Rumäniens saisonbereinigtes Defizit erreichte im zweiten Quartal 2026 9,2 % des BIP, gegenüber 3,5 % in der EU, wie aus den am 21. Oktober veröffentlichten Eurostat-Daten hervorgeht.
Der Wert kletterte von 5,5 % im ersten Quartal 2026 und lag 1,5 Punkte über den 7,7 %, die im zweiten Quartal 2025 verzeichnet worden waren.
Chefökonom Valentin Lazea sagte, die Quote werde innerhalb eines einzelnen Quartals gemessen, und erwartete eine Erklärung des Finanzministeriums.
Das Finanzministerium meldete nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 ein Kassendefizit von 41,03 Milliarden Lei oder 2 % des BIP.
Die PSD brachte die Zahl mit der Sparpolitik unter dem früheren Ministerpräsidenten Ilie Bolojan in Verbindung, während AUR-Senatschef Petrișor Peiu der Regierung vorwarf, Zahlungen von etwa 35 Milliarden Lei zu verzögern.
Die am Mittwoch, 21. Oktober 2026, veröffentlichte Quartalsmeldung von Eurostat beziffert Rumäniens saisonbereinigtes Defizit des Staates für April bis Juni 2026 auf 9,2 % des BIP. Das sind 3,7 Prozentpunkte mehr als die 5,5 % im ersten Quartal und 1,5 Punkte mehr als die 7,7 % im gleichen Quartal 2025. Ungarn lag mit 7,2 % an zweiter Stelle, und Rumäniens Wert lag 5,7 Punkte über dem EU-Durchschnitt von 3,5 %. Unionsweit stieg das Defizit von 3,1 % auf 3,5 % des BIP, im Euroraum von 3,2 % auf 3,3 %. Am anderen Ende der Tabelle verzeichnete Zypern einen Überschuss von 3,3 % des BIP, vor Dänemark mit 2,7 %, Griechenland mit 2,2 %, Irland mit 1,9 % und Portugal mit 0,8 %.
Daten aus dem Artikeltext
Rumäniens Quartalswerte haben stark geschwankt. Die Eurostat-Reihe zeigt 9,2 % des BIP im ersten Quartal 2025, 7,7 % im zweiten, 7,1 % im dritten und 7,3 % in den letzten drei Monaten jenes Jahres, bevor das erste Quartal 2026 auf 5,5 % fiel. Der Wert für das erste Quartal war ursprünglich mit 3,6 % veröffentlicht und nach oben revidiert worden; Eurostat bezeichnet seine Quartalsschätzungen als vorläufig und revisionsanfällig. Auf einer Konferenz am Donnerstag, 22. Oktober, sagte Valentin Lazea, Chefökonom der Nationalbank Rumäniens (BNR), die Quote messe das Defizit innerhalb eines Quartals am BIP dieses Quartals, nicht an der Jahresleistung. Den Wert des ersten Quartals brachte er mit einem nicht verabschiedeten Haushalt in Verbindung, in dem einige Ausgaben verschoben worden seien.
„Es ist eine Übung, die Eurostat vierteljährlich für alle Länder durchführt, und die Volatilität zwischen den Quartalen ist sehr hoch.“
Lazea sagte, er sei überzeugt, dass das Finanzministerium die Lage präzise erklären werde, und das Ergebnis des dritten Quartals bleibe abzuwarten.
Daten aus dem Artikeltext
Die Zahl von 9,2 % ist nicht das Defizit des Jahres. Das Finanzministerium veröffentlicht den Haushaltsvollzug auf Kassenbasis, also mit tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben, während Eurostat die ESA-Methodik auf Grundlage der Periodenabgrenzung verwendet. Nach der Kassenrechnung des Ministeriums betrug das Defizit nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 41,03 Milliarden Lei oder 2 % des BIP, gegenüber 69,80 Milliarden Lei und 3,64 % des BIP im gleichen Zeitraum 2025. Das Jahresziel liegt bei etwa 6 % des BIP zum Jahresende und bezieht sich auf das gesamte Haushaltsjahr, nicht auf ein Quartal. Da die beiden Indikatoren unterschiedliche Methoden und Bezugszeiträume verwenden, bedeutet der Eurostat-Wert für das zweite Quartal nicht automatisch, dass das Jahresziel überschritten wird.
Die Sozialdemokratische Partei (PSD) erklärte in einer Pressemitteilung vom Donnerstag, 22. Oktober, die Zahl gehe auf die Regierung des früheren Ministerpräsidenten Ilie Bolojan zurück. Die PSD verglich das Niveau von 9,2 % mit den 7,7 %, die im zweiten Quartal 2025 unter der Regierung von Marcel Ciolacu verzeichnet worden waren. Sie verwies zudem auf einen BIP-Rückgang von 2 % im Jahresvergleich, eine harmonisierte Inflation von 6,5 % im September 2026 und einen Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 5,7 % im Jahresvergleich im Juli 2026, den sie als den größten in der EU bezeichnete. Die Partei argumentierte, Sparpolitik und Steuererhöhungen hätten das Defizit nicht gesenkt. In der Erklärung hieß es:
„Der Eurostat-Bericht entlarvt das maßlose Scheitern der Austerität! Die Rumänen wurden mit Steuer- und Abgabenerhöhungen umsonst gequält!“
Petrișor Peiu, Fraktionschef der AUR-Senatoren im Senat, schrieb auf Facebook, die Regierung habe die Zahlung von etwa 35 Milliarden Lei an Lieferanten und staatliche Einrichtungen verzögert. Er schrieb:
„Die Regierung Bolojan hat das Haushaltsdefizit nicht gesenkt, sie hat nur „vergessen“, 35 Milliarden Lei zu zahlen!“
Peiu argumentierte, die ESA-Zahlen von Eurostat deuteten bis Ende 2026 auf ein Defizit von fast 8 % des BIP hin, ähnlich wie im Vorjahr, und warf der PSD Mittäterschaft an einer von ihm so bezeichneten Lüge vor.
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Pollar unterstützenMakroökonomie · Bukarest
Eurostat-Daten vom 21. Oktober beziffern Rumäniens Defizit im zweiten Quartal auf 9,2 % des BIP, gegenüber 3,5 % in der EU. Der Chefökonom der Nationalbank betont, die Quartalszahl sei keine Jahreszahl.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von adevarul.ro, Digi24, Stirile ProTV und weiteren Medien. Veröffentlicht .