Makroökonomie · Lissabon
Bank von Portugal hält Wachstum bei 1,8 %, hebt Inflation auf 3,1 % an und warnt vor Ausgaben
Der Juni-Bericht der Bank von Portugal belässt die BIP-Prognose für 2026 bei 1,8 %, hebt jedoch die Inflationserwartung auf 3,1 % an und warnt, dass die Nettoausgaben weit über den EU-vereinbarten Grenzen liegen, was künftige fiskalische Spielräume gefährdet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Publico und Observador. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Bank von Portugal hält ihre BIP-Wachstumsschätzung für 2026 bei 1,8 %, unter der 2%-Prognose der Regierung, mit 1,6 % für 2027 und 1,8 % für 2028.
Die Inflationsprognose für 2026 wird um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 % angehoben, was höhere Energie- und Düngemittelkosten widerspiegelt; eine Rückkehr auf 2 % wird erst für 2028 erwartet.
Die Zentralbank prognostiziert für dieses Jahr ein Defizit von 0,2 % des BIP und kehrt damit den Überschuss von 2025 um; die Regierung strebt weiterhin einen Überschuss von 0,1 % an.
Das Nettoausgabenwachstum von 5,6 % übersteigt die mit Brüssel vereinbarte Vorgabe von 3,6 % und droht bis 2027 die Kontrollschwellen zu verletzen.
Die Schuldenquote soll von 89,7 % im Jahr 2025 auf 79,5 % im Jahr 2028 sinken und damit unter den Durchschnitt der Eurozone fallen, doch der Gouverneur warnt vor Selbstzufriedenheit.
Stabiles Wachstum unter dem Regierungsziel
Die Bank von Portugal hält das BIP-Wachstum für 2026 bei 1,8 %, unverändert gegenüber März, und prognostiziert 1,6 % bzw. 1,8 % für 2027 und 2028. Dies liegt unter der Prognose der Regierung von 2 % für 2026 – eine Differenz, die die Zentralbank auf ein schwierigeres internationales Umfeld zurückführt.
Inflation aufgrund von Energie- und Dienstleistungskosten nach oben korrigiert
Die Inflationsprognose für 2026 wurde von 2,8 % im März auf 3,1 % angehoben, getrieben durch höhere Öl- und Düngemittelpreise sowie eine hartnäckige Dienstleistungsinflation. Der Bericht geht von einem durchschnittlichen Ölpreis von 82,9 € pro Barrel aus und merkt die jüngste Verlängerung der Waffenruhe zwischen Iran und den USA an, ohne sie jedoch in die Prognose einzubeziehen, da diese den Energietransport durch die Straße von Hormus erleichtern könnte.
- 2026
- 3.1 %
- 2027
- 2.4 %
- 2028
- 2 %
Daten aus dem Artikeltext
Defizit kehrt nach einem Überschussjahr zurück
Nach einem Überschuss im Jahr 2025 prognostiziert die Bank von Portugal für 2026 ein Defizit von 0,2 % des BIP, das sich 2027 und 2028 auf 0,5 % ausweiten soll. Das Finanzministerium strebt weiterhin einen Überschuss von 0,1 % an. Gouverneur Álvaro Santos Pereira bezeichnete die Lücke als gering:
„Wir sprechen hier von Werten, die sehr nahe bei Null liegen. Es gibt offensichtlich Spielraum, um einen Überschuss zu erreichen; alles hängt von der Regierung und der Wirtschaft ab.“
- Banco de Portugal
- -0.2 %
- Regierungsziel
- 0.1 %
Daten aus dem Artikeltext
Öffentliche Ausgaben verletzen EU-Vorgaben
Die Nettoausgaben wachsen zwischen 2025 und 2028 um durchschnittlich 5,6 % und liegen damit weit über der vereinbarten Vorgabe von 3,6 %. Der Bericht warnt, dass dies bis 2027 die EU-Kontrollschwellen verletzen könnte, ein Defizitverfahren wird jedoch nicht erwartet, da der Haushaltssaldo nahe am Gleichgewicht bleibt.
„Das Wachstum der Nettoausgaben über die von den europäischen Regeln gesetzten Grenzen hinaus birgt Risiken für die haushaltspolitische Nachhaltigkeit, auch wenn dies nicht die Einleitung eines Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit nach sich zieht.“
Resilienz bei gleichzeitiger Vorsicht
Die Bank von Portugal betont, dass die Wirtschaft besser aufgestellt ist als 2022, mit geringerer Energieabhängigkeit und Verschuldung. Die Staatsverschuldung ist auf dem Weg, von 89,7 % des BIP im Jahr 2025 auf 79,5 % im Jahr 2028 zu sinken und damit unter den Durchschnitt der Eurozone zu fallen. Der Gouverneur warnte jedoch angesichts des demografischen Drucks und externer Unsicherheiten vor Selbstzufriedenheit.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SAPOBanco de Portugal coloca inflação nos 3,1% e economia a crescer 1,8%
- SAPOBdP mantém previsão de crescimento da economia de 1,8% para este ano
- PublicoBanco de Portugal prevê crescimento abaixo de 2% e regresso a défice este ano
- Observador"Riscos para sustentabilidade orçamental". Banco de Portugal avisa que despesa pública está a subir mais do que as regras europeias permitem
- Álvaro Santos Pereira
- Gouverneur der Bank von Portugal
- Joaquim Miranda Sarmento
- Portugiesischer Finanzminister
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