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Washington zapft Russendiesel wieder an

Trump lockert Sanktionen gegen russischen Diesel, Riad-Angriff weitet Kriegsrisikokarte aus

Die vergangenen zwölf Stunden brachten zwei deutliche Hinweise darauf, dass Kriege heute ebenso über Treibstoffmärkte und Abflugtafeln verlaufen wie über Frontlinien. Donald Trump versuchte, Dieselpreise durch russisches Angebot zu dämpfen, während die Ukraine und europäische Vertreter warnten, Moskau werde Entlastung als Erlaubnis verstehen, nicht als Zurückhaltung.

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Die USA unter Trump: zweite Amtszeit

Trump forderte öffentlich den Rücktritt des ukrainischen Präsidenten, eine einseitige Verschiebung der Ukraine-Politik auf Stufe 3 der Rubrik.

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© Trouw
Klima·10. Aug.

Westeuropa verzeichnet heißesten Juni-Juli aller Zeiten, Ozeane erreichen neuen Temperaturrekord

Westeuropa erlebte seinen wärmsten Juni-Juli-Zeitraum seit Aufzeichnungsbeginn mit einem Durchschnitt von 21,62 °C, 2,79 °C über der Norm von 1991–2020, während die weltweiten Meeresoberflächen im Juli ebenfalls einen Rekord von 20,96 °C erreichten, wie der Copernicus-Klimawandeldienst der EU am 10. August berichtete.

Rekordhitze in Westeuropa

Westeuropa erlebte seinen wärmsten Juni-Juli-Zeitraum seit Aufzeichnungsbeginn, mit einer Durchschnittstemperatur von 21,62 °C, 2,79 °C über dem Referenzzeitraum 1991–2020 und übertraf den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022. Der Copernicus-Klimawandeldienst der EU gab die Ergebnisse am 10. August in Bonn bekannt. Der Juni 2026 war der heißeste Juni seit Aufzeichnungsbeginn für die Region, und der Juli belegte den zweiten Platz unter den heißesten Julimonaten, mit einem Durchschnitt von 22,48 °C (2,53 °C über der Norm von 1991–2020), knapp hinter dem Juli 2006 mit 22,54 °C. Seit Mai hat Westeuropa vier Hitzewellen erlebt, zwei davon im Juli, was Copernicus als eine außergewöhnliche Serie beschrieb, obwohl die Juli-Wellen weniger intensiv waren als die im Juni.

Zeitleiste der Hitzewellen in Westeuropa, Sommer 2026
  1. 2026-05Erste Hitzewelle trifft Westeuropa
  2. 2026-06Heißester Juni in Westeuropa seit Aufzeichnungsbeginn
  3. 2026-07Dritte und vierte Hitzewelle; zweitwärmster Juli weltweit
  4. Ende Juli 2026Erster Reaktor des Kernkraftwerks Cernavoda abgeschaltet
  5. 10. Aug. 2026Copernicus veröffentlicht Rekordergebnisse in Bonn

Dürre, Flüsse und Kernkraft

Die Bodenfeuchtigkeit im Juli war deutlich niedriger als im Juli 2022, dem letzten Sommer, der von schwerer Dürre in Westeuropa geprägt war. Etwa 95 % des französischen Festlands und 99 % der Schweiz waren im Juli von Dürre betroffen, beides Rekorde seit Beginn der Datenerhebung durch die Europäische Dürrebeobachtungsstelle im Jahr 2012. Die Flusspegel sanken in der gesamten Region, besonders betroffen waren Seine, Rhein und Donau. Jens Schwanen, Direktor des BDB, des deutschen Verbands der Binnenschifffahrt, sagte, der Rhein sei praktisch in zwei Teile geteilt, da er nicht mehr auf seiner gesamten Länge schiffbar sei. Rumänien sprengte Felsen und baggerte das Flussbett der Donau aus, um Kühlwasser durch einen Seitenarm zum Kernkraftwerk Cernavoda zu leiten, sodass der zweite Reaktor neun Tage länger laufen konnte. Der erste Reaktor wurde Ende Juli abgeschaltet.

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Ozeane erreichen Rekordwärme

Die globalen Meeresoberflächentemperaturen (ohne Polarregionen) erreichten im Juli 2026 20,96 °C und übertrafen damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,89 °C aus dem Jahr 2023. Rekordhohe Meeresoberflächentemperaturen wurden entlang der Atlantikküste Westeuropas und im westlichen Mittelmeer gemessen. Der Meteorologe Rob Groenland vom KNMI sagte, die Ozeane fungierten als Puffer, der Wärme aufnehme, und dass die kommenden zwölf Monate erhebliche Folgen haben würden, darunter stärkere Regenfälle und möglicherweise stärkere Winterstürme.

Jetzt haben wir es mit intensiver Dürre zu tun, aber in etwa vier Monaten könnte es leicht der Fall sein, dass wir enorme Wasserprobleme haben.

— Rob Groenland

Der Ozeanograf Sjoerd Groeskamp vom NIOZ wies darauf hin, dass Fische in andere Gebiete abwandern, was Ökosysteme und Lebensgrundlagen, die von der Fischerei abhängen, störe, und dass Korallen, die nicht fliehen können, absterben. Wärmere Oberflächenschichten vermischen sich auch weniger mit kälterem Tiefenwasser, was den Sauerstoffgehalt verringert und die Versauerung erhöht, was schalenbildenden Organismen wie Austern und Muscheln schadet.

Wichtige Temperaturrekorde von Copernicus, Juli 2026 · °C
Juni-Juli Westeuropa 2026
21,62
Juli Westeuropa 2026
22,48
Juli Westeuropa 2006 (Rekord)
22,54
Juli Ozeane 2026
20,96
Juli Ozeane 2023 (bisheriger Rekord)
20,89
Juni-Juli Westeuropa 2026
21.62 °C
Juli Westeuropa 2026
22.48 °C
Juli Westeuropa 2006 (Rekord)
22.54 °C
Juli Ozeane 2026
20.96 °C
Juli Ozeane 2023 (bisheriger Rekord)
20.89 °C

Globaler Kontext und Waldbrände

Weltweit war der Juli 2026 zusammen mit dem Juli 2024 der zweitwärmste Juli seit Aufzeichnungsbeginn, nur hinter dem Juli 2023. Die globale durchschnittliche Oberflächenlufttemperatur betrug 16,9 °C, 0,67 °C über dem Durchschnitt von 1991–2020 und 1,47 °C über der geschätzten vorindustriellen Durchschnittstemperatur (1850–1900). Die NOAA gab bekannt, dass der Juli der heißeste Monat war, der je in den Vereinigten Staaten (ohne Hawaii und Alaska) gemessen wurde, und dasselbe galt für Frankreich. In Südeuropa wüteten Waldbrände, Feuerwehrleute bekämpften große Brände in Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden. Rauch von Bränden bei Bordeaux und in Spanien beeinträchtigte die Luftqualität bis in die Niederlande. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sagte, die langfristige Erwärmung Deutschlands liege beim Deutschen Wetterdienst bei 2,5 °C, doppelt so viel wie der globale Durchschnitt.

Diese Erwärmung wird anhalten, bis die Welt klimaneutral wird, das heißt vor allem, bis sie aus der Nutzung fossiler Energie aussteigt.

— Stefan Rahmstorf
Bonn · Cernavoda · Bordeaux
Stefan Rahmstorf
BonnBordeauxCernavodăStefan Rahmstorf

8 Quellen

  • Western Europe saw warmest June-July on record, EU scientists say
    Reuters·10. Aug.
  • Inderdaad, dit waren de heetste juni en juli ooit
    Trouw·10. Aug.
  • Oceanen zijn extreem warm en dat kan ook later grote gevolgen hebben
    NOS·10. Aug.
  • Chaleur record en Europe de l'Ouest pour le début de l'été 2026
    Mediapart·10. Aug.
  • Réchauffement climatique : avec 20,96 °C en moyenne, les océans franchissent un nouveau record de chaleur pour un mois de juillet
    Libération·10. Aug.
  • Europäische Klimadaten: Der heißeste Juli seit Menschengedenken
    Frankfurter Allgemeine·10. Aug.
  • De oceaan was in juli nog nooit zo heet
    NRC·10. Aug.
  • Klimadaten von Copernicus: So heiß wie nie zuvor - Rekordsommer in Deutschland
    RP Online·10. Aug.

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