
Rumänische F-16 deaktiviert treibende Seedrohne nahe Neptun-Deep-Gasplattform
Am 20. August 2026 feuerte ein rumänischer F-16-Kampfjet Bordkanonengeschosse ab, um ein unbemanntes Überwasserfahrzeug zu neutralisieren, das nahe der Offshore-Gasplattform Neptun Deep im Schwarzen Meer trieb.
Abfangen nahe Neptun Deep
Am 20. August 2026 alarmierte das rumänische Militär zwei F-16-Kampfjets, um ein unbemanntes Überwasserfahrzeug abzufangen, das einige hundert Meter von der Bohrplattform Neptun Deep im Schwarzen Meer trieb. Zu diesem Zeitpunkt waren auf der Plattform Installationsarbeiten im Gange, mehrere hundert Arbeiter waren vor Ort. Die Kampfjets deaktivierten das treibende Fahrzeug mit Bordkanonenfeuer, sodass Sprengstoffexperten des Militärs eine kontrollierte Detonation durchführen konnten. Der rumänische Präsident Nicușor Dan machte Russland für das Fahrzeug verantwortlich und verurteilte den Vorfall in sozialen Medien.
Ich verurteile die Zunahme dieser Art verantwortungsloser Vorfälle durch die Russische Föderation aufs Schärfste. Wir bleiben gemeinsam mit den NATO-Verbündeten wachsam, um uns zu verteidigen und solchen Herausforderungen zu begegnen.
Technische Untersuchung und Fähigkeiten
Der unabhängige Marineanalyst H.I. Sutton untersuchte Aufnahmen des schwarzrumpfigen Überwasserfahrzeugs, das vor dem Angriff leblos trieb, Seevögel auf seinem Rumpf hockten. Das Fahrzeug stellt ein zuvor nicht identifiziertes Modell dar, das sich von den Oberflächendrohnen unterscheidet, die Russland bei Angriffen auf Odessa eingesetzt hat. Obwohl der Bug keine Aufschlagzünder aufwies, die auf einen direkten Kontaktsprengkopf hindeuten würden, enthielt der Rumpf einen großen vorderen Hangar mit einer Klappluke, die Raketen oder Luftdrohnen aufnehmen konnte. Sutton identifizierte mehrere Sensoren, darunter kommerzielles Navigationsradar, vorwärts gerichtete Suchantennen, MESH-Funkgeräte, elektrooptische Sensoren und flache Satellitenantennen.
Regionale Drohnenaktivität im Schwarzen Meer
Die Abfangaktion erfolgte zeitgleich mit mehreren weiteren Drohnensichtungen im westlichen Schwarzen Meer und im Donau-Grenzgebiet. Die rumänischen Behörden bestätigten über direkte militärische Kanäle mit Kiew, dass das Fahrzeug nicht der Ukraine gehörte. Interimsaußenministerin Oana Țoiu erklärte bei CNN, Rumänien habe über 100 Eindringlinge durch Luft-, Land- oder Seedrohnen und Trümmerteile verzeichnet, wobei vier Luftdrohnen abgeschossen wurden.
Russland trägt die Verantwortung für die Risiken, die es im Schwarzen Meer erzeugt – Risiken, die sich diesmal gegen die Energieinfrastruktur des Gasprojekts Neptun Deep im Schwarzen Meer richten.
Am selben Tag wie das Abfangen auf See wurde eine weitere Drohne bei Grindu geortet, während eine separate Drohne nahe des Hafens von Giurgiulești in Moldau explodierte und zwei bis zu einen halben Meter tiefe Krater hinterließ.
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Strategische Energieinteressen und innenpolitische Debatte
Der Perimeter von Neptun Deep, je zur Hälfte zwischen Romgaz und OMV Petrom aufgeteilt, stellt eine 4-Milliarden-Dollar-Entwicklung mit 100 Milliarden Kubikmetern Erdgasreserven dar. Die Anlage soll 2027 die volle Produktion aufnehmen und Rumänien zum größten Gasproduzenten der Europäischen Union machen. Der ehemalige Präsident Traian Băsescu kritisierte Interimsverteidigungsminister Radu Miruță wegen der offiziellen Reaktion und behauptete, die Drohne sei unkontrolliert getrieben, nachdem sie von einem vorbeifahrenden Handelsschiff gesichtet worden war. Băsescu erklärte, der NATO-Artikel 5 erstrecke sich nicht auf ausschließliche Wirtschaftszonen, und forderte Bukarest auf, militärische Vermögenswerte zur Verteidigung von Offshore-Plattformen außerhalb der Hoheitsgewässer zu stationieren.


