
Rumäniens Inflationsrate steigt im September auf 6,61 Prozent – Kraftstoff und Mieten treiben an
Die Jahresinflationsrate stieg nach drei Monaten mit Deflation von 6,17 Prozent im August auf 6,61 Prozent; Dienstleistungen verteuerten sich um 11,12 Prozent, Mieten lagen 39,46 Prozent über dem Vorjahr.
Gesamtinflation dreht wieder nach oben
Die jährliche Verbraucherpreisinflation in Rumänien ist im September 2026 von 6,17 Prozent im August auf 6,61 Prozent gestiegen, wie aus Daten hervorgeht, die das Nationale Statistikinstitut (INS) am Dienstag, dem 13. Oktober, veröffentlichte. Der Wert folgt auf drei Monate mit Deflation, und das INS erklärte, die Jahresrate habe ihren Anstieg auf 6,6 Prozent wieder aufgenommen. Die Verbraucherpreise im September lagen bei 100,77 Prozent des Augustniveaus, seit Jahresbeginn sind die Preise gegenüber Dezember 2025 um 5,4 Prozent gestiegen. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wies eine Jahresrate von 6,5 Prozent aus, und die durchschnittliche Veränderungsrate der vergangenen zwölf Monate lag beim nationalen Index bei 9,2 Prozent und beim HVPI bei 8,4 Prozent. Die Jahresinflation war von 10,9 Prozent im Mai kontinuierlich auf 6,2 Prozent im August gesunken, sodass der Anstieg im September diesen Abwärtstrend umkehrt.
- 2026-05
- 10.9 %
- 2026-08
- 6.17 %
- 2026-09
- 6.61 %
Dienstleistungen und Kraftstoff führen die Anstiege an
Dienstleistungen verteuerten sich um 11,12 Prozent im Jahresvergleich, der stärkste Anstieg einer Kategorie, während Non-Food-Waren um 7,06 Prozent und Lebensmittel um 3,0 Prozent zulegten. Mieten stiegen um 39,46 Prozent, Diesel um 37,61 Prozent und Benzin um 28,42 Prozent – die stärksten Anstiege in den vom INS veröffentlichten Listen. Die Strompreise stiegen um 1,35 Prozent, eine Zahl, die in der Berichterstattung mit dem Basiseffekt des ausgelaufenen Energiepreisdeckels in Verbindung gebracht wird. Wärmeenergie verteuerte sich um 10,70 Prozent, Strickwaren um 7 Prozent, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften um 6,36 Prozent, Waschmittel um 6,25 Prozent sowie Tabak und Zigaretten um 5,72 Prozent. Hygieneartikel und Kosmetik wurden um 4,41 Prozent teurer, Medikamente um 1,9 Prozent und Uhren, Videogeräte und Sportartikel um 8,53 Prozent. Gas stieg im Zeitraum von September 2025 bis September 2026 um 4,63 Prozent. Ein Bericht brachte die Kraftstoffpreisanstiege im September mit einer Blockade infolge des US-Kriegs im Iran in Verbindung.
Lebensmittelpreise
Alle Lebensmittelangaben vergleichen September 2026 mit September 2025. Kaffee verzeichnete mit einem Plus von 13,78 Prozent den stärksten Anstieg unter den Lebensmitteln, gefolgt von Eiern mit 10,84 Prozent und Speiseöl mit 7,62 Prozent. Kuhmilch verteuerte sich um 7,56 Prozent, Rindfleisch um 8,5 Prozent sowie Schweine- und Geflügelfleisch um jeweils 3,34 Prozent. Frischer Fisch stieg um 5,44 Prozent, Fischkonserven um 5,33 Prozent und Zuckerwaren und Honig um 5,81 Prozent, obwohl Zucker selbst um 1,67 Prozent billiger wurde. Auch alkoholische Getränke verteuerten sich, Spirituosen um 5,01 Prozent, Wein um 4,15 Prozent und Bier um 4,9 Prozent. Brot stieg um 4,79 Prozent, Schafskäse (Telemea) aus Kuhmilch um 3,75 Prozent und Schafskäse um 3 Prozent. Billiger wurden Butter (0,96 Prozent), Mehl (3,23 Prozent), Maismehl (3,42 Prozent), Kartoffeln (3,64 Prozent) und frisches Obst (16,69 Prozent).
- Mieten
- 39.46 %
- Diesel
- 37.61 %
- Benzin
- 28.42 %
- Kaffee
- 13.78 %
- Eier
- 10.84 %
- Frisches Obst
- -16.69 %
Zehnjahresvergleich und Zentralbankausblick
INS-Chef Tudorel Andrei ordnete die aktuellen Anstiege in einen längeren Zeitrahmen ein.
Im Vergleich zu vor zehn Jahren sind die Preissteigerungen deutlich stetiger.
Er nannte Kategorien mit großen Anstiegen über diesen Zeitraum, darunter Strom (mehr als das 2,6-Fache), Wärmeenergie (das 2,1-Fache), Diesel und Brennholz (mehr als das 2-Fache) sowie Kfz-Versicherungen (fast das 2,9-Fache). Bei den Lebensmitteln verteuerte sich Lammfleisch um das 2,5-Fache und Schokolade und Süßwaren um das 2,18-Fache. Nach Zahlen, die die Nationalbank Rumäniens (BNR) im August über Gouverneur Mugur Isărescu vorlegte, hat die Bank ihre Inflationsprognose für Ende 2026 von 5,5 Prozent auf 6,1 Prozent angehoben. Sie erwartet, dass die Inflation Ende 2027 auf 3,4 Prozent fällt, gegenüber 2,9 Prozent in ihrer früheren Prognose.

