Wahlen · Moskau, Baikalsk und Kiew
Russland hält Duma-Wahlen ab: 344 Drohnen abgefangen, Cyberangriffe auf Wahlsysteme und Druck auf Beobachter
Die Abstimmung geht in 89 Regionen in den zweiten Tag – Russlands erste Parlamentswahl seit 2022, geprägt von Berichten über 344 abgefangene ukrainische Drohnen, Cyberangriffe auf die elektronische Stimmabgabe und Einschränkungen für Kriegsgegner-Kandidaten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, RFI, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Russische Luftabwehr meldete den Abschuss von 344 ukrainischen Drohnen in 16 Regionen über Nacht bis zum 19. September, während die Zentrale Wahlkommission anhaltende Cyberangriffe auf Moskaus Online-Wahlserver meldete.
Rund 111 Millionen Wahlberechtigte in 89 Regionen sind aufgerufen, zwischen dem 18. und 20. September 450 Sitze in der Staatsduma zu besetzen, daneben wurden 333 Auslandswahllokale in 152 Ländern eingerichtet.
Die pazifistische Partei Jabloko wurde vom Obersten Gerichtshof von den Parteilisten ausgeschlossen, während Parteichef Nikolai Rybakov polizeiliche Behinderungen anführte, die mehr als 1.000 Beobachter in über 20 Regionen betrafen.
Die Zentrale Wahlkommission gab bekannt, dass bis Samstagmorgen ein Drittel der Wahlberechtigten teilgenommen hatte, wobei 70 % der registrierten digitalen Wähler am Freitag, dem 18. September, ihre Stimmzettel abgegeben hatten.
- 18. SeptemberDie Abstimmung beginnt in 89 Regionen, während Wladimir Putin und hochrangige Beamte elektronisch ihre Stimme abgeben
- 19. September, über NachtLuftabwehr fängt 344 Drohnen in 16 Regionen ab, während Wahlserver Cyberangriffen ausgesetzt sind
- 19. September, MorgenZentrale Wahlkommission meldet, dass ein Drittel der Wählerschaft abgestimmt hat
- 20. SeptemberDie letzte Abstimmung endet, um 450 Sitze in der Staatsduma zu vergeben
Sicherheitsstörungen und Wahlsysteme
Russische Luftabwehreinheiten haben über Nacht bis Samstag 344 ukrainische Drohnen in 16 Regionen abgefangen, darunter Moskau, Leningrad, Krasnodar, Dagestan und Jamal-Nenzen in Sibirien. Russische Streitkräfte trafen im gleichen Zeitraum auch ein militärisches Logistikzentrum 41 Kilometer von Kiew entfernt. Unterdessen meldete die Zentrale Wahlkommission in Moskau anhaltende Cyberangriffe auf ihre Infrastruktur für die ferngesteuerte elektronische Stimmabgabe während der gesamten Nacht. Die anonyme Hackergruppe CikLeak erklärte, sie habe Serversysteme durchbrochen, um angebliche Schwachstellen im digitalen Rahmenwerk aufzudecken. Ella Pamfilova, Leiterin der Zentralen Wahlkommission, ging während einer Pressekonferenz am Samstag auf die Störung ein.
„Wörtlich die ganze Nacht über war das Moskauer System das Ziel eines sehr starken Angriffs.“
Umfang der Parlamentswahl
Die dreitägige Abstimmung ist die erste Wahl für die 450 Sitze umfassende Staatsduma seit Februar 2022. Rund 111 Millionen Bürger in 89 Verwaltungsregionen sind wahlberechtigt, wobei die Hälfte der Sitze über Parteilisten und der Rest in Einmandatswahlkreisen vergeben wird. Die Abstimmung findet auch in russisch besetzten ukrainischen Gebieten statt, darunter Donezk, wo die meisten Einwohner vorzeitig ohne eine 72-stündige Waffenruhevereinbarung gewählt haben. Im Ausland hat das Außenministerium 333 Wahllokale in 152 Ländern eingerichtet. Präsident Wladimir Putin sendete einen Fernsehaufruf, der zu hoher Beteiligung zur Unterstützung der Streitkräfte ermutigte.
„Ihre Wahl und Entschlossenheit werden erneut zeigen, dass Millionen von Menschen unsere Kämpfer unterstützen, dass wir ein vereintes Volk sind, verbunden durch gemeinsame Werte, historisches Gedächtnis und Liebe zum Vaterland.“
Einschränkungen für die Kriegsgegner-Opposition
Nur Kreml-nahe politische Parteien durften nationale Listen einreichen, darunter die Kommunistische Partei unter Gennady Zyuganov, die Liberaldemokratische Partei, Gerechtes Russland und Neue Leute. Die sozialliberale Partei Jabloko, die einzige registrierte politische Gruppierung, die sich offen gegen den bewaffneten Konflikt stellt, wurde vom Obersten Gerichtshof nach einer Beschwerde der Partei Rodina von den Parteilisten ausgeschlossen. Obwohl etwa 100 Kandidaten von Jabloko in Einmandatswahlkreisen antreten, berichtete die Parteiführung von weit verbreiteten polizeilichen Eingriffen gegen unabhängige Beobachter. Jabloko stellte mehr als 1.000 Beobachter in über 20 Regionen. Jabloko-Chef Nikolai Rybakov kritisierte die administrativen Hürden, mit denen ihre Überwachungsteams konfrontiert sind.
„Das Ausmaß des Geschehens erlaubt es uns nicht mehr, jeden dieser Fälle als isolierte Missverständnisse zu betrachten.“
Elektronische Stimmabgabe und regionale Herausforderungen
Bis Samstagmorgen meldete die Zentrale Wahlkommission, dass ein Drittel aller registrierten russischen Wähler ihre Stimme abgegeben hatte. Regierungsbeamte stellten fest, dass 70 % der Wähler, die eine elektronische Stimmabgabe beantragt hatten, ihre Stimmzettel am Freitag ausgefüllt hatten, darunter Wladimir Putin, Ministerpräsident Michail Mischustin und Außenminister Sergej Lawrow. In der sibirischen Stadt Baikalsk stellten die lokalen Behörden nach 19:00 Uhr spezielle kommunale Nachtfahrzeuge zur Verfügung, um Wähler an wilden Bären vorbeizubringen, nachdem es am Baikalsee täglich 50 bis 60 Begegnungen zwischen Menschen und Bären gegeben hatte. Außerhalb Russlands löste die Wahl diplomatische Einwände aus Moldau aus, da Moskau 15 Wahllokale in der abtrünnigen Region Transnistrien eingerichtet hatte, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ausländische Regierungen aufforderte, die in besetzten Gebieten erstellten Ergebnisse abzulehnen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SAPODefesas antiaéreas russas abatem 344 drones ucranianos no segundo dia das eleições legislativas
- RFIMoscou registra ciberataques 'poderosos' durante eleições legislativas na Rússia
- Notícias ao MinutoUrsos obrigam eleitores da Sibéria a recorrer a "transporte especial" para votar
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaEleições parlamentares em curso na Rússia. Moscovo queixa-se de ataques a sistema online
- Vladimir Putin
- Präsident Russlands
- Ella Pamfilova
- Leiterin der Zentralen Wahlkommission Russlands
- Nikolai Rybakov
- Vorsitzender der russischen Vereinigten Demokratischen Partei Jabloko
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine
- Gennady Zyuganov
- Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation
- Mikhail Mishustin
- Ministerpräsident Russlands
- Sergei Lavrov
- Außenminister Russlands
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