KI-generiert·Mehr erfahren
© der Standard
Fußball·vor 3 Std.

Cristiano Ronaldo erzielt zwei Tore, stellt WM-Rekord auf und überlässt Freistoß beim 5:0-Sieg Portugals gegen Usbekistan

Cristiano Ronaldo wurde der erste Spieler, der bei sechs Weltmeisterschaften traf, nachdem er beim 5:0-Gruppensieg Portugals gegen Usbekistan zweimal netzte. Dann trat er beiseite, um Nuno Mendes einen Freistoß verwandeln zu lassen – eine Geste, die als Beweis für den Teamgeist gefeiert wurde.

Rekordnacht in Houston

Portugal erholte sich von einem enttäuschenden 1:1 gegen die DR Kongo mit einem überzeugenden 5:0-Sieg gegen Usbekistan im NRG Stadium. Cristiano Ronaldo traf in der 6. und 39. Minute und wurde damit der erste Spieler der Geschichte, der bei sechs verschiedenen WM-Endrunden ein Tor erzielte. Der 41-Jährige hatte den Rekord von fünf Turnieren zuvor mit Lionel Messi geteilt, der 2010 in Südafrika kein Tor erzielt hatte. Die beiden Tore brachten Ronaldo zudem auf insgesamt zehn WM-Tore und er zog an der portugiesischen Legende Eusébio in der ewigen Bestenliste vorbei.

Der Freistoß, der Kritiker zum Schweigen brachte

Der meistdiskutierte Moment ereignete sich jedoch in der ersten Halbzeit, als Portugal einen Freistoß aus vielversprechender Position zugesprochen bekam. Anstatt selbst zu schießen, trat Ronaldo zur Seite und überließ Linksverteidiger Nuno Mendes den Vortritt, und der Paris-Saint-Germain-Spieler zirkelte den Ball ins Eck zum 2:0. Die Geste wurde weithin als Antwort auf die wachsende Kritik interpretiert, Ronaldos Präsenz habe die Mannschaftsharmonie gestört. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Robin Gosens, der als Experte für die ARD arbeitete, beschrieb die Symbolik.

Ich glaube, dass über diese Situation mehr gesprochen wird als über die beiden Tore. Das hat eine riesige symbolische Wirkung – und erstickt auch die Diskussion, ob es interne Spannungen gibt. Für Ronaldos Image ist das ein toller Moment. Dass er den Freistoß nicht selbst nimmt, zeigt, wie intakt diese Mannschaft ist – und wie sehr sie ihn mögen. Er gönnt es ihnen auch.

Eine Karriere mit sechs Turnieren

Ronaldos erstes WM-Tor erzielte er 2006 gegen den Iran, damals war er erst 21 Jahre alt. 2010 und 2014 traf er jeweils einmal, bevor er bei der WM 2018 in Russland mit vier Treffern einen produktiven Lauf hatte. Ein Elfmeter gegen Ghana 2022 machte ihn zum ersten Mann, der bei fünf Turnieren traf. Nun, mit seinem Doppelpack in Houston in der ersten Halbzeit, steht er mit Toren bei sechs Endrunden allein da. Die Leistung unterstreicht eine im modernen Fußball beispiellose Langlebigkeit – seine 144 Länderspieltore in 230 Einsätzen machen ihn zu einer der beständigsten Ikonen des Sports.

Cristiano Ronaldos WM-Tore nach Turnier
2006
1
2010
1
2014
1
2018
4
2022
1
2026
2

Spieldetails und Gruppenausblick

Portugal erhöhte in der 60. Minute durch ein Eigentor von Usbekistans Torhüter Abduvokhid Nematov auf 4:0, und der eingewechselte Rafael Leão sorgte in der 87. Minute für den Endstand. Der Sieg brachte Portugal auf vier Punkte in der Gruppe K und positionierte das Team nach dem Auftakt-Unentschieden stark für die K.o.-Phase. Usbekistan, das bei seiner ersten WM teilnimmt, kassierte die zweite Niederlage in Folge und steht vor dem Aus.

Schlüsselmomente: Portugal 5-0 Usbekistan
  1. 6. Minute – Ronaldo staubt zum 1:0 für Portugal ab
  2. 17. Minute – Nuno Mendes trifft nach Ronaldos Verzicht zum 2:0
  3. 39. Minute – Ronaldo erzielt sein zweites Tor, Portugals drittes
  4. 60. Minute – Eigentor von Usbekistans Keeper Nematov (4:0)
  5. 87. Minute – Einwechselspieler Rafael Leão besiegelt den 5:0-Sieg

Hintergrund und Kritik

Der deutliche Sieg kam nach einer scharfen Prüfung. Nach dem schwachen Unentschieden gegen die DR Kongo hatten portugiesische Medien und Fans infrage gestellt, ob Ronaldo auf die Bank gesetzt werden sollte – so wie es während der WM 2022 unter dem damaligen Trainer Fernando Santos geschehen war. Der aktuelle Cheftrainer Roberto Martínez stellte den Kapitän erneut auf, und Ronaldos Lauf- und Abschlussstärke brachte viele Zweifler zum Verstummen. Die Debatte hält jedoch an, ob der 41-Jährige gegen absolute Spitzengegner noch dominieren kann.

Houston

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport
Artikel lesen
Artikel lesen
Artikel lesen