Sicherheit · Luckenwalde

Deutsches Rotes Kreuz eröffnet Standort Luckenwalde für bis zu 5.000 Menschen

Am Standort Luckenwalde lagern Zelte, Generatoren und Rettungswagen für Krisen von Hochwasser über Massenevakuierungen bis hin zu internationalen Notlagen; laut Deutschem Rotem Kreuz können die Bestände auch ins Ausland geschickt werden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, tagesschau.de, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Luckenwalde · Deutschland

Ein Lager für Krisenausrüstung

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat am Donnerstag, 29. Oktober 2026, sein Katastrophenschutzzentrum in Luckenwalde im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming eröffnet. Das Gelände umfasst rund 3,4 Hektar, etwa die Fläche von fünf Fußballfeldern, und ersetzt das frühere Zentrallager des DRK am Flughafen BER in Schönefeld, das zu klein geworden war. Dort lagern bereits Zelte und Notunterkunftsausrüstung für rund 1.000 Familien sowie Decken, Schlafsäcke, Feldbetten, Hygiene- und Babypakete und Küchenausstattung. DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte, vor Ort stünden mehr als 120 Fahrzeuge sowie Hunderte Tonnen Material und Ausrüstung bereit, darunter Rettungswagen, große Stromaggregate und Sauerstoffversorgungssysteme.

Module für bis zu 5.000 Menschen

Kernstück des Zentrums ist ein mobiles Betreuungsmodul, das in Container verladen, per Lkw zum Einsatzort gebracht und dort zu einer kleinen Stadt zusammengesetzt werden kann. Aufgebaut bietet es Schlafplätze, Sanitäranlagen, Verpflegung und medizinische Versorgung für bis zu 5.000 Menschen. Ein Feldlazarett steht gepackt bereit, um in Katastrophen- oder Konfliktgebiete geschickt zu werden; dort kann es binnen 72 Stunden aufgebaut werden und die medizinische Versorgung für bis zu 250.000 Menschen übernehmen, einschließlich Röntgen, Operationen und Geburtshilfe, mit eigener Strom- und Wasserversorgung. Eine separate mobile Einheit kann Fluss- oder Seewasser zu Trinkwasser für bis zu 15.000 Menschen aufbereiten.

Personen, die jede Kapazitätsangabe versorgen kannPersonen
Mobiles Betreuungsmodul
5000 Personen
Wasseraufbereitungsanlage
15000 Personen
Feldlazarett
250000 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Der Bund will bis zu zehn der Module für 5.000 Personen beschaffen und finanzieren. Die Investition in das Projekt wird mit 90 Millionen Euro beziffert.

Ehrenamt und die Notwendigkeit der Vorsorge

Dobrindt sagte, Ehrenamtliche erbrächten 95 Prozent des Schutzes, den der Staat seinen Bürgern zusage, und die Herausforderungen wüchsen weiter, weshalb die Politik ihre Arbeit mit ausreichender Finanzierung absichern müsse. Er verwies auf einen großen Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang dieses Jahres, ausgelöst durch Brandstiftung, bei dem Zehntausende Haushalte mehrere Tage lang auf Notstromaggregate angewiesen waren. Gröhe nannte die Flut im Ahrtal und die Flüchtlingsbewegung von 2015 als Beispiele für Lagen, in denen plötzlich sehr viele Menschen versorgt werden müssten, darunter Pflegebedürftige und Kranke, dazu Trinkwasser und Lebensmittel. Der Katastrophenschutz sei in den vergangenen Jahrzehnten in der Annahme zurückgefahren worden, das Land sei von Freunden umgeben, und seitdem nur teilweise wieder aufgebaut worden. Das Rote Kreuz habe 2023 entschieden, vorausschauend zu handeln, statt auf den Staat zu warten.

„Der Katastrophenschutz steht wieder ganz oben auf der Agenda.“

Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

Politische Reaktionen

Bei der Eröffnung sagte Dobrindt, der Bevölkerungsschutz sei wieder ein Kernbegriff der deutschen Politik, und Deutschland sei täglich Ziel hybrider Kriegsführung.

„Wir sind täglich Ziel hybrider Kriegsführung.“

Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern

Dobrindt ergänzte, es würden weitere Zentren gebaut, und Luckenwalde solle dafür als Lehrbeispiel dienen. Das Land werde mehr davon brauchen.

„Wir werden mehr davon bauen, wir werden mehr davon brauchen.“

Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der an der Eröffnung teilnahm, sagte, das Zentrum zeige, dass das Rote Kreuz auf Einsatzbereitschaft und schnelle Reaktion setze. Er betonte, wirksame Hilfe beginne mit guter Vorbereitung. Während der Eröffnung führten Einsatzkräfte zudem eine simulierte Verlegung eines infektiösen Patienten, dargestellt durch eine Puppe im Isolator, in einen Rettungswagen vor. Teamleiter Uwe Steinke sagte, solche Verlegungen würden für Fälle vorbereitet, in denen etwa ein Patient aus einem Land mit Ebola-Ausbruch am BER ankomme; die Übung sei für erfolgreich erklärt worden.

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