
König Philippe und Königin Mathilde nehmen einen Monat nach dem Schulbus-Unfall in Buggenhout an der Gedenkfeier für die Opfer teil
König Philippe und Königin Mathilde schlossen sich am Freitagabend 225 Trauernden in der Sint-Martinus-Kirche in Buggenhout an, um an einer Zeremonie zum Gedenken an die vier Menschen teilzunehmen, die am 26. Mai getötet wurden, als ein Schulbus an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde.
Ein Monat nach dem Unfall
Am 26. Mai prallte ein Schulbus der Richtpunt Buggenhout gegen die geschlossene Schranke eines Bahnübergangs in Buggenhout, Ostflandern, und verformte sie. Ein Zug erfasste daraufhin den Bus. Bei dem Unfall kamen der 49-jährige Fahrer, eine 27-jährige Betreuerin und zwei Schüler im Alter von 12 und 15 Jahren ums Leben. Genau einen Monat später, am 26. Juni, versammelte sich die Gemeinschaft, um ihrer zu gedenken.
Zeremonie wegen Hitze ins Innere verlegt
Die Gedenkfeier sollte ursprünglich auf dem Platz vor der Sint-Martinus-Kirche stattfinden, wurde aber wegen der brütenden Hitze ins Innere verlegt. Etwa 225 Menschen nahmen in der Kirche teil, darunter die Familien der Opfer, Schüler, Schulpersonal, Vertreter der Rettungsdienste sowie König Philippe und Königin Mathilde, die kurz vor 19:00 Uhr eintrafen. Weitere 100 Menschen verfolgten die Übertragung auf einer Großleinwand draußen, wo sie unter Vordächern Schutz suchten.
Botschaften des Gedenkens und der Unterstützung
Der Bürgermeister von Buggenhout, Geert Hermans, eröffnete die Zeremonie.
Erinnern bedeutet mehr als zurückblicken. Es bedeutet auch zu glauben, dass wir die Opfer nicht vergessen und dass wir die Hinterbliebenen unterstützen werden, selbst wenn die Kameras abgezogen sind.
Anschließend sprachen vier Schulvertreter, darunter Direktorin Jolien Roef, zu den Versammelten.
Der Busunfall hat eine unbeschreibliche Leere hinterlassen. Eine Leere, die in unseren Fluren, in unseren Klassenzimmern, auf dem Spielplatz und in den Herzen aller zu spüren ist, die zur Schulgemeinschaft gehören.
Die Schule betonte, dass die bewusste Entscheidung im vergangenen Monat, sich auf Ruhe, Gelassenheit und Menschlichkeit zu konzentrieren, die beste Grundlage sei, um die schwere Zeit gemeinsam zu bewältigen. Sie versicherte den Familien und den sich noch erholenden Schülern, dass die Fürsorge nicht mit der Gedenkfeier enden werde und die Opfer nie vergessen würden.
Nachwirkungen und Heilung
Die Zeremonie endete mit einer Schweigeminute, Dudelsackmusik und dem Aufstieg weißer Luftballons zu Ehren der vier Opfer. Anschließend kamen die direkt Betroffenen, Anwohner und Ersthelfer in einem separaten Raum zu privaten Gesprächen zusammen, von denen der Bürgermeister hofft, dass sie heilend wirken. Der König und die Königin nahmen ebenfalls an diesem Moment teil. Die Gemeinde teilte mit, dass zehn Personen bereits psychologische Unterstützung in Anspruch genommen haben und dass Hilfe für alle, die sie später benötigen, weiterhin zur Verfügung steht.


