Regierung · Rom
Eine Million Menschen beim Rom Pride: Israel-Palästina-Streit und Pfefferspray-Angriffe zerreißen die Parade
Eine Million Menschen starke Rom Pride-Parade war von propalästinensischen Gesängen, der Ausweisung eines konservativen Politikers und Pfefferspray-Angriffen auf Aktivisten geprägt und offenbarte tiefe Risse in Italiens LGBTQ+-Bewegung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, lastampa.it, Fanpage und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Organisatoren gaben eine Million Teilnehmer beim Rom Pride an, was ihn zur größten Straßendemonstration Italiens macht.
Die jüdische LGBTQ+-Gruppe Keshet Italia wurde zunächst von der Parade ausgeschlossen, durfte dann nach Vermittlung des Rathauses teilnehmen, wurde aber mit Feindseligkeit und Rufen wie 'Raus mit den Zionisten' empfangen.
Mario Adinolfi von der Popolo della Famiglia provozierte eine Reaktion der Menge, indem er eine israelische Flagge entrollte, was zu seiner Entfernung durch die Polizei führte. Francesca Pascale mit einem Gay-Conservatives-Banner wurde ebenfalls weggeführt.
Der Gender-X-Wagen wurde während des Marsches zweimal mit Pfefferspray angegriffen, einmal zu Beginn und erneut in der Nähe des Kolosseums.
Die Veranstaltung offenbarte Spannungen zwischen linksgerichteten Organisatoren und konservativen oder jüdischen Teilnehmern, während Spitzenpolitiker die Bühne nutzten, um schnellere Gesetzesreformen zu fordern.
Die Parade
Schätzungsweise eine Million Menschen füllten am 20. Juni die Straßen Roms für den jährlichen Pride-Marsch, der sich von der Piazza della Repubblica bis zu den Caracalla-Thermen erstreckte. Mehr als 30 Wagen und eine breite Koalition politischer Persönlichkeiten schlossen sich dem Zug an, den die Organisatoren als Verteidigung der Verfassungswerte zum 80. Jahrestag der Italienischen Republik darstellten. Rosario Coco, Präsident von Gaynet, sagte der Menge, die Veranstaltung sei „die größte Straßendemonstration Italiens“ und warf sowohl der Rechten als auch einem zaghaften Mitte-Links-Lager vor, die Gleichstellung auszubremsen.
„Der Pride bestätigt sich als die größte Straßendemonstration Italiens und stellt heute sowohl die Politik, die auf Ignoranz setzt, als auch die falsche progressive Politik, die in den letzten zehn Jahren wenig oder nichts getan hat, in Frage.“
Die Israel-Palästina-Spaltung
Wochen der Spannungen im Nahen Osten entluden sich bei der Veranstaltung. Die Organisatoren hatten zunächst die jüdische LGBTQ+-Vereinigung Keshet Italia ausgeschlossen, weil sie sich weigerte, ein Dokument zu unterzeichnen, das den „Völkermord in Gaza“ verurteilte. Nach Vermittlung durch das Rathaus von Rom durfte Keshet zwei Stunden nach Beginn an der Parade teilnehmen, ohne Wagen in einem gesicherten Abschnitt. Ihre Mitglieder entrollten eine Regenbogenflagge mit einem Davidstern und dem Slogan „Raus mit dem Antisemitismus aus allen Prides“, wurden jedoch mit Pfiffen und Rufen wie „Raus mit den Zionisten aus dem Marsch“ empfangen.
„Wir haben das Recht bekommen, in einem sicheren Abschnitt zu marschieren, ohne Wagen.“
Unterdessen zeigten Wagen umgedrehte Abbilder von Donald Trump, Elon Musk, Benjamin Netanyahu, J.K. Rowling und Giulia Bongiorno, neben Bannern mit der Aufschrift „F*** Zionismus“ und palästinensischen Flaggen. Die Atmosphäre unterstrich eine Spaltung, die bereits sichtbar war, als die konservative Schwulenrechtsaktivistin Francesca Pascale von den Organisatoren wegen ihrer Mitte-rechts-Zugehörigkeit ausgeschlossen wurde.
„Ich finde es absurd, dass dieser Pride mit einer Organisation begann, die eher aus- als einschloss. Leider waren die Organisationen schon immer links, und da ich mich für Bürgerrechte von rechts eingesetzt habe, werde ich diskriminiert.“
Adinolfi und Pascale des Platzes verwiesen
Die heftigste Konfrontation brach aus, bevor der Marsch begann, als Mario Adinolfi (einige Medien berichten von Massimo Adinolfi), Anführer der ultrakonservativen Popolo della Famiglia, auf der Piazza della Repubblica eintraf und eine israelische Flagge schwenkte. Er wurde schnell von Demonstranten umringt, die „Geh weg!“, „Verbrecher!“ und „Delinquent!“ riefen. Die Polizei griff ein, um ihn von der Parade wegzubringen, und stellte die Flagge wieder her, nachdem sie ergriffen worden war.
„Sie haben mich gestoßen, geschlagen und an der Jacke gezogen. Sie haben mich am Gehen gehindert und aus dem Zug geführt, weil ich als unerwünscht galt – so viel zum inklusiven Marsch.“
Adinolfi konterte gegenüber der Menge: „Das sind Regenbogenfaschisten.“ Fabrizio Marrazzo, Sprecher der Gay Party, entgegnete, Adinolfi habe eine lange Geschichte von anti-LGBTQ+-Äußerungen und sei nur gekommen, um zu provozieren, während Aktivisten sagten, sie hätten mit der Polizei zusammengearbeitet, um ihn zu entfernen. Augenblicke später erschien Pascale mit einem Banner der Gay Conservatives and Liberals und wurde ebenfalls weggeführt.
„Dieser Platz umfasst nicht die Familien, denen die Politik Rechenschaft schuldet. Wir brauchen Bürgerrechte, und die Rechte muss sich genauso darum kümmern wie die Linke. Wir setzen hier unser Leben aufs Spiel; unser Recht, hier zu sein, ist das Recht aller, niemand ausgeschlossen.“
Angriffe mit Pfefferspray auf Gender X
Abseits der politischen Rangeleien wurde der Wagen der Gender X-Vereinigung zweimal mit Pfefferspray angegriffen, das erste Mal vor dem Aufbruch auf der Piazza della Repubblica und das zweite Mal mehrere Stunden später in der Nähe des Kolosseums. Niemand wurde ernsthaft verletzt, aber Aktivisten beschrieben den Angriff als beängstigend und beschämend. Die Polizei nahm offizielle Anzeigen entgegen.
Politische Stimmen
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri marschierte in der ersten Reihe mit der Trikolore-Schärpe. Er nannte die Gesetzgebung des Landes rückständig und forderte schnellere Fortschritte bei den Gleichberechtigungen. Laura Boldrini, Abgeordnete der Demokratischen Partei und Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses der Abgeordnetenkammer, sagte, solange Rechte nicht identisch seien, blieben sie Privilegien, während Nicola Fratoianni betonte, dass die italienische Gesellschaft ihrer politischen Klasse in LGBTQ+-Fragen weit voraus sei.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- il Giornale.itLa sfilata del Pride tra cori pro Pal e insulti agli ebrei
- lastampa.itRoma, pride di lotta e contestazioni tra fischi dei Pro Pal e spray urticante al carro Gender X
- FanpageMigliaia di persone al Roma Pride 2026: "Ci battiamo per l'uguaglianza". Contestato Adinfoli con bandiera di Israele
- Il Fatto QuotidianoAdinolfi e Pascale si presentano al Pride con le bandiere di Israele e dei "Gay conservatori"
- Mario Adinolfi
- Anführer der ultrakonservativen Popolo della Famiglia; einige Quellen identifizieren ihn als Massimo Adinolfi.
- Francesca Pascale
- Gründerin der Bewegung Gay Conservatives and Liberals, ehemalige Partnerin von Silvio Berlusconi.
- Rosario Coco
- Präsident von Gaynet und Organisator des Rom Pride.
- Roberto Gualtieri
- Bürgermeister von Rom, marschierte in der Parade.
- Fabrizio Marrazzo
- Sprecher der Partito Gay Lgbt (Gay Party).
- Laura Boldrini
- Abgeordnete der Demokratischen Partei und Präsidentin des Ständigen Ausschusses für Menschenrechte der Abgeordnetenkammer.
- Nicola Fratoianni
- Linkspolitiker, der sich an die Menge wandte.
- Raffaele Sabbadini
- Präsident der jüdischen LGBTQ+-Vereinigung Keshet Italia.
- Orte
- Rom
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