Konflikte · Sofia, Constanța und Bukarest

Bulgariens Regierungschef wirft Rumänien vor, neue Drohnenangriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer provoziert zu haben

Bulgariens Regierungschef Rumen Radev sagte am 26. Oktober, die Anschuldigung Rumäniens gegen Russland sei neuen Angriffen auf Schiffe vorausgegangen – eine Darstellung, die der rumänische Abgeordnete Mihai Fifor als überraschend bezeichnete. Zwischen dem 5. und dem 23. Oktober wurden acht Handelsschiffe getroffen oder waren in Zwischenfälle verwickelt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, Mediafax.ro, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sofia, Constanța, Bukarest · Bulgarien, Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 5.10.Gemeldeter Zeitraum der acht Schiffs-Zwischenfälle beginnt
  2. 14.10.Radev sagt vor dem bulgarischen Parlament, Russland sei der logische Verdächtige, doch dies sei nicht zu beweisen
  3. 23.10.Das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff Khoryv sinkt nach einem Drohnenangriff vor Constanța
  4. 26.10.Radev sagt auf dem Sofioter Wirtschaftsforum, Rumänien habe neue Angriffe provoziert

Radev wirft Rumänien vor, Angriffe provoziert zu haben

Am 26. Oktober sprach Bulgariens Regierungschef Rumen Radev auf dem siebten Sofioter Wirtschaftsforum und kritisierte Rumänien indirekt – so die Formulierung mehrerer Medien. Er sagte, Bulgarien sei der einzige Regierungschef der drei NATO-Staaten am Schwarzen Meer gewesen, der den russischen Botschafter einbestellt und die Position seines Landes dargelegt habe. Radev argumentierte, Anschuldigungen müssten auf klaren Beweisen beruhen, und erklärte, Rumänien habe Russland für die Drohnenangriffe verantwortlich gemacht, bevor neue Zwischenfälle folgten. Er behauptete, zwei Schiffe seien in rumänischen Hoheitsgewässern getroffen und versenkt worden, eines davon nur wenige Tage vor seiner Rede. Zudem versicherte er dem Forum, bulgarische Häfen und Hoheitsgewässer seien sicher.

Acht Schiffe in weniger als drei Wochen getroffen

Zwischen dem 5. und dem 23. Oktober wurden nach Angaben der bulgarischen Tageszeitung Trud acht Handelsschiffe getroffen oder waren in Zwischenfälle im Zusammenhang mit Drohnenangriffen nahe Bulgarien und Rumänien verwickelt. Vier Zwischenfälle ereigneten sich nahe Bulgarien, vier nahe Rumänien. Eine von Digi24 zitierte Analyse der Financial Times beschreibt das Schwarze Meer als gefährlichste Schifffahrtsroute der Welt: Allein 2026 seien mehr als 570 Schiffe getroffen und mindestens 40 Seeleute getötet worden. Dieselbe Analyse nennt für denselben Zeitraum 24 bestätigte Todesfälle in der Straße von Hormus. Die Berichte zeigen nicht, dass Radev auf dem Forum neue Beweise vorlegte.

Zwischenfälle mit Schiffen im Zusammenhang mit Drohnenangriffen, 5. bis 23. OktoberSchiffe
Nahe Bulgarien
4 Schiffe
Nahe Rumänien
4 Schiffe

Daten aus dem Artikeltext

Der Untergang der Khoryv vor Constanța

Am 23. Oktober wurde das unter der Flagge der Komoren fahrende Handelsschiff Khoryv von einer Drohne getroffen und sank etwa 13 Seemeilen vor Constanța. Ein Besatzungsmitglied starb, neun wurden gerettet, drei galten als vermisst. Rumäniens Präsident Nicușor Dan bezeichnete den Vorfall als Eskalationsversuch der Russischen Föderation im Kontext des Krieges in der Ukraine. Er fügte hinzu, die Drohnenangriffe im Schwarzen Meer seien sowohl im Obersten Rat für Landesverteidigung (CSAT) als auch innerhalb der NATO erörtert worden. Rumänien plant, die maritime Überwachung, die Minenabwehr und die Reaktion auf Drohnen zu verstärken, die ohne Genehmigung in seinen Luftraum eindringen.

Reaktionen in Rumänien und die Antwort der NATO

Mihai Fifor, ein PSD-Abgeordneter, den die Berichterstattung als ehemaligen Verteidigungsminister beschreibt, reagierte auf Facebook und nannte Radevs Aussage überraschend und mindestens bedauerlich. Er sagte, die Verantwortung für jeden Sicherheitsvorfall müsse anhand klarer Beweise festgestellt werden, doch die öffentlichen Positionen Rumäniens mit neuen Angriffen in Verbindung zu bringen, erfordere eine ernsthafte Begründung. Er betonte, Rumänien handle im Einklang mit seinen Verpflichtungen innerhalb der NATO und der Europäischen Union. NATO-Sprecherin Allison Hart schrieb auf X, das Bündnis werde zusätzliche Ressourcen in die Region am Schwarzen Meer entsenden, insbesondere für Überwachung, Aufklärung und Untersuchungen. Sie sagte, die Verbündeten blieben geeint und bereit, auf jede Bedrohung zu reagieren.

Bulgariens Position und offene Fragen

Radev sagte, Bulgarien werde gemeinsam mit seinen Verbündeten militärische und diplomatische Mittel einsetzen, um die Freiheit der Schifffahrt zu schützen. Bulgarische Rettungsteams hätten die Unglücksstellen in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes innerhalb der ersten Minuten erreicht, trotz Dunkelheit und schwieriger Wetterbedingungen. Zudem hätten die Behörden alle Anstrengungen unternommen, das Schiff Chelsea 3 zu bergen und eine gründliche Untersuchung einzuleiten. In einer Erklärung vor dem bulgarischen Parlament am 14. Oktober hatte er Russland als logischen Verdächtigen bezeichnet, zugleich aber gesagt, Bulgarien könne dies nicht beweisen. Keiner der Berichte beschreibt, dass Beweise veröffentlicht wurden; die Verantwortung für die Angriffe bleibt in der Berichterstattung daher ungeklärt.

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