BerichtUN-Abstimmung zur Westsahara-Mission

Konflikte · New York und Tindouf

Russland legt Veto gegen US-Resolution zur UN-Mission in Westsahara ein, deren Mandat am Samstag ausläuft

Moskau blockierte einen Entwurf Washingtons, der Marokkos Autonomieplan zur Grundlage der Gespräche gemacht hätte. Das Mandat der Mission läuft am Samstag, 31. Oktober, ohne Verlängerung aus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, Notícias ao Minuto, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Tindouf · Vereinigte Staaten, Algerien
Wie es dazu kam
  1. 13.10.Die USA bringen einen Entwurf zum MINURSO-Mandat in Umlauf
  2. 30.10.Russland legt einen eigenen Resolutionsentwurf vor
  3. 30.10.Russland vetoet den US-Entwurf; die USA lehnen den russischen Text ab
  4. 31.10.Das Mandat von MINURSO läuft aus

Das Veto und das Abstimmungsergebnis

Russland legte am Freitag, 30. Oktober, im UN-Sicherheitsrat sein Veto ein und blockierte damit einen Resolutionsentwurf der Vereinigten Staaten zur Verlängerung des Mandats der UN-Mission in Westsahara, MINURSO. Die meisten Berichte beziffern den US-Entwurf auf 11 Ja-Stimmen, wobei sich China, Pakistan und Somalia enthielten, während EL PAÍS 13 Ja-Stimmen und nur China als Enthaltung angab. Das Mandat läuft am Samstag, 31. Oktober, aus und wurde nicht verlängert. Washington hatte seinen Entwurf am 13. Oktober in Umlauf gebracht und in den zwei Wochen der Verhandlungen nur geringfügige Änderungen akzeptiert. Algerien, das kein Ratsmitglied ist, gehörte zu den ersten, die den russischen Schritt begrüßten; sein Botschafter in New York, Amar Bendjama, bat um das Wort, um Moskau zu danken.

Was der US-Entwurf geändert hätte

Der Entwurf bezeichnete Marokkos Autonomieplan unter marokkanischer Souveränität als die tragfähigste Lösung und als einzige Grundlage für die Fortsetzung der Gespräche. Er sah vor, das „R“ für Referendum aus dem Namen der Mission zu streichen und sie für ein Jahr in MINUSO umzubenennen, bei weitgehend ähnlichen Aufgaben. Das Referendum war seit der Entsendung der Mission 1991 Teil eines Siedlungsplans und sah eine Abstimmung über die Zukunft des Territoriums vor, die nie stattfand. Waltz verteidigte das Streichen des Verweises mit dem Argument, UN-Vertreter sagten dem Rat seit 30 Jahren, ein Referendum sei nicht durchführbar. Ein früherer Entwurf soll mit einem Auslaufdatum für die Mission gedroht haben, während der endgültige Text Verweise auf die Selbstbestimmung beibehielt und den Autonomieplan als Verhandlungsrahmen statt als einzige Lösung beschrieb.

Russlands Gegenentwurf und das zweite Veto

Russland legte am Freitagmorgen einen eigenen Text vor. Er enthielt keinen Verweis auf den Autonomieplan und forderte stattdessen eine gerechte, dauerhafte und für beide Seiten akzeptable Lösung im Einklang mit der UN-Charta und dem Prinzip der Selbstbestimmung. Der russische Botschafter Vasily Nebenzia stellte ihn als technische Verlängerung dar, die das Mandat der Mission um ein Jahr in ihrer bestehenden Form erneuern würde. Waltz erklärte, Washington werde diesen Text ablehnen, und die Vereinigten Staaten legten das zweite Veto des Tages ein. Die Berichte über das Abstimmungsergebnis zum russischen Entwurf gehen auseinander: Einer nannte drei Ja-Stimmen und 11 Enthaltungen, ein anderer sprach von 11 Gegenstimmen. Frankreich begründete sein Nein mit dem, was es als russische Obstruktion bezeichnete.

Reaktionen und wie es weitergeht

Mohammed VI. gab am späten Freitag eine Erklärung ab, in der er seine Genugtuung über das Ende von MINURSO ausdrückte. Der Königspalast argumentierte, die Nichtverlängerung solle das Ende der Befassung des Sicherheitsrats mit der Frage und deren Streichung von der Tagesordnung des Rates markieren. El Confidencial berichtete, die Mission werde faktisch abgewickelt – ein Schritt, den die marokkanischen Behörden lange angestrebt hatten. Waltz sagte, Washington werde weiter mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura und den Parteien zusammenarbeiten, und er forderte einen geordneten und stabilen Abbau der Präsenz der Mission. Unter Berufung auf UN-Berichte sagte Waltz, etwa zwei Drittel der Kinder unter fünf Jahren in den Lagern von Tindouf in Algerien litten an Anämie, ein Drittel sei in seinem Wachstum zurückgeblieben, und 90 Prozent erhielten keine minimal akzeptable Ernährung. Die Polisario hatte den US-Text im Vorfeld als vollständig mit Marokkos Plan übereinstimmend verurteilt, und laut EL PAÍS stocken die im Februar in Madrid wieder aufgenommenen Gespräche zwischen Marokko und der Polisario seit Beginn des US-Kriegs mit Iran.

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