Gesundheit & Bildung · Coredo und Trient

Mattia Maestri stirbt mit 13 Jahren nach neunjährigem Koma durch E. coli in Rohmilchkäse

Mattia Maestri war vier Jahre alt, als ein Stück Rohmilchkäse, das mit E. coli kontaminiert war, ihn ins Koma versetzte. Neun Jahre später ist der italienische Junge gestorben, und sein Vater drängt auf verpflichtende Gesundheitswarnungen auf unpasteurisierten Milchprodukten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Open, FAKT24.pl, HotNews.ro und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Coredo, Trient · Italien
Wie es dazu kam
  1. Juli 2024Berufungsgericht Trient bestätigt die Verurteilungen und setzt eine vorläufige Entschädigung von einer Million Euro fest.
  2. 5.03.Kassationsgerichtshof erklärt die Rechtsmittel der Angeklagten für unzulässig und macht die Verurteilungen rechtskräftig.
  3. 2.08.Mattia Maestri stirbt im Alter von 13 Jahren nach neun Jahren im vegetativen Zustand.

Die Infektion und das neunjährige Koma

Am 5. Juni 2017 aß der vierjährige Mattia Maestri ein Stück seines Lieblingskäses, Due Laghi, hergestellt von einer Molkerei in Coredo, Trentino. Der Käse wurde aus Rohmilch hergestellt, die mit Shiga-Toxin-produzierenden Escherichia coli (STEC) kontaminiert war. Innerhalb weniger Stunden bekam er schwere Bauchkrämpfe und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

„Mattia verlangte nach seinem üblichen Käse, 'Due Laghi'. Wir wussten nicht, dass er sowohl aus pasteurisierter als auch aus Rohmilch hergestellt wurde. Er wurde als Snack für Kinder vermarktet. An jenem Abend hatte Mattia schreckliche Krämpfe.“

Giovanni Battista Maestri

Die Ärzte diagnostizierten zunächst fälschlicherweise eine Blinddarmentzündung und operierten. Die Infektion löste ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) aus, eine seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation, die irreversible Hirnschäden verursachte. Mattia fiel ins Koma und erwachte nie wieder. Neun Jahre lang verharrte er in einem vegetativen Zustand, blind, gelähmt, über eine Magensonde ernährt, mit bis zu 40 epileptischen Anfällen pro Tag und 47 Medikamenten täglich.

Rechtliche Konsequenzen

Der Fall führte zu jahrelangen Strafverfahren. Im Dezember 2023 verurteilte ein erstinstanzliches Gericht Lorenzo Biasi, damals Präsident des Caseificio Sociale di Coredo, und den Käser Gianluca Fornasari wegen sehr schwerer fahrlässiger Körperverletzung. Das Berufungsgericht in Trient bestätigte die Urteile im Juli 2024 und setzte eine vorläufige Entschädigung von einer Million Euro fest, davon 600.000 Euro für Mattia und je 200.000 Euro für die Eltern. Am 5. März 2025 erklärte der Kassationsgerichtshof die Rechtsmittel der Angeklagten für unzulässig, machte die Verurteilungen rechtskräftig und bestätigte den Kausalzusammenhang zwischen dem kontaminierten Käse und den Verletzungen des Kindes. Ein Kinderarzt, der sich geweigert hatte, Mattia in der Notaufnahme zu untersuchen, wurde ebenfalls wegen Fahrlässigkeit und Dienstpflichtverletzung angeklagt.

Vaters Kampagne für Warnhinweise

Giovanni Battista Maestri lehnte eine finanzielle Entschädigung ab und kanalisierte seine Trauer in eine öffentliche Kampagne. Er gründete einen Verbraucherverband für Opfer von inhärent gefährlichen Lebensmitteln, veröffentlichte ein Buch über die Risiken von Rohmilchkäse und sprach vor dem italienischen Parlament, um verpflichtende Gesundheitswarnungen auf solchen Produkten zu fordern, ähnlich denen auf Zigarettenpackungen. Er hat angekündigt, Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gegen die Verantwortlichen für die Käseproduktion zu erstatten.

„Ich habe es nicht geschafft, mein Kind zu retten. Aber ich werde viele andere retten.“

Giovanni Battista Maestri

Warnung der Gesundheitsbehörden

Das Istituto Superiore di Sanità (ISS) verstärkte nach Mattias Tod die Präventionskampagne des Gesundheitsministeriums und erklärte, dass der Verzehr von Rohmilchkäse für Kinder unter fünf Jahren „absolut nicht empfohlen“ werde, wenn die Produktionsprozesse keine Sicherheit gewährleisten könnten. Das natürliche Reservoir der Bakterien sind Rinder, Schafe und Ziegen, und eine Kontamination erfolgt häufig während des Melkens. Während die meisten gereiften Rohmilchkäse ein geringes Risiko darstellen, bergen frische, handwerklich hergestellte oder Alpenprodukte eine nicht zu vernachlässigende Gefahr. Im Jahr 2025 verzeichnete Italien 43 Fälle von hämolytisch-urämischem Syndrom, alle bei Kindern unter 15 Jahren, wobei der Sommer die höchste Risikoperiode darstellt. Die pädiatrische Nephrologin Marina Vivarelli warnte, dass das Shiga-Toxin bei Erwachsenen eine Gastroenteritis verursachen kann, bei kleinen Kindern jedoch ein schweres HUS auslösen kann, das zu Nierenversagen, neurologischen Schäden oder zum Tod führt.

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