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Regierung·vor 2 Std.

Rumänische Rettungssanitäter protestieren in Bukarest gegen neues Gehaltsgesetz, das Zulagen und Überstundenvergütung kürzen soll

Rund tausend Beschäftigte des Rettungsdienstes demonstrierten am Donnerstag in Bukarest. Sie befürchten, dass der von der Regierung vorgelegte Entwurf eines einheitlichen Gehaltsgesetzes ihre Einkommen drastisch senken würde, indem er die Zuschläge für Schicht- und Wochenendarbeit kürzt und die Gefahrenzulage deckelt.

Forderungen und Beschwerden

Hunderte Rettungssanitäter aus ganz Rumänien versammelten sich zunächst vor dem Gesundheitsministerium und zogen dann weiter zum Arbeitsministerium. Sie folgten einem Aufruf des Nationalen Gewerkschaftsbundes „Ambulanța“ (FNSAR). Die Demonstranten kritisieren, dass der Gesetzesentwurf für den öffentlichen Dienst den Nachtarbeitszuschlag von 15 % auf 10 % senken, die Sätze für Wochenenden, Feiertage und Rufbereitschaft verringern und den Bonus für besonders gefährliche Bedingungen auf 50 % deckeln würde, ohne einen garantierten Mindestbetrag festzulegen.

Das neue Gehaltsgesetz kürzt unsere Einkommen!

In einer Gewerkschaftserklärung wurde gewarnt, dass einige Personalkategorien monatliche Verluste zwischen 2.000 und 4.000 Lei erleiden könnten.

Umfang der Aktion

Die Organisatoren bezeichneten den Protest als eine der größten Gewerkschaftsaktionen in der Geschichte des öffentlichen Rettungsdienstes Rumäniens. Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes zeigten den ganzen Tag über Schilder mit der Aufschrift „Protest național“ (Nationaler Protest), der medizinische Notdienst war jedoch nicht beeinträchtigt. Die Kundgebung begann um 9:30 Uhr vor dem Gesundheitsministerium und wurde um 10:30 Uhr vor dem Arbeitsministerium fortgesetzt. Die Teilnehmer äußerten ihren Unmut über die ihrer Ansicht nach sich verschlechternden Arbeitsbedingungen in einem Sektor, der rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche im Einsatz ist.

Reaktion der Regierung

Der Minister für Europäische Fonds, Dragoș Pîslaru, erklärte am Mittwoch, dass der Gesetzesentwurf weiterhin für Änderungen offen sei und die Regierung Bestimmungen korrigieren werde, die zu Ungleichheiten im öffentlichen System führten.

Der Dialog ist absolut notwendig, wenn er auf Argumenten und Lösungen basiert.

Er verwies auf den Fall von Biologen, Biochemikern und Chemikern im Gesundheitswesen, bei denen nach Gesprächen mit einer anderen Gewerkschaft grundsätzlich vereinbart wurde, ein Gehaltsgefälle ohne objektive Rechtfertigung zu beseitigen. Dennoch bestehen die Demonstranten darauf, dass die aktuelle Version des Gesetzes keine Garantie für den Erhalt ihres Nettogehalts biete, und die Gewerkschaft kündigte weitere Gespräche mit dem interimistischen Arbeitsminister an.

Bukarest

4 Quellen

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