
Rauch griechischer Waldbrände zieht über 750 km bis nach Nordafrika
Satellitenbilder zeigen Rauch von Bränden in Süd-Böotien, Westattika und Argolis, der über das Mittelmeer bis zur libyschen Küste treibt, während orkanartige Winde Euböa und Kreta heimsuchen.
Rauchfahne überquert Mittelmeer
Am Samstagmorgen, dem 1. August 2026, zeichneten Satellitenbilder von EUMETSATs Meteosat-12 eine dichte Rauchfahne auf, die sich vom südlichen Griechenland bis an die Küste Nordafrikas erstreckte. Der Rauch stammte von drei großen Waldbränden, die am Freitag, dem 31. Juli, in Süd-Böotien, Westattika (nahe Porto Germeno) und Argolis ausgebrochen waren und über Nacht aktiv blieben. Laut dem Nationalen Observatorium Athen / meteo.gr bedeckte die Rauchfahne weite Teile der östlichen und südlichen Peloponnes, bevor sie über das Mittelmeer zog und schließlich nach mehr als 750 Kilometern die Küste Nordafrikas erreichte.
Den Satellitenbildern von EUMETSATs Meteosat-12 zufolge, die vom wissenschaftlichen Team des Nationalen Observatoriums Athen / meteo.gr verarbeitet wurden, hat der Rauch der Waldbrände, die am Freitag, dem 31.07., in Teilen Süd-Böotiens, Attikas und Argolis ausgebrochen waren und während der Nacht aktiv waren (hauptsächlich der Waldbrand in Westattika bei Porto Germeno), in den frühen Morgenstunden des Samstags, dem 01.08., einen großen Teil der östlichen und südlichen Peloponnes bedeckt und erstreckt sich bis an die Küste Nordafrikas – eine Entfernung von mehr als 750 km.
Brände in drei Regionen
Die Waldbrände entzündeten sich am Freitag in drei getrennten Gebieten: Süd-Böotien, Westattika nahe der Küstensiedlung Porto Germeno und Argolis auf der Peloponnes. Zwei der Brandherde brannten nach lokalen Berichten noch am Samstag. Der Brand in Westattika wurde als Hauptquelle der ausgedehnten Rauchwolke identifiziert. Die Zivilschutzbehörde setzte Attika und Euböa am Samstag wegen hoher Brandgefahr auf rote Alarmstufe, unter Berufung auf die Kombination trockener Bedingungen und starker Winde.
Starke Winde fachen Flammen an
Am Samstagmorgen wurden orkanartige Winde über Euböa, Attika, der Ägäis und Kreta gemessen. Die METEO-Einheit des Nationalen Observatoriums Athen meldete Windböen von 130 km/h in Paximada Karystos auf Euböa, 112 km/h auf dem Gipfel des Penteli in Attika und 96 km/h in Mariou im Süden von Rethymno auf Kreta. Diese Winde trieben den Rauch über das Meer und erschwerten die Brandbekämpfung. Prognosen zufolge sollten die Winde ab Samstagnachmittag allmählich nachlassen.
- Paximada Karystos
- 130 km/h
- Penteli-Gipfel
- 112 km/h
- Mariou (Rethymno)
- 96 km/h
Satellitenbeobachtungen
Der von EUMETSAT betriebene Satellit Meteosat-12 lieferte die entscheidenden Bilder, die die Flugbahn des Rauchs verfolgten. Das wissenschaftliche Team des Nationalen Observatoriums Athen verarbeitete die Daten und zeigte das Ausmaß der Rauchfahne. Die Bilder zeigten, wie der Rauch die Peloponnes bedeckte und dann südwärts über das offene Meer zog. Die Entfernung von über 750 km unterstreicht das Ausmaß des Ereignisses, obwohl keine unmittelbaren Gesundheitswarnungen für Nordafrika gemeldet wurden.
- Waldbrände brechen in Süd-Böotien, Westattika und Argolis aus.
- Brände bleiben aktiv, Rauchfahne bildet sich.
- Rauch erreicht Nordafrika nach über 750 km.
- Winde werden voraussichtlich allmählich nachlassen.
Ausblick
Da die Winde im Laufe des Samstags nachlassen sollen, könnten sich die Bedingungen für die Brandbekämpfung verbessern. Die rote Alarmstufe für Attika und Euböa bleibt jedoch bestehen, und die Behörden beobachten die beiden aktiven Brandherde. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Rauchfahne mit veränderten atmosphärischen Bedingungen auflöst.


