RAF-Typhoons nach Scherzanruf eines 14-Jährigen gegen Qatar-Airways-Flug alarmiert
Zwei Typhoon-Kampfjets wurden am Freitagabend von der RAF Coningsby in Lincolnshire gestartet, nachdem ein 14-jähriger Junge aus Bolton einen Scherzanruf gegen einen Passagierjet von Qatar Airways auf dem Weg zum Flughafen Manchester getätigt hatte.
Die Polizei von Greater Manchester bestätigte, dass ein 14-jähriger Junge die Beamten bei ihren Ermittlungen unterstützt, nachdem ein Scherzanruf am Freitagabend eine groß angelegte Sicherheitsaktion ausgelöst hatte. NATS, der britische Flugsicherungsdienst, erhielt den Anruf gegen 18:00 Uhr BST am 24. Juli, was eine sofortige Reaktion von Polizei, RAF und Flughafenbehörden auslöste.
Der Anruf und die Reaktion
Der Anruf richtete sich gegen einen Qatar-Airways-Flug auf dem Anflug zum Flughafen Manchester. Innerhalb weniger Minuten wurden zwei RAF-Typhoons von ihrem Stützpunkt in Coningsby in Lincolnshire alarmiert, um das Flugzeug abzufangen. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Einsatz, der als standardmäßige Schnellwarnung abgewickelt wurde. Es wurden keine Details zum genauen Wortlaut des Anrufs oder dazu veröffentlicht, wie er bei NATS einging.
Sichere Landung und Ermittlungen
Der Flug landete ohne Zwischenfälle am Flughafen Manchester, und die Polizei bestätigte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Passagiere oder Besatzung bestand. Die Beamten konnten die Quelle des Anrufs schnell auf einen 14-jährigen Jungen aus Bolton zurückverfolgen, der sich nicht an Bord des Fluges befand. Er wurde am Samstag identifiziert und „unterstützt nun die Beamten bei ihren Ermittlungen“ – eine Formulierung, die die britische Polizei üblicherweise verwendet, um anzuzeigen, dass ein Verdächtiger freiwillig oder unter Vorbehalt vernommen wird.
- NATS erhält einen Scherzanruf mit einer Bedrohung gegen den Qatar-Airways-Flug.
- RAF-Typhoons werden von der RAF Coningsby alarmiert, um das Flugzeug abzufangen.
- Flugzeug landet sicher am Flughafen Manchester; keine Bedrohung gefunden.
- Polizei identifiziert 14-jährigen Jungen aus Bolton; er unterstützt die Ermittlungen.
Offizielle Verurteilung
Chief Inspector Gary Homa von der Polizei Greater Manchester sprach eine deutliche Warnung vor Scherzanrufen aus.
Diese Art von Verhalten ist völlig inakzeptabel. Die Sicherheit der Öffentlichkeit hat für uns stets höchste Priorität, und jede Meldung dieser Art wird äußerst ernst genommen. Scherzanrufe können erhebliche Störungen verursachen, wichtige Einsatzkräfte der Rettungsdienste binden und unnötige Besorgnis bei Passagieren, Besatzung und der breiten Öffentlichkeit auslösen.
Homa fügte hinzu, dass der Vorfall sicher abgeschlossen worden sei, betonte jedoch, dass Falschmeldungen „kein Scherz“ seien und zu entschlossenen Maßnahmen führen würden, wenn Straftaten begangen worden seien. Die Polizei gab nicht bekannt, ob der Junge festgenommen wurde oder welche Anklagen gegebenenfalls in Betracht gezogen werden.
Ressourcen und Störungen
Die Alarmierung von Schnellreaktions-Typhoons ist ein kostspieliger und ressourcenintensiver Einsatz, der normalerweise echten Bedrohungen wie Flugzeugentführungen oder möglichen terroristischen Vorfällen vorbehalten ist. Obwohl die RAF die Kosten pro Einsatz nicht bekannt gibt, schätzen Militärexperten, dass jeder Einsatz Zehntausende Pfund für Treibstoff, Wartung und Besatzungsstunden kostet. Der Vorfall am Freitag zog zwei Jets von ihrer primären Luftverteidigungsaufgabe ab und unterstrich die praktischen Auswirkungen einer aus der Ferne getätigten Falschmeldung. Die Polizei wiederholte, dass Scherzanrufe bei Flugsicherungsdiensten Straftaten sind, die mit Freiheitsstrafen geahndet werden können.


