Verkehr · Hamburg

Hamburgs neue 3.700-Tonnen-Sternbrücke rollt auf 1.088 Rädern auf die Straße – endgültige Platzierung am Donnerstag

Das 108 Meter lange Stahlbauwerk wurde am Mittwoch 50 Meter seitlich auf die Max-Brauer-Allee verschoben. Für Donnerstag ist eine weitere, mehrere hundert Meter lange Straßenfahrt zum endgültigen Standort am Stresemannstraßen-Kreuz geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Spiegel Online und ZEIT ONLINE. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Hamburg · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 30.07.Brücke mehrere hundert Meter zum endgültigen Standort an der Kreuzung Stresemannstraße transportiert
  2. 31.07.Brücke soll bis zum Wochenende eingebaut sein
  3. 31.08.Geplante Wiedereröffnung für den Schienenverkehr

Die erste seitliche Verschiebung

Eine 3.700 Tonnen schwere Stahl-Eisenbahnbrücke hat am Mittwoch ihr erstes großes Manöver im Hamburger Stadtteil Sternschanze absolviert: Sie wurde rund 50 Meter seitlich von ihrer Montagestelle auf die Max-Brauer-Allee verschoben. Die Operation, die von mehreren hundert Schaulustigen verfolgt wurde, dauerte etwa eine halbe Stunde und nutzte 48 selbstfahrende Modultransporter (SPMT) mit insgesamt 1.088 Rädern, die sich jeweils um 360 Grad drehen können. Die Fahrbahnoberfläche war zuvor um durchschnittlich 60 Zentimeter aufgestockt und mit Stahlplatten belegt worden, um die Last zu verteilen.

„Ich bin sehr zufrieden und voller Freude.“

Janna Widmaier

Die Deutsche-Bahn-Projektleiterin Janna Widmaier sagte, ihr Team habe jahrelang auf die Termine am Mittwoch und Donnerstag hingearbeitet. Lars de Haas, Projektmanager der niederländischen Firma Mammoet, die die seitliche Verschiebung durchführte, stellte fest, dass die Operation etwas früher als geplant abgeschlossen wurde.

„Wir waren etwas schneller als geplant. Das gibt uns mehr Ruhe für die restlichen Arbeiten.“

Lars de Haas

Anheben auf Einbauhöhe

Im Laufe des Mittwochs sollte das 108 Meter lange und 21 Meter breite Bauwerk hydraulisch auf eine Höhe von sechs Metern über Straßenniveau angehoben werden – die Höhe, in der es letztlich eingebaut wird. Widmaier bestätigte, dass für den Hebeprozess acht Stunden eingeplant waren. Die Abfolge von seitlicher Verschiebung und anschließendem hydraulischem Anheben war als zweistufiger Zwischenschritt konzipiert, bevor die Brücke zu ihrem endgültigen Standort transportiert wird.

Donnerstags Straßentransport durch enge Passagen

Die heikelste Phase bleibt der mehrere hundert Meter lange Straßentransport zum endgültigen Standort an der Kreuzung Stresemannstraße, der nun auf Donnerstag vorgezogen wurde. Widmaier sagte dem NDR, die Route umfasse sehr enge Passagen, darunter eine Stelle, an der die Brücke einen Balkon mit nur 40 Zentimetern Abstand passieren müsse. Ursprünglich war der Transport für einen Tag später geplant, doch die Deutsche Bahn zog den Zeitplan vor. Die Brücke soll bis zum Wochenende eingebaut sein.

„Es gibt einige sehr enge Stellen, die wir passieren müssen. Bei Tageslicht ist es etwas klarer.“

Janna Widmaier

Warum die alte Brücke ersetzt wird

Die Sternbrücke trägt die Verbindungsbahn, eine zentrale Verbindung im Hamburger Schienennetz zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Altona. Vor der aktuellen Sperrung überquerten täglich rund 900 Regional-, Fern- und S-Bahn-Züge ihre vier Gleise. Nach rund 100 Jahren Betrieb hatte die Stahlkonstruktion das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Die Deutsche Bahn nannte den Zustand des eingebauten Stahls und andere Faktoren als Gründe für die Entscheidung zum Ersatz. Der Rückbau der alten Eisenbahnbrücke begann am 24. Juli, die neue Brücke soll am 31. August für den Schienenverkehr freigegeben werden.

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