
Rheinmetall kauft Damen-Werft in Mangalia in Rumänien für 138 Millionen Euro
Der Insolvenzverwalter CITR gab am Freitag, dem 9. Oktober 2026, bekannt, dass die Werft Damen Shipyards Mangalia in einer Auktion an die Rheinmetall Real Estate România SRL verkauft wurde. Der Verkauf beendet eine zwei Jahre dauernde Insolvenz, die auf einen Streit zwischen dem rumänischen Staat und Damen folgte.
Der Verkauf
CITR, der Insolvenzverwalter von Damen Shipyards Mangalia, gab am Freitag, dem 9. Oktober 2026, bekannt, dass die Werft Mangalia in einer Auktion für 138.034.320,47 Euro netto verkauft wurde. Den Zuschlag erhielt die Rheinmetall Real Estate România SRL, eine Tochtergesellschaft des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall. Rheinmetall hatte vor Freitag an keiner früheren Auktion für die Werft teilgenommen. Im Mai 2026 hatte das Unternehmen erklärt, es prüfe gemeinsam mit der Schweizer Gruppe MSC eine Übernahme des Standorts mit dem Ziel, ihn in ein Zentrum für den Bau militärischer und ziviler Schiffe umzuwandeln.
Paul Dieter Cîrlănaru, CEO von CITR, sagte, der Verkauf ebne den Weg für die Wiederaufnahme des Betriebs der Werft.
Dieser Schritt sichert die Möglichkeit, die Tätigkeit der Marinewerft Mangalia wieder aufzunehmen, eines der wichtigsten Industriegüter Rumäniens. Der Verkauf markiert das Ende eines komplexen Verwertungsprozesses, der die Fortführung des Geschäftsbetriebs sichern sollte, und ist eine ermutigende Perspektive für die Zukunft.
Zwei Jahre Insolvenz und Streit
Der rumänische Staat hält 51 % der Werft Mangalia, Damen 49 %. Im Jahr 2018 kaufte die niederländische Damen-Gruppe den Mehrheitsanteil des südkoreanischen Unternehmens Daewoo und erklärte sich bereit, 2 % der Anteile an den Staat zu übertragen, wodurch der Staat auf 51 % kam, während Damen 49 % sowie die operative und unternehmerische Kontrolle gemäß der Vereinbarung behielt. Im Jahr 2023 erklärte Damen, das Gesetz Nr. 187/2023 habe den rechtlichen Rahmen aufgehoben, auf dem die Partnerschaft beruhte, und kündigte den Assoziierungsvertrag von 2018. Der Streit ging an ein internationales Schiedsgericht, wobei Damen beim Internationalen Schiedsgericht in Wien die Beendigung des Vertrags anstrebte. Damen Holding beantragte daraufhin die Insolvenz von Damen Shipyards Mangalia, und das Tribunal Constanța eröffnete das Verfahren am 19. Juni 2024 und bestellte CITR zum Insolvenzverwalter.
- Damen kauft die Mehrheitsbeteiligung von Daewoo und erklärt sich bereit, 2 % an den Staat zu übertragen
- Gesetz 187/2023 verabschiedet und Damen kündigt den Assoziierungsvertrag
- Das Tribunal Constanța eröffnet das Insolvenzverfahren für Damen Shipyards Mangalia
- Rheinmetall erklärt, eine Übernahme des Standorts mit MSC zu prüfen
- CITR gibt den Verkauf an die Rheinmetall Real Estate România SRL für 138.034.320,47 Euro bekannt
- Rumänischer Staat
- 51 %
- Damen
- 49 %
Marineauftrag und Belegschaft
Der Verkauf steht im Zusammenhang mit einem Vertrag über 920 Millionen Euro, den die rumänische Regierung mit Rheinmetall über den Bau von vier Militärschiffen am Standort unterzeichnet hat. Der Vertrag wird über das europäische SAFE-Programm finanziert und muss bis 2030 erfüllt werden. Radu Miruță, der entlassene Verteidigungsminister, erklärte in einer über USR verbreiteten Stellungnahme, die Werft werde bis 2030 vier Schiffe für die rumänische Armee bauen.
Für die rumänische Armee werden hier bis 2030 vier Schiffe gebaut. Die Menschen werden noch mehr Arbeitsplätze haben, die Werft wird von den Investitionen profitieren, die nötig sind, um nach den von der Armee geforderten Standards zu produzieren, und Rumänien bewahrt die größte Werft in einem europäischen NATO-Mitgliedstaat vor dem Aus.
Wartende Arbeiter
Laurențiu Gobeajă, Vorsitzender der Gewerkschaft Navalistul auf dem Werftgelände, sagte vor der Ankündigung gegenüber News.ro, jede Verzögerung entmutige Beschäftigte, die zurückkehren möchten. Er sagte, in diesem Sommer seien etwa 1.000 Arbeiter entlassen worden und mehrere Hundert von ihnen hätten weiterhin direktes Interesse an einer Rückkehr. Die Pläne des Käufers zum Personalbestand wurden in den Artikeln nicht näher ausgeführt, über die vier bis 2030 fälligen Schiffe und die von Miruță genannten Arbeitsplätze hinaus.


