
Verdächtiger im Zusammenhang mit Juwelenraub in Warschau im Wert von 1,5 Millionen Złoty an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien gefasst
Ein 46-jähriger Mann, der im Verdacht steht, im Jahr 2024 einen dreisten Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Westfield Mokotów verübt zu haben, wurde beim Versuch festgenommen, die Grenze zwischen Kroatien und Serbien zu überqueren, teilte die Warschauer Polizei am 10. Juli 2026 mit.
Der 86-Sekunden-Überfall
Am 30. Dezember 2024, einen Tag vor Silvester, stürmten drei maskierte Männer ein Juweliergeschäft im Einkaufszentrum Westfield Mokotów. Kurz vor 11 Uhr setzten sie Tränengas ein, um einen Sicherheitsmann außer Gefecht zu setzen, und bedrohten die Verkäuferinnen mit einem Gegenstand, der wie eine Schusswaffe aussah. Mit Hämmern und schwerem Werkzeug zertrümmerten sie die Vitrinen und erbeuteten Schmuck im Wert von rund 1,5 Millionen Złoty. Der gesamte Überfall dauerte nur 86 Sekunden. Als Essenslieferanten verkleidet flohen die Räuber mit Elektrorollern. Eine zurückgelassene Tasche ermöglichte es der Polizei, einen Teil der Beute sicherzustellen; weder Personal noch Kunden wurden ernsthaft verletzt.
Monatelange mühevolle Ermittlungen
Die Warschauer Metropolitanpolizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein, wobei die Kriminalabteilung mit der Bezirksstaatsanwaltschaft zusammenarbeitete. Die Ermittler befragten Zeugen, analysierten forensische Spuren und prüften hunderte Stunden Sicherheitsaufnahmen.
In den folgenden Monaten führten Beamte der Kriminalabteilung der Warschauer Metropolitanpolizei in Zusammenarbeit mit der Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft eine gründliche und äußerst anspruchsvolle Untersuchung durch. Das Ergebnis der sorgfältigen Analyse von Beweisen, hunderter Stunden Arbeit und konsequent verfolgter Maßnahmen war die Identifizierung der Täter.
- Drei maskierte Männer überfallen in 86 Sekunden ein Juweliergeschäft in Westfield Mokotów und fliehen mit Elektrorollern.
- Polizei analysiert Beweise, identifiziert Verdächtige durch monatelange intensive Arbeit und internationale Zusammenarbeit.
- 46-jähriger Verdächtiger an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien festgenommen.
Internationale Festnahme und Bandenverbindungen
Der Durchbruch gelang am 10. Juli 2026, als einer der gesuchten Männer an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien aufgehalten wurde.
Dank intensiver internationaler Zusammenarbeit wurde einer der Verdächtigen bei dem Versuch, die Grenze zwischen Kroatien und Serbien zu überqueren, festgenommen. Es handelt sich um einen 46-jährigen Mann.
Polizeisprecher Kamil Sobótka sagte gegenüber Radio ZET, dass der Verdächtige den Behörden an der Grenzübergangsstelle in die Hände gefallen sei. Inoffizielle Berichte von tvn24.pl, die sich auf Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen berufen, deuten darauf hin, dass die Ermittler die beiden anderen Täter bereits identifiziert und wissen, auf welche weiteren Juweliergeschäfte in Europa sie es abgesehen hatten. Dieselben Quellen legen nahe, dass das Trio zu den Pink Panthers gehört, einem berüchtigten internationalen Netzwerk von Dieben, das auf Juwelenraubzüge spezialisiert ist; die meisten seiner Mitglieder stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Was kommt als Nächstes?
Die Warschauer Staatsanwaltschaft hat noch nicht bekannt gegeben, welche genauen Anklagepunkte gegen den 46-Jährigen erhoben werden, aber es wird mit einem formellen Auslieferungs- und Strafverfahren gerechnet. Die internationale Zusammenarbeit, die zu der Festnahme führte, wird fortgesetzt, während die polnischen Behörden mit Partnern im Ausland zusammenarbeiten, um die verbleibenden Verdächtigen zu lokalisieren. Die Ermittlungen laufen noch, und die Polizei hat weitere Festnahmen nicht ausgeschlossen.


