
Cristiano Ronaldo gefällt Video, das Portugal-Teamkollegen nach Kader-Abgang kritisiert
Cristiano Ronaldo hat einen Instagram-Clip des ehemaligen brasilianischen Nationalspielers Felipe Melo mit einem Like versehen, in dem Portugals Spielern vorgeworfen wird, ihren Kapitän nicht zu unterstützen – nach Ronaldos Abreise aus dem Trainingslager der Nationalmannschaft.
Social-Media-Aktivität nach dem Verlassen des Trainingslagers
Cristiano Ronaldo hat ein Instagram-Video mit einem Like versehen, in dem seine Kollegen in der portugiesischen Nationalmannschaft dafür kritisiert werden, ihn nicht zu unterstützen. Die Reaktion folgte auf die Abreise des 41-jährigen Angreifers aus dem Trainingslager der Nationalmannschaft am Mittwoch, dem 30. September 2026. Nach dem Verlassen des Kaders erklärte der ehemalige Real-Madrid-Angreifer, der heute für den saudi-arabischen Klub Al Nassr spielt, in den sozialen Medien, er werde die vollständigen Umstände zu einem späteren Zeitpunkt darlegen.
Der online kursierende Videoclip stammte aus dem brasilianischen Fernsehen und erregte rasch breite Aufmerksamkeit auf den sozialen Plattformen. Die portugiesische Sportzeitung A Bola verzeichnete zunächst 27.000 Likes für das Material, spätere von Diario de Noticias gemeldete Messungen überschritten 236.000 Likes. Ronaldos öffentliche Interaktion mit dem Kommentar rückte das Verhältnis zwischen dem Kader, dem Verband und dem langjährigen Kapitän erneut in den Fokus.
- Cristiano Ronaldo verlässt das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft
- Portugal besiegt Dänemark in der UEFA Nations League mit 4:2
- Felipe Melo kritisiert den portugiesischen Kader in der SporTV-Sendung
- Cristiano Ronaldo liked den Instagram-Clip mit Melos Äußerungen
Felipe Melos Fernsehkritik
Der ehemalige brasilianische Nationalspieler Felipe Melo, der früher für Fluminense und Palmeiras spielte, äußerte die Kritik am Freitag in der Sendung Selecao auf SporTV. Melo stellte das Umfeld um Ronaldo in Portugal dem Umgang gegenüber, den Lionel Messi von der argentinischen Nationalmannschaft erfährt.
Es gibt einen grotesken Unterschied darin, wie portugiesische Teamkollegen Cristiano Ronaldo behandeln und wie argentinische Spieler Lionel Messi behandeln.
Melo erklärte, Portugals Spieler zeigten ihrem Kapitän zu wenig Respekt, und argumentierte, gegnerische Teams brächten Ronaldo oft mehr Wertschätzung entgegen als seine eigenen Teamkollegen. Er führte an, dass niemand im portugiesischen Kader an Ronaldos Erfolge heranreiche und dass die Führung der Nationalmannschaft den Abgang nicht mit der gebotenen Sorgfalt behandelt habe.
Es fehlt an Kommunikation, Intelligenz und Weisheit, um mit einem Spieler von der Größe eines Cristiano Ronaldo umzugehen.
Reibungen während des Spiels gegen Dänemark
Um sein Argument zum Respekt von Gegnern zu belegen, verwies Melo auf Dänemarks 2:4-Niederlage gegen Portugal in der Nations League am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026. In diesem Spiel traf Napoli-Angreifer Rasmus Højlund für Dänemark und geriet in eine körperliche Auseinandersetzung mit Trainer Jorge Jesus. Melo merkte an, dass Højlund Ronaldo als sein persönliches Idol verehrt, und stellte diese Bewunderung von außen der Stimmung innerhalb des portugiesischen Kaders gegenüber.
Man kann den Größten der Geschichte nicht einfach so gehen lassen, aus dem Nichts.
Melo merkte an, dass Portugal seine erfolgreichste Ära erlebte, nachdem Ronaldo in die A-Nationalmannschaft gekommen war, und eine Siegerkultur etablierte, die Titel bei internationalen Turnieren hervorbrachte. Er erklärte, der Verband und der Kader müssten Ronaldo in die Gruppe eingebunden halten, auch wenn er nicht direkt auf dem Platz stehe.
Kaderdynamik und Kommentare
In derselben SporTV-Sendung kritisierte Kommentator Paulo Nunes den portugiesischen Mittelfeldspieler Vitinha dafür, Ronaldo in Interviews nach dem Spiel nicht erwähnt und behauptet zu haben, das Team spiele aus eigener Kraft gut. Die Runde verglich Portugals Umgang mit der Situation damit, wie die brasilianische Nationalmannschaft ihren Starstürmer Neymar managt.
Ronaldo hat keine weiteren öffentlichen Erklärungen zu dem Video oder seiner Interaktion damit abgegeben. Portugiesische Medien stellten fest, dass seine Online-Zustimmung die anhaltenden Spannungen zwischen dem langjährigen Kapitän, seinen Teamkollegen und Trainer Jorge Jesus nach seinem abrupten Ausscheiden aus der Nationalmannschaft bestätige.

