
Kölner Polizei ermittelt gegen zwei Tatverdächtige, nachdem ein Roboter ein 16-jähriges Mädchen berührt haben soll
Die Kölner Polizei teilt mit, ein 1,20 Meter großer Roboter habe kurz vor Mitternacht das Gesäß einer 16-Jährigen berührt und Stoßbewegungen ausgeführt, während sein 16-jähriger Besitzer und ein 19-jähriger Begleiter die Szene filmten und live streamten.
Was die Polizei schildert
Nach Angaben der Kölner Polizei näherte sich ein rot-goldener Roboter von etwa 1,20 Metern Höhe in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2026 kurz vor Mitternacht auf einer Straße in der Innenstadt einem 16-jährigen Mädchen von hinten. Das Mädchen stand mit zwei Freundinnen im Alter von 17 und 18 Jahren vor einem Fast-Food-Restaurant; die Polizei gibt den Zeitpunkt zwischen 23:45 Uhr und Mitternacht an. Laut der Polizeimitteilung berührte der Roboter sie am Gesäß und führte anschließend wiederholt Stoßbewegungen gegen sie von hinten aus. Das Mädchen erschrak, schrie und trat zur Seite. Ein virales TikTok-Video zeigt, wie der Roboter, begleitet von seinen Besitzern, sich gegen das Mädchen drückt, während sie zurückweicht.
Tatverdächtige und Vorwurf
Das Kriminalkommissariat ermittelt gegen den 16-jährigen Besitzer des Roboters und seinen 19-jährigen Begleiter wegen des Verdachts der sexuellen Beleidigung, einer Straftat, die mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Die Polizei teilt mit, die beiden hätten die Szene gefilmt, live in sozialen Medien gestreamt und das Geschehen kommentiert. Beamte wurden alarmiert und erreichten den Bereich kurz darauf. Sie fanden beide Tatverdächtigen zusammen mit dem Roboter im Kofferraum eines VW, wo der 16-Jährige ihn verstaut hatte. Die Polizei stellte den Roboter und die Mobiltelefone der beiden Tatverdächtigen im Rahmen der Ermittlungen sicher.
- Das Mädchen steht mit zwei Freundinnen vor einem Fast-Food-Restaurant
- Der Roboter nähert sich von hinten, berührt ihr Gesäß und führt Stoßbewegungen aus
- Die Polizei findet beide Tatverdächtigen und den Roboter im Kofferraum eines VW
- Die Kölner Polizei gibt die Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Beleidigung bekannt
Online-Publikum und virale Verbreitung
Nach Angaben der Polizei wurde der mutmaßliche Übergriff für ein Online-Publikum inszeniert; den beiden Tatverdächtigen wird vorgeworfen, ihn live übertragen und dabei gesprochen zu haben. Ähnliche Videos desselben Roboters kursieren zahlreich im Netz, und die Polizei prüft nun auch dieses Material. Die Ermittler untersuchen, ob die beiden den Vorfall gezielt für ihre Zuschauer inszeniert haben; diese Frage ist Teil der Ermittlungen. Der virale TikTok-Clip ist bislang die am weitesten verbreitete Aufnahme des Vorfalls. Das Mädchen und ihre Freundinnen werden in der Polizeimitteilung nicht namentlich genannt, und die Ermittlungen richten sich auf das Verhalten der Tatverdächtigen, nicht auf ein darüber hinausgehendes Muster von Vorfällen.
Offene Fragen
Die Polizei teilt mit, sie wisse noch nicht, wie der Roboter zum Zeitpunkt des Vorfalls funktionierte. Die Ermittler prüfen, ob eine Person seine Bewegungen gezielt steuerte oder ob das Gerät selbstständig handelte. Der sichergestellte Roboter und die Telefone sind für diese Frage zentral. Solange sie nicht geklärt ist, bleibt die Rolle des 16-jährigen Besitzers und des 19-jährigen Begleiters bei dem mutmaßlichen Übergriff Gegenstand der Ermittlungen.


