Regierung · Bukarest

Rumänien riskiert bis zu 6 Milliarden Euro an EU-Mitteln nach Annahme von PSD-Änderungen an Energie- und Biodiversitätsgesetzen durch den Senat

Der rumänische Senat hat am 4. August von der PSD unterstützte Änderungen am Dekarbonisierungsgesetz und der Biodiversitätsstrategie verabschiedet, was Warnungen von Ministern und dem Präsidenten auslöste, dass das Land bis zu 6 Milliarden Euro an EU-Aufbaumitteln verlieren könnte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Ziare.com, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Bukarest · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 4.08.Der Senat debattiert und stimmt über Änderungen am Dekarbonisierungsgesetz und der Biodiversitätsstrategie ab. Die Änderungen von PSD und AUR werden angenommen, darunter eine Bestimmung, dass Kohlekraftwerke erst geschlossen werden dürfen, wenn Ersatzkapazitäten betriebsbereit sind.
  2. 4.08.Präsident Nicușor Dan gibt bekannt, dass er ein Paket von PNRR-bezogenen Gesetzen verkündet hat, und warnt, dass er alle verfassungsmäßigen Befugnisse nutzen werde, einschließlich der Beantragung einer erneuten Prüfung, falls das Dekarbonisierungsgesetz in seiner jetzigen Form verabschiedet wird.
  3. 5.08.Beide Gesetzesentwürfe gehen zur endgültigen Abstimmung an die Abgeordnetenkammer.

Senat verabschiedet umstrittene Änderungen

Der rumänische Senat stimmte am 4. August 2026 über Änderungen an zwei Gesetzen ab, die mit dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) verbunden sind: dem Dekarbonisierungsgesetz und der nationalen Biodiversitätsstrategie. Die von der Sozialdemokratischen Partei (PSD) vorgeschlagenen und von der Allianz für die Einheit der Rumänen (AUR) unterstützten Änderungen wurden trotz scharfer Kritik von Regierungsministern und dem Interims-Ministerpräsidenten angenommen. Die Dekarbonisierungsänderung sieht vor, dass Kohlekraftwerke erst geschlossen werden dürfen, wenn Ersatzkapazitäten betriebsbereit sind – eine Bedingung, die einem bereits abgeschlossenen und bezahlten Meilenstein des PNRR widerspricht. Die Biodiversitätsstrategie wurde mit über 100 Last-Minute-Änderungen abgeändert, darunter die Streichung eines Audits des Schutzgebietsmanagements und die Abschaffung der Ko-Verwaltung mit Forschungseinrichtungen und NGOs.

Minister warnen vor Milliardenrisiko

Minister für Investitionen und europäische Projekte Dragoș Pîslaru erklärte, die Dekarbonisierungsänderungen würden die Zahlungsanträge 5 und 6 des PNRR blockieren und damit 5 Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren Mitteln gefährden. Er warf der PSD vor, Parteiinteressen über das nationale Interesse zu stellen und das Bündnis zu bestätigen, das die Regierung im Mai gestürzt hatte.

„Die Folgen sind eine finanzielle Strafe und die Blockierung der Zahlungsanträge 5 und 6. Das bedeutet 5 Milliarden Euro nicht rückzahlbar, denn darum geht es wirklich.“

Dragoș Pîslaru

Interims-Umweltministerin Diana Buzoianu bezeichnete die Biodiversitätsänderungen als „absolut aberrant“ und warnte, Rumänien könne 1 Milliarde Euro an EU-Mitteln verlieren. Sie stellte fest, dass einige Änderungen Zielen widersprechen, die Rumänien 2020 auf europäischer Ebene übernommen hatte, darunter die Ziele von 10 % streng geschützten Gebieten und 30 % aktiven Managementzonen.

„Heute hat mit einem Federstrich eine nationale Strategie ein Ziel geändert, das Rumänien in einer europäischen Strategie übernommen hatte.“

Diana Buzoianu, Interims-Umweltministerin Rumäniens

Interims-Ministerpräsident Ilie Bolojan, der bei der Sitzung anwesend war, bezeichnete den PSD-Änderungsantrag als populistisch und warnte, dass die Wiedereröffnung eines abgeschlossenen PNRR-Meilensteins Strafzahlungen in Höhe von 1 Milliarde Euro von der Europäischen Kommission auslösen könnte.

Gefährdete EU-MittelMrd. EUR
Dekarbonisierungsgesetz
5 Mrd. EUR
Biodiversitätsstrategie
1 Mrd. EUR

Daten aus dem Artikeltext

Präsident droht, Gesetz zurückzuschicken

Präsident Nicușor Dan gab am Dienstagabend bekannt, dass er ein Paket von Gesetzen verkündet habe, die für kritische PNRR-Meilensteine notwendig sind, darunter die Ratifizierung des SAFE-Abkommens, das Verwaltungsgesetzbuch und das Urbanismusgesetz. Er betonte, dass EU-Mittel bessere Dienstleistungen und eine höhere Lebensqualität für die Rumänen bedeuten. Gleichzeitig warnte er, dass er, falls das Parlament das Dekarbonisierungsgesetz in seiner jetzigen Form verabschiede, alle verfassungsmäßigen Befugnisse nutzen werde, einschließlich der Beantragung einer erneuten Prüfung, um den Verlust von Milliarden Euro aus dem PNRR zu verhindern.

„Wenn das Parlament das Gesetz in der Form verabschiedet, die sich aus den Ausschussberatungen ergibt, werde ich es mit größter Verantwortung prüfen und alle verfassungsmäßigen Befugnisse nutzen, einschließlich der Beantragung einer erneuten Prüfung, damit Rumänien die verbleibenden Zahlungsanträge einreichen kann und keine Milliarden Euro aus dem PNRR verliert.“

Nicușor Dan, Präsident Rumäniens

Politischer Bruch und nächste Schritte

Die Abstimmung vertiefte den Riss zwischen PNL und PSD. Der erste Vizepräsident der PNL, Dan Motreanu, erklärte, die Änderungen gefährdeten Mittel für Schulen, Krankenhäuser und Infrastruktur, und schloss jede künftige Regierungszusammenarbeit mit den Sozialdemokraten aus.

„Populismus beginnt mit Applaus und endet mit der Frage: ‚Und wer zahlt jetzt?‘ Die PSD bringt erneut Milliarden Euro aus dem PNRR in Gefahr.“

Dan Motreanu, Erster Vizepräsident

Beide Gesetzesentwürfe gehen nun an die Abgeordnetenkammer, wo die endgültige Abstimmung für Mittwoch, den 5. August, angesetzt ist. Der Ausgang wird entscheiden, ob Rumänien seinen Zugang zu den verbleibenden EU-Aufbaumitteln bewahren kann oder mit finanziellen Strafen und blockierten Zahlungen rechnen muss.

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