Verkehr · Urda, Adamuz und Madrid

Frente Amplio fordert Rücktritt von Óscar Puente nach Zugunglück von Urda mit 69 Toten

Ada Colau und Emilio Delgado, beide Kandidaten von Frente Amplio, haben den Rücktritt von Verkehrsminister Óscar Puente gefordert, während die PP Pedro Sánchez zu Konsequenzen drängt. Puente hat erklärt, vorerst nicht zurückzutreten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, EL MUNDO, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Junta de Andalucía, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Ada Colau fordert den Rücktritt von Óscar Puente
  2. 31.10.Emilio Delgado wiederholt die Rücktrittsforderung
  3. 3.11.Puente soll vor der Diputación Permanente des Kongresses erscheinen

Opferzahl und Rücktrittsforderungen

Der Zugunfall von Urda bei Toledo ereignete sich am Mittwoch, dem 28. Oktober; die jüngste von El Periódico gemeldete vorläufige Bilanz nennt 69 Tote und mehr als 200 Verletzte. El Mundo zufolge starben bei dem Unfall von Adamuz (Córdoba) Ende Januar 46 Menschen, sodass zwischen den beiden Unglücken rund neun Monate lagen.

Tote bei Bahnunglücken 2026Tote
Adamuz (Córdoba), Januar 2026
46 Tote
Urda (Toledo), 28. Oktober 2026
69 Tote

Daten aus dem Artikeltext

Ada Colau, Frente-Amplio-Kandidatin für Barcelona, forderte am Freitag, dem 30. Oktober, den Rücktritt von Verkehrsminister Óscar Puente, nachdem sie am 28. Oktober verlangt hatte, politische Verantwortung zu übernehmen. Emilio Delgado, Spitzenkandidat der Koalition für Madrid, wiederholte die Forderung am Samstag, dem 31. Oktober, und nannte zwei derartige Unfälle in so kurzer Zeit „absolut inakzeptabel“. Die Partido Popular (PP) schlägt in dieselbe Kerbe: Alberto Núñez Feijóo hatte Sánchez und Puente bereits am 30. Oktober zu politisch Verantwortlichen erklärt, während die offizielle Trauer noch andauerte.

Juan Bravo, stellvertretender Generalsekretär der PP für Finanzen, Wohnen und Infrastruktur, äußerte sich in einem Video, das nach einer Videokonferenz mit den Infrastrukturdezernenten der Partei in den Regionen aufgezeichnet wurde. Er argumentierte, Sánchez habe die Unfälle selbst als inakzeptabel bezeichnet, und sagte:

„Wenn Herr Sánchez anerkannt hat, dass diese beiden Unfälle inakzeptabel sind, dann muss das Konsequenzen haben.“

Juan Bravo, Stellvertretender Generalsekretär

Puentes Darstellung

Puente ist seit dem Unfall zweimal vor die Medien getreten und hat erklärt, er werde nicht zurücktreten, jedenfalls vorerst nicht, und argumentiert, sein Ausscheiden würde das Leid der Opfer nicht lindern. Den Begriff „menschliches Versagen“ hat er vermieden, deutet ihn aber an: Er nannte eine Entscheidung eindeutig falsch und sagte, das Kontrollzentrum habe mehr als genug Zeit gehabt, den Fehler zu bemerken, und ihn nicht behoben. Bei seinem Auftritt am 30. Oktober beschrieb er den diensthabenden Fahrdienstleiter als 48 Jahre alt, mit zwei Jahren Erfahrung, seit Februar in der Branche, angemessen geschult und zwei Stunden in der Schicht. Zudem kritisierte er Iryo und sagte, der Zug habe ein Problem mit seiner Bordausrüstung gehabt. Das Sicherungssystem LZB, das er zunächst als „in einigen Fällen“ ausgefallen beschrieben hatte, war bis zum 30. Oktober zu einem Störfall geworden, der sich in diesem Jahr 170 Mal ereignet hatte.

Technische Pannen und die Ermittlungen

El Periódico berichtet, eine Kette technischer Pannen habe das Sicherungssystem LZB vor dem Zusammenstoß außer Kraft gesetzt; die endgültigen Ursachen würden jedoch noch untersucht. Dem Bericht zufolge räumte der Minister ein, dass das alternative Betriebsverfahren nach dem Ausfall falsch angewandt wurde. Die PP fordert eine dringliche Untersuchung mit Blick auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen der Hauptstadt und Südspanien und hat einen Notfallplan zu Sicherheit, Erhalt und Wartung vorgeschlagen. Puente hatte zudem die Möglichkeit ins Spiel gebracht, den Hochgeschwindigkeitsverkehr Madrid–Barcelona während der Erneuerung der Gleise auszusetzen, was die Unsicherheit über den Zustand des Netzes verstärkte.

Emilio Delgado sagte vor Journalisten in Barcelona, die Zahl der von Adif gleichzeitig überwachten Züge sei binnen sechs Jahren von etwa 15 auf bis zu 40 gestiegen. Er machte Kürzungen aus PP-Zeiten, zu geringe Investitionen und eine schlecht gemanagte Liberalisierung verantwortlich und lehnte es ab, die Last den Beschäftigten der Bahn aufzubürden, die von Schichten von bis zu zwölf Stunden täglich berichten. Er formulierte es so:

„Wir sind in keinem Fall bereit zu akzeptieren, dass sich alle Verantwortung um die Beschäftigten dreht, und es ist Zeit, politische Verantwortung zu übernehmen.“

Emilio Delgado, Spitzenkandidat von Frente Amplio für Madrid

Sánchez, der Kongress und der Wahlkampf

Sánchez hat sein Vertrauen in Puente aufrechterhalten, und die PSOE hat die Forderung ihrer Partner ignoriert, wie eldiario.es berichtet; die Koalition habe ihren Druck auf Puente und auf das Infrastrukturmodell, das die Sozialisten verteidigen, nicht gelockert. Die Koalition hat darauf verzichtet, ihre eigenen Minister öffentlich in den Streit mit der PSOE hineinzuziehen, sodass Colau seit dem 28. Oktober ihre schärfste Stimme bleibt. Puente soll am 3. November vor der Diputación Permanente des Kongresses erscheinen, um den Unfall von Urda und seine Folgen zu erläutern; eldiario.es erwartet, dass die Sitzung den Riss zwischen den Partnern sichtbar machen wird. Unter den zitierten Stimmen ist UGT-Generalsekretär Pepe Álvarez der einzige, der akzeptiert hat, dass Puente die Bewältigung übernimmt, wenn Sánchez es so entscheidet, und er warnte davor, Menschen ohne objektive Daten zu beschuldigen. Frente Amplio rahmt die Krise als Debatte über mehr öffentliche Investitionen und besseren Schutz für die Beschäftigten der Bahn.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Urda, Adamuz, Madrid, Barcelona · Spanien

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen