in Louisiana entwickelt. Separaterweise erklärte RWE, es plane, in den nächsten sechs Jahren rund 17 Milliarden Euro in den USA zu investieren, um seine Erzeugungskapazität auszubauen.
- Anteil am LNG-Projekt in Louisiana (16 %)
- 900 Mio. $
- Bestellung von Gasturbinen
- 300 Mio. $
Breitere Kampagne der Administration
Die RWE-Vereinbarung ist der fünfte Deal, den die Administration in diesem Jahr im Rahmen ihres Vorstoßes zur Beendigung der US-Offshore-Windentwicklung abgeschlossen hat. Ohne die RWE-Einigung hat die Administration rund 2,7 Milliarden Dollar an Deals mit TotalEnergies, Ocean Winds, Invenergy und Duke Energy abgeschlossen und damit neun Bundespachten gekündigt. Der Independent berichtete, dass die Gesamtausgaben für ähnliche Vergleiche nun bei etwa 3,9 Milliarden Dollar liegen. Im März 2026 erzielte das DOI eine Einigung mit TotalEnergies, die die US-Offshore-Windprojekte des französischen Unternehmens beendete; TotalEnergies erklärte sich bereit, stattdessen in ein LNG-Werk in Texas und konventionelles Öl im Golf von Mexiko zu investieren.
- RWE zahlt 1,1 Mrd. $ für Offshore-Windpacht vor New York bei Auktion unter Biden
- DOI erzielt Einigung mit TotalEnergies zur Beendigung der US-Offshore-Windprojekte des französischen Konzerns
- Offshore-Windpacht von Duke Energy vor Carolina Long Bay im Rahmen der Regierungsvereinbarung gekündigt
- RWE kündigt 1,22-Milliarden-Dollar-Vereinbarung an und gibt alle US-Offshore-Windpachten auf
Präsident Donald Trump hat wiederholt Windkraft angegriffen, Turbinen als „große, hässliche Windmühlen“ bezeichnet und grüne Energiepolitik als „grünen Betrug“ beschrieben. Die Administration verfolgte die Strategie des Pachtrückkaufs, nachdem Bundesgerichte frühere Bemühungen, Offshore-Wind durch Exekutivmaßnahmen zu stoppen, vereitelt hatten.
Politische Reaktionen
Innenminister Doug Burgum sagte, die Amerikaner „verdienen ein Energiesystem, das auf gesundem Menschenverstand basiert, nicht eines, das von kostspieligen Subventionen oder Technologien abhängig ist, die die aktuelle Nachfrage unseres Landes nicht decken können.“ Er begrüßte die RWE-Vereinbarung und die freiwillige Investition in Projekte, die die US-Energiesicherheit stärken. Ein Ministeriumssprecher fügte hinzu, dass Offshore-Windenergie weiterhin stark von ausländischen Lieferketten abhängig sei.
Senator Sheldon Whitehouse, Demokrat aus Rhode Island, kritisierte die Rückkäufe und sagte, sie bestechen Unternehmen im Wesentlichen dazu, saubere Energie aufzugeben, die teurere fossile Kraftwerke verdrängen könnte.
Sie schaffen diese enorme Geldpumpe und ziehen Milliarden von Dollar aus den Taschen der Verbraucher.
Mehrere US-Bundesstaaten klagen wegen des Verlusts von Offshore-Windenergie, und Kalifornien beabsichtigt, Klage einzureichen. Eine Gruppe von 50 US-Umweltorganisationen schrieb im Mai an die Administration, obwohl der Artikel abgeschnitten wurde, bevor ihre Botschaft detailliert wurde.


