
Real Madrid verliert 102:98 gegen Hapoel Tel Aviv in Sofia – schlechtester europäischer Start seit 68 Jahren
Trotz der Aufholjagd nach einem 22-Punkte-Rückstand und 26 Punkten von Theo Maledon verlor Real Madrid in Sofia 102:98 gegen Hapoel Tel Aviv – die dritte EuroLeague-Niederlage in Folge für den spanischen Klub.
Defensiver Zusammenbruch in der ersten Halbzeit
Real Madrid kassierte am 1. Oktober 2026 in Sofia eine 102:98-Niederlage gegen Hapoel Tel Aviv und damit die dritte Auswärtsniederlage in Folge in der regulären Saison der EuroLeague 2026/2027. Der israelische Klub trug die Partie an seinem Ausweichspielort in Bulgarien aus. Hapoel ging früh in Führung und legte im ersten Viertel einen 22:10-Lauf hin, angeführt von Zach Leday, der in der Anfangsphase 13 Punkte erzielte. Hapoels Center Bruno Caboclo zog Walter Tavares aus der Zone und verwandelte in einer Offensivphase alle vier seiner Dreipunktversuche. Mikael Jantunen hatte Mühe, Ledays Kombination aus Innenspiel und Distanzwürfen zu kontrollieren, doch Punkte von Chuba Okeke verkürzten den Abstand kurzzeitig auf neun. Bis zur 15. Spielminute hatte Real Madrid bereits 50 Punkte gegen die Offensive von Dimitris Itoudis zugelassen.
Halbzeitrückstand und taktische Änderungen
Hapoel hielt das Tempo und legte im zweiten Viertel 34 Punkte nach, angetrieben von 14 Punkten des Guards Vasilije Micic. Die Spanier kassierten in den ersten beiden Vierteln 63 Punkte und gingen mit einem Rückstand von 20 Punkten in die Halbzeitpause. Spannungen zeigten sich, als Tavares Mitte des zweiten Viertels sichtlich frustriert auf der Bank saß, während Facundo Campazzo nach einem verworfenen Layup zur Sirene gegen eine Werbebande trat. Pedro Martínez änderte seine Aufstellung und brachte Alberto Abalde in die Defensivrotation, um den Punktestrom zu stoppen. Caboclo sammelte in acht Minuten Spielzeit vier persönliche Fouls, was Itoudis zu einer Anpassung seiner Frontcourt-Rotation zwang, bevor Hapoel die Führung Anfang des dritten Viertels auf 22 Punkte ausbaute.
- Auswärtsniederlage gegen Dubai
- Auswärtsniederlage in Istanbul gegen Anadolu Efes
- 102:98-Niederlage gegen Hapoel Tel Aviv in Sofia
Madrider Aufholjagd im dritten Viertel
Real Madrid antwortete und glich den 22-Punkte-Rückstand mit einer intensivierten Defensivleistung aus, die mehrere Offensivfouls von Hapoel erzwang. Aufbauspieler Theo Maledon führte den Angriff an und kam auf 26 Punkte, sieben Assists und fünf Rebounds sowie einen Performance-Index-Rating von 40. Timothé Luwawu-Cabarrot steuerte 21 Punkte auf dem Flügel bei, während Tavares mit 14 Punkten und 13 Rebounds das Innenspiel verankerte. Die defensive Erholung Madriads schränkte Hapoels Halfcourt-Offensive ein und erlaubte den Gästen, Ende des dritten Viertels kurzzeitig in Führung zu gehen. Der schnelle Umschwung folgte zehn Tage nach dem Gewinn des Supercopa-Titels durch Madrid und zeigte einen Offensivrhythmus, der mit Hapoels Distanzwürfen mithielt.
- Theo Maledon (Real Madrid)
- 26 Punkte
- Elijah Bryant (Hapoel)
- 22 Punkte
- Timothé Luwawu-Cabarrot (Real Madrid)
- 21 Punkte
- Walter Tavares (Real Madrid)
- 14 Punkte
- Vasilije Micic (Hapoel)
- 14 Punkte
- Zach Leday (Hapoel)
- 13 Punkte
Schlussminuten und historischer Rekord
Hapoel stabilisierte seine Offensive im vierten Viertel durch Elijah Bryant, der mit 22 Punkten, 13 Rebounds, sieben Assists und einem Valuation-Rating von 40 abschloss. Bryant und Micic spielten in der Schlussphase Zwei-Mann-Aktionen, um Missmatches auszunutzen und die Führung für das israelische Team zurückzuerobern. Das Ergebnis bedeutete für Hapoel eine gewisse Revanche, nachdem Madrid sie in der vorangegangenen Saison im Viertelfinale der EuroLeague-Playoffs ausgeschaltet hatte. Die Niederlage ist die erste seit 68 Jahren, bei der Real Madrid einen europäischen Wettbewerb mit drei Niederlagen in Folge beginnt – nach vorangegangenen Auswärtsniederlagen gegen Dubai und Anadolu Efes in Istanbul. Cheftrainer Pedro Martínez will am kommenden Donnerstag gegen Partizan im Heimspiel seinen ersten EuroLeague-Sieg der Saison sichern.

