Wahlen · Moskau, Cherson und Sankt Petersburg
Einiges Russland führt Parlamentswahl mit 57,5 % der frühen Stimmen an, während Drohnenangriffe Moskau treffen
Frühe offizielle Auszählungen geben der regierenden Partei Einiges Russland 57,5 % der Stimmen bei der dreitägigen Duma-Wahl, die parallel zu groß angelegten ukrainischen Drohnenangriffen und der Stimmabgabe in besetzten ukrainischen Gebieten stattfand.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, tagesschau.de, Frankfurter Allgemeine und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Bei etwa 14 % ausgezählter Stimmen lag Einiges Russland bei 57,5 %, während das staatliche Meinungsforschungsinstitut VCIOM der Partei 49,4 % prognostizierte.
Die russischen Behörden meldeten die Abwehr von Drohnenangriffen; es gab drei Todesopfer in der Region Moskau, zwei in Cherson und Schäden an einer Moskauer Ölraffinerie.
Die Anti-Kriegs-Partei Jabloko wurde von der Wahl ausgeschlossen, woraufhin Vorsitzender Nikolai Rybakow seine Stimme ungültig machte; unabhängige Beobachter meldeten Unregelmäßigkeiten.
Die Abstimmung über die 450 Sitze der Staatsduma fand in ganz Russland sowie in den von Russland besetzten Teilen der Oblaste Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja statt.
- September 2021Einiges Russland sichert sich 49,8 % der Stimmen bei der vorherigen Parlamentswahl
- Februar 2022Russland beginnt die groß angelegte Invasion der Ukraine
- 20.09.Die dreitägige Abstimmung endet in ganz Russland und den besetzten ukrainischen Gebieten
- 25.09.Frühester Termin für die Bekanntgabe der endgültigen offiziellen Ergebnisse durch die Zentrale Wahlkommission
Frühe Wahlergebnisse und Exit-Umfragen
Russlands regierende Partei Einiges Russland übernahm bei der Parlamentswahl um die 450 Sitze der Staatsduma eine frühe Führung. Mehr als 110 Millionen Wahlberechtigte waren über drei Tage zur Wahl aufgerufen. Bei etwa 14 % ausgezählter Stimmen setzten offizielle, von der Zentralen Wahlkommission veröffentlichte Ergebnisse Einiges Russland bei 57,5 % der Stimmen. Eine vom staatlichen Meinungsforschungsinstitut VCIOM veröffentlichte Exit-Umfrage prognostizierte der Partei 49,4 %, was ihrem offiziellen Ergebnis von 49,8 % im Jahr 2021 nahe kommt. Eine zweite Exit-Umfrage sah Einiges Russland bei 50,8 %. Vier weitere mit der Kreml-Politik verbündete Parteien folgten mit Abstand: Die Kommunistische Partei erreichte in der VCIOM-Umfrage 14,2 %, die nationalistische LDPR 10,7 %, Neue Leute 9,7 % und Gerechtes Russland 6,6 %. Die offizielle Wahlbeteiligung lag bei über 56 %, so russische Wahlbeamte.
- Einiges Russland
- 49.4 %
- Kommunistische Partei
- 14.2 %
- LDPR
- 10.7 %
- Neue Leute
- 9.7 %
- Gerechtes Russland
- 6.6 %
Daten aus dem Artikeltext
Wahlbedingungen und Ausschluss der Opposition
Die dreitägige Abstimmung war die erste Parlamentswahl seit dem Beginn der groß angelegten russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022. Erstmals wurde auch in den von Russland besetzten Gebieten Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja gewählt. Präsident Wladimir Putin stellte die Wahl als Ausdruck der Unterstützung für den Militärfeldzug dar, und Dutzende Kriegsveteranen traten für Einiges Russland an. Echte Anti-Kriegs-Kandidaten wurden von der Teilnahme ausgeschlossen. Nikolai Rybakow, Vorsitzender der Jabloko-Partei, wurde von der Wahl ausgeschlossen und erklärte seine Stimme öffentlich für ungültig, wobei er seine Unterstützer aufforderte, ebenso zu handeln. Sowohl Jabloko als auch die Kommunistische Partei berichteten, dass Hunderte ihrer Wahlbeobachter von Wahllokalen ferngehalten wurden. In St. Petersburg meldeten Wahlbeobachter Diskrepanzen zwischen Wahlbeteiligungsprotokollen und ausgezählten Stimmzetteln sowie gefilmte Fälle von vorab ausgefüllten Stimmzetteln, die in Urnen geworfen wurden. Staatsbedienstete in regionalen Bezirken berichteten von Druck zur Teilnahme, während die elektronische Abstimmung in Moskau Beschwerden auslöste, nachdem Bürger ohne Einwilligung registriert worden waren.
Drohnenangriffe und Sicherheitslage im Krieg
Der letzte Wahltag fiel mit groß angelegten ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Regionen zusammen, die die staatliche Nachrichtenagentur TASS als den größten Angriff seit Beginn des Konflikts bezeichnete. In der Region Moskau töteten herabfallende Drohnen drei Menschen und entfachten ein Feuer in der Moskauer Ölraffinerie, das Rauchschwaden über die Vororte der Hauptstadt trieb. Zwei weitere Todesfälle ereigneten sich im von Russland gehaltenen Cherson, darunter ein Wahlbeamter. Auch ein Kühlturm des Kernkraftwerks Kursk wurde getroffen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe innerhalb von 24 Stunden fast 2.000 Drohnen und acht Marschflugkörper vom Typ Flamingo abgeschossen, und kündigte anschließend verstärkte Angriffe auf Kiew an.
Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin äußerte sich auf Telegram zu den Angriffen, nachdem die Abstimmung in der Hauptstadt abgeschlossen war.
„Der größte Angriff feindlicher Drohnen wurde abgewehrt. Dieser beispiellose Angriff war eindeutig darauf ausgelegt, die Wahlen zu stören. Der Feind hatte keinen Erfolg.“
Zusammensetzung des Parlaments und nächste Schritte
Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, erklärte, die Abstimmung zeige das anhaltende Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierungsfähigkeit von Einiges Russland. Die Hälfte der 450 Sitze in der Staatsduma wird über proportionale Parteilisten vergeben, die restlichen 225 Sitze werden in Einzelwahlkreisen vergeben, in denen Einiges Russland traditionell absolute Mehrheiten erzielt. Alle fünf voraussichtlich in die neue Duma einziehenden Parteien unterstützen den laufenden Krieg in der Ukraine. Ella Pamfilowa, Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, kündigte an, dass die endgültig bestätigten Wahlergebnisse frühestens am 25. September veröffentlicht werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- France 24Russia's ruling party on track to win election after Ukraine's drone attacks on Moscow
- tagesschau.deRussland: Kremlpartei liegt bei Duma-Wahl vorne - wie erwartet
- Frankfurter AllgemeineDuma-Wahl in Russland: Putins Partei gewinnt deutlich
- Süddeutsche ZeitungPrognose: Kremlpartei Geeintes Russland gewinnt Duma-Wahl
- Vladimir Putin
- Präsident von Russland
- Dmitry Medvedev
- Stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und ehemaliger Präsident
- Sergei Sobyanin
- Bürgermeister von Moskau
- Ella Pamfilova
- Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission Russlands
- Nikolai Rybakov
- Vorsitzender der oppositionellen Jabloko-Partei
- Orte
- Moskau, Sankt Petersburg
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen