
Sigfrido Ranucci plant rechtliche Schritte gegen Rai und strebt Wiedereinsetzung als Report-Moderator an
Der ehemalige Report-Moderator Sigfrido Ranucci kündigte ein rechtliches Eilverfahren gegen den italienischen öffentlich-rechtlichen Sender Rai an, um seine Position zurückzuerlangen, und wies dabei Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Geschäftsmann Valter Lavitola während eines öffentlichen Auftritts in Marina di Pietrasanta zurück.
Rechtliche Anfechtung und Kündigungsstreit
Der ehemalige investigative Moderator Sigfrido Ranucci kündigte am 13. September 2026 an, dass er formelle rechtliche Schritte gegen den italienischen öffentlich-rechtlichen Sender Rai einleiten und eine einstweilige Verfügung beantragen werde, um seine Wiedereinsetzung in seine Position bei Report zu erreichen. Bei einem Auftritt auf dem Festa del Fatto Quotidiano in Marina di Pietrasanta in der Provinz Lucca beschuldigte Ranucci drei bestimmte Verwaltungsabteilungen innerhalb von Rai, seine Entlassung orchestriert zu haben, indem sie vertrauliche interne Buchhaltungsunterlagen selektiv veröffentlichten. Er erklärte, dass die Manager ein vertrauliches Dokument mit den Reisekosten eines Jahres verwendet hätten, um eine Erzählung zu erzeugen, dass das Programm außer Kontrolle geraten sei, und merkte an, dass das gesamte jährliche Erstattungsbudget für das investigative Team dem Gehalt eines einzelnen Rai-Moderators Bruno Vespa entsprach. Ranucci erläuterte, dass er, falls der Richter dem Eilantrag stattgebe, zur Moderation der Sendung zurückkehren und seinen Kampf von innen heraus führen werde, während er sich darauf vorbereite, im Falle einer Ablehnung des ersten Antrags eine vollständige Berufung in der Sache einzulegen.
Ich werde rechtliche Schritte in allen Instanzen einleiten, möge derjenige, der für diese Handlungen verantwortlich ist, zahlen.
Leugnung geschäftlicher Verbindungen und Aussage zum Bombenanschlag
Ranucci ging auch direkt auf seine frühere Beziehung zu dem Geschäftsmann Valter Lavitola ein, den italienische Ermittler als mutmaßlichen Drahtzieher eines Bombenanschlags auf Ranuccis Auto im Oktober identifiziert hatten. Er wies Vorwürfe finanziellen Fehlverhaltens zurück und bestand darauf, dass er nie einen einzigen Euro verdient oder an geschäftlichen Aktivitäten mit Lavitola teilgenommen habe, und betonte, dass ihr Kontakt ausschließlich auf persönlicher Freundschaft beruhte. Als Reaktion auf moralische Kritik bemerkte Ranucci, dass er in seiner investigativen Arbeit mit jedem zu Abend essen würde, einschließlich des Mafia-Bosses Totò Riina, solange das journalistische Ziel das Treffen rechtfertigte. Er wies auch die Aussage zurück, die Lavitolas ehemalige Partnerin Natalia Potenza den Staatsanwälten gegeben hatte, die behauptete, Ranucci und Lavitola hätten nach dem Autobombenanschlag ein privates Treffen mit ausgeschalteten Mobiltelefonen abgehalten. Ranucci entgegnete, dass Dokumente belegen, dass er sich in diesem Zeitraum auf einer siebentägigen Tournee befand, was ein solches Treffen unmöglich mache.
Ich habe absolut nie Interessen an Lavitolas Angelegenheiten gehabt, nie einen einzigen Euro, ich habe alles ausschließlich in einer Freundschaftsbeziehung getan, an die ich glaubte.
Presseberichterstattung, Klagepläne und Sendetermin
- Bombenanschlag auf Sigfrido Ranuccis Auto, Valter Lavitola als Drahtzieher identifiziert
- Ranucci führt Diario di un trapezista in Prato auf und bestätigt bevorstehende Befragung durch die Staatsanwaltschaft
- Ranucci kündigt rechtliche Schritte gegen Rai an und bestreitet finanzielle Verbindungen zu Lavitola in Marina di Pietrasanta
- Das investigative Programm Report soll auf Rai wieder ausgestrahlt werden


