Wirtschaft · Düsseldorf und Berlin
Rheinmetall senkt Umsatzprognose für 2026 um 300 Mio. Euro, nachdem Berlin das F-126-Fregattenprogramm streicht
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall senkte seine Umsatzprognose für 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, nachdem Berlin das milliardenschwere F-126-Fregattenprogramm gestrichen hatte, obwohl die Umsätze im ersten Halbjahr um 39 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro stiegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, France 24, LesEchos.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Unternehmen senkte seine Umsatzprognose für 2026 um 300 Millionen Euro an beiden Enden, von 14,0 auf 14,5 Milliarden Euro auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, nachdem Berlin das F-126-Fregattenprogramm im Juni gestrichen hatte.
Der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 erreichte 5,2 Milliarden Euro (plus 39 % im Jahresvergleich) und das operative Ergebnis stieg auf 786 Millionen Euro (plus 74 %), mit Q2-Umsatz von 3,29 Milliarden Euro (plus 69 %) und Q2-Operativergebnis von 562 Millionen Euro.
Neue Q2-Aufträge im Wert von 11,4 Milliarden Euro trieben den Auftragsbestand über die 80-Milliarden-Euro-Marke, darunter ein Deal über 5,7 Milliarden Euro.
Der Boxer-Schützenpanzer-Deal mit der Bundeswehr, bekannt als Projekt Arminius, soll mindestens 12,4 Milliarden Euro wert sein, plus einen Servicevertrag über 2 Milliarden Euro.
- 2026-07 AnfangRheinmetall warnt vor bis zu 300 Mio. Euro Umsatzauswirkung durch Streichung
- 2026-07 EndeRheinmetall veröffentlicht vorläufige Q2-Kennzahlen
- 6.08.Rheinmetall berichtet vollständige H1/Q2-Ergebnisse und senkt Prognose für 2026
F-126-Streichung und Prognoseanpassung
Die deutsche Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz gab Mitte Juni bekannt, dass sie das ins Stocken geratene F-126-Fregattenprogramm streicht, das zuvor vom niederländischen Werftkonzern Damen betreut wurde und jahrelang unter Verzögerungen und Kostenüberschreitungen litt. Rheinmetall, das 2025 die Kriegsschiffsparte von Lürssen übernommen hatte, um seine maritime Präsenz auszubauen, galt weithin als Favorit für die Übernahme des Projekts. Das Verteidigungsministerium wählte stattdessen eine kleinere Variante des Konkurrenten TKMS. LesEchos berichtete, dass der gestrichene Auftrag einen Wert von rund 15 Milliarden Euro für sechs U-Boot-Jagd-Fregatten hatte.
Rheinmetall erklärte am 6. August, dass die Streichung den Umsatz 2026 um bis zu 300 Millionen Euro reduzieren werde, was das in Düsseldorf ansässige Unternehmen dazu veranlasste, seine Jahresumsatzprognose von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro zu senken. Die überarbeitete Spanne entspricht weiterhin einem Wachstum von 28 bis 31 Prozent gegenüber den 9,94 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das Unternehmen hielt an seiner operativen Margenprognose von rund 19 Prozent fest.
- 2025 tatsächlich
- 9.94 Mrd. €
- 2026 Prognose bisher untere Grenze
- 14 Mrd. €
- 2026 Prognose bisher obere Grenze
- 14.5 Mrd. €
- 2026 Prognose revidiert untere Grenze
- 13.7 Mrd. €
- 2026 Prognose revidiert obere Grenze
- 14.2 Mrd. €
Daten aus dem Artikeltext
Starke Ergebnisse im ersten Halbjahr
Trotz des Rückschlags im Marinebereich zeigten die Ergebnisse von Rheinmetall im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Wachstum. Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 39 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis um 74 Prozent auf 786 Millionen Euro zulegte. Allein im zweiten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 69 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro, und das operative Ergebnis mehr als verdoppelte sich auf 562 Millionen Euro. Die operative Marge im zweiten Quartal erreichte 17,1 Prozent – ein Quartalsrekord. Der Auftragsbestand überstieg die Marke von 80 Milliarden Euro, angetrieben durch neue Aufträge im Volumen von 11,4 Milliarden Euro im Quartal, darunter ein Deal über 5,7 Milliarden Euro. Die Division Naval Systems, die seit Ende des ersten Quartals nach der Lürssen-Übernahme konsolidiert wird, erzielte in ihren ersten vier Monaten einen Umsatz von 334 Millionen Euro.
- H1-Umsatz
- 5.2 Mrd. €
- H1-Operatives Ergebnis
- 0.786 Mrd. €
- Q2-Umsatz
- 3.29 Mrd. €
- Q2-Operatives Ergebnis
- 0.562 Mrd. €
Daten aus dem Artikeltext
Pappergers Reaktion und das Projekt Arminius
CEO Armin Papperger äußerte sich während des Quartalsberichts am 6. August frustriert über die Entscheidung der Regierung.
„Für uns war das wirklich erstaunlich [...], wir hatten signalisiert, dass wir das Projekt durchführen könnten.“
Er sagte, das Unternehmen hoffe, die Verluste langfristig durch neue nationale oder internationale Marinebauaufträge auszugleichen, und verwies auf mögliche neue Fregattenprogramme für internationale Kunden sowie auf den Verkauf von Minenjagdbooten und unbemannten Drohnenbooten an die Bundeswehr. Das kommende Fregattenprogramm bezeichnete er als „riesige Chance“. Papperger gab auch Details zum Projekt „Arminius“ bekannt, das derzeit mit dem Verteidigungsministerium verhandelt wird und die Bundeswehr mit Boxer-Schützenpanzern ausstatten soll, die vor allem als Truppentransporter eingesetzt werden. Er erwartet, dass der Fahrzeugdeal mindestens 12,4 Milliarden Euro wert sein wird, plus einen Servicevertrag über 2 Milliarden Euro.
Cashflow und Marktreaktion
Das starke Umsatzwachstum ging mit einem negativen freien Cashflow von minus 1,7 Milliarden Euro für das erste Halbjahr 2026 einher, den Rheinmetall auf verzögerte Vorauszahlungen wichtiger Kunden und den Aufbau von Lagerbeständen zurückführte. Das Unternehmen hatte bereits Ende Juli vorläufige Q2-Zahlen veröffentlicht, einschließlich des negativen Cashflows. Die Rheinmetall-Aktie notierte an der Frankfurter Börse um 12:45 Uhr GMT rund 1,28 Prozent im Minus, obwohl die Aktie leicht positiv bei rund 1.200 Euro eröffnete. Im vergangenen Jahr hat der Aktienkurs etwa ein Drittel seines Wertes verloren, nachdem er nach der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 stark gestiegen war. Goldman Sachs behielt seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.300 Euro bei, während MWB Research zum Verkauf mit einem Ziel von 1.050 Euro riet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BFMTVBerlin a abandonné son méga-programme de frégates: pour combler ce manque à gagner de 300 millions d'euros, Rheinmetall mise sur d'autres contrats avec les armées allemande et roumaine
- France 24Rheinmetall sales keep surging despite cancelled naval frigate project
- LesEchos.frDéfense : Rheinmetall contraint d'abaisser ses prévisions pour 2026 après un revers dans le naval
- Frankfurter AllgemeineRheinmetall senkt Umsatzprognose nach Fregattenprojekt-Stopp
- Armin Papperger
- Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, kommentiert die Q2-2026-Ergebnisse und die F-126-Streichung
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler, dessen Regierung das F-126-Fregattenprogramm im Juni 2026 gestrichen hat
- Orte
- Düsseldorf
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