Sicherheit · Luckenwalde
Deutsches Rotes Kreuz eröffnet Standort Luckenwalde für bis zu 5.000 Menschen
Am Standort Luckenwalde lagern Zelte, Generatoren und Rettungswagen für Krisen von Hochwasser über Massenevakuierungen bis hin zu internationalen Notlagen; laut Deutschem Rotem Kreuz können die Bestände auch ins Ausland geschickt werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, tagesschau.de, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Mobile Betreuungsmodule werden in Containern zum Einsatzort gebracht und zu einer kleinen Stadt zusammengesetzt, die Unterkunft, Sanitäranlagen, Verpflegung und medizinische Versorgung für bis zu 5.000 Menschen bietet.
Das Feldlazarett kann in Katastrophen- oder Konfliktgebiete geschickt und binnen 72 Stunden aufgebaut werden; es versorgt bis zu 250.000 Menschen medizinisch.
Auf dem 3,4 Hektar großen Gelände lagern Zelte und Notunterkunftsausrüstung für rund 1.000 Familien, mehr als 120 Fahrzeuge und Hunderte Tonnen Material.
Dobrindt sagte, Ehrenamtliche erbrächten 95 Prozent des Schutzes, den der Staat seinen Bürgern zusagt, und forderte eine ausreichende Finanzierung durch die Politik.
Ein Lager für Krisenausrüstung
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, sein Katastrophenschutzzentrum in Luckenwalde im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming eröffnet. Das Gelände umfasst rund 3,4 Hektar, etwa die Fläche von fünf Fußballfeldern, und ersetzt das frühere Zentrallager des DRK am Flughafen BER in Schönefeld, das zu klein geworden war. Dort lagern bereits Zelte und Notunterkunftsausrüstung für rund 1.000 Familien sowie Decken, Schlafsäcke, Feldbetten, Hygiene- und Babypakete und Küchenausstattung. DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte, vor Ort stünden mehr als 120 Fahrzeuge sowie Hunderte Tonnen Material und Ausrüstung bereit, darunter Rettungswagen, große Stromaggregate und Sauerstoffversorgungssysteme.
Module für bis zu 5.000 Menschen
Kernstück des Zentrums ist ein mobiles Betreuungsmodul, das in Container verladen, per Lkw zum Einsatzort gebracht und dort zu einer kleinen Stadt zusammengesetzt werden kann. Aufgebaut bietet es Schlafplätze, Sanitäranlagen, Verpflegung und medizinische Versorgung für bis zu 5.000 Menschen. Ein Feldlazarett steht gepackt bereit, um in Katastrophen- oder Konfliktgebiete geschickt zu werden; dort kann es binnen 72 Stunden aufgebaut werden und die medizinische Versorgung für bis zu 250.000 Menschen übernehmen, einschließlich Röntgen, Operationen und Geburtshilfe, mit eigener Strom- und Wasserversorgung. Eine separate mobile Einheit kann Fluss- oder Seewasser zu Trinkwasser für bis zu 15.000 Menschen aufbereiten.
- Mobiles Betreuungsmodul
- 5000 Personen
- Wasseraufbereitungsanlage
- 15000 Personen
- Feldlazarett
- 250000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Der Bund will bis zu zehn der Module für 5.000 Personen beschaffen und finanzieren. Die Investition in das Projekt wird mit 90 Millionen Euro beziffert.
Ehrenamt und die Notwendigkeit der Vorsorge
Dobrindt sagte, Ehrenamtliche erbrächten 95 Prozent des Schutzes, den der Staat seinen Bürgern zusage, und die Herausforderungen wüchsen weiter, weshalb die Politik ihre Arbeit mit ausreichender Finanzierung absichern müsse. Er verwies auf einen großen Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang dieses Jahres, ausgelöst durch Brandstiftung, bei dem Zehntausende Haushalte mehrere Tage lang auf Notstromaggregate angewiesen waren. Gröhe nannte die Flut im Ahrtal und die Flüchtlingsbewegung von 2015 als Beispiele für Lagen, in denen plötzlich sehr viele Menschen versorgt werden müssten, darunter Pflegebedürftige und Kranke, dazu Trinkwasser und Lebensmittel. Der Katastrophenschutz sei in den vergangenen Jahrzehnten in der Annahme zurückgefahren worden, das Land sei von Freunden umgeben, und seitdem nur teilweise wieder aufgebaut worden. Das Rote Kreuz habe 2023 entschieden, vorausschauend zu handeln, statt auf den Staat zu warten.
„Der Katastrophenschutz steht wieder ganz oben auf der Agenda.“
Politische Reaktionen
Bei der Eröffnung sagte Dobrindt, der Bevölkerungsschutz sei wieder ein Kernbegriff der deutschen Politik, und Deutschland sei täglich Ziel hybrider Kriegsführung.
„Wir sind täglich Ziel hybrider Kriegsführung.“
Dobrindt ergänzte, es würden weitere Zentren gebaut, und Luckenwalde solle dafür als Lehrbeispiel dienen. Das Land werde mehr davon brauchen.
„Wir werden mehr davon bauen, wir werden mehr davon brauchen.“
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der an der Eröffnung teilnahm, sagte, das Zentrum zeige, dass das Rote Kreuz auf Einsatzbereitschaft und schnelle Reaktion setze. Er betonte, wirksame Hilfe beginne mit guter Vorbereitung. Während der Eröffnung führten Einsatzkräfte zudem eine simulierte Verlegung eines infektiösen Patienten, dargestellt durch eine Puppe im Isolator, in einen Rettungswagen vor. Teamleiter Uwe Steinke sagte, solche Verlegungen würden für Fälle vorbereitet, in denen etwa ein Patient aus einem Land mit Ebola-Ausbruch am BER ankomme; die Übung sei für erfolgreich erklärt worden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche WelleDeutsches Rotes Kreuz eröffnet KrisenhilfezentrumNiemiecki Czerwony Krzyż uruchamia centrum pomocy kryzysowej · Original auf Polnisch
- tagesschau.deBrandenburg: Bevölkerungsschutz: Wie sich Brandenburg auf den Ernstfall vorbereitet
- N-tvBerlin & Brandenburg: Dobrindt will bei Zivilschutz nachlegen
- tagesschau.deRotes Kreuz eröffnet größtes Bevölkerungsschutzzentrum in Brandenburg
- Alexander Dobrindt
- Bundesminister des Innern (CSU), der bei der Eröffnung sprach
- Hermann Gröhe
- Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
- Dietmar Woidke
- Ministerpräsident von Brandenburg (SPD), der an der Eröffnung teilnahm
- Orte
- Deutschland, Berlin
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