Diplomatie · Moskau, Tiraspol und Chișinău

Putin zeichnet Transnistriens Separatistenführer aus; Moldau plant fünfjähriges Ausreiseverbot gegen ihn

Vadim Krasnoselski erhielt am 4. November 2026 in Moskau den russischen Orden der Ehre; Chișinău kündigt an, ihm nach seiner Rückkehr die Ausreise aus Moldau für fünf Jahre zu verbieten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Deutsche Welle, adevarul.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Moskau, Tiraspol, Chișinău · Russland, Moldau
Wie es dazu kam
  1. 1.08.Moldau verlangt von separatistischen Funktionären die vorherige Genehmigung der Regierung, um das Land zu verlassen
  2. 4.11.Putin überreicht Krasnoselski in Moskau den Orden der Ehre
  3. 5.11.Moldaus Büro für Reintegration verurteilt die Reise und erklärt, bei seiner Rückkehr gelte ein fünfjähriges Ausreiseverbot
  4. Dezember 2026Transnistrische Präsidentschaftswahl angesetzt

Auszeichnung in Moskau

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Vadim Krasnoselski, dem Chef der separatistischen Verwaltung in Tiraspol, am 4. November 2026 den Orden der Ehre der Russischen Föderation verliehen. Die Zeremonie fand im Katharinensaal des Senatspalastes in Moskau statt, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der nationalen Einheit Russlands. In der vom Kreml veröffentlichten Aufzeichnung stellte Putin Krasnoselski als Präsident der „moldauischen transnistrischen Republik“ vor – ein Gebilde, das Russland offiziell nicht anerkennt. In seiner eigenen Ansprache sagte Krasnoselski, Transnistrien sei Teil der großen Heimat und die russische Welt bedeute Leben. Die Deutsche Welle berichtete, Krasnoselski habe Moldau zusammen mit seiner Frau, seiner Tochter und seinen Leibwächtern verlassen, und nur die Leibwächter hätten Rückflugtickets – ein Detail, das sie sehr zuverlässigen Quellen in Chișinău zuschrieb.

Chișinău nennt es eine Provokation

Das Büro für Reintegration Moldaus verurteilte die Reise als russische Provokation, die darauf abziele, die europäische Integration des Landes zu blockieren. Das Büro erklärte, der Besuch in Moskau sei während der von der OSZE vermittelten Gespräche über die Gasversorgung der transnistrischen Region im Winter erfolgt. Nach einem am 1. August 2022 eingeführten Mechanismus müssen separatistische Funktionäre Chișinău informieren und vor der Ausreise die vorherige Genehmigung der moldauischen Regierung einholen; die moldauischen Behörden erklären, sie hätten diese Reise für jene Gespräche genehmigt. Premierminister Vasile Tofan kritisierte den Besuch auf einer Pressekonferenz zu den ersten 100 Tagen der Regierung.

Tofan argumentierte, Moskau wolle Moldau provozieren, und Krasnoselski habe bereits Pläne gemacht, mit seiner Familie in Russland zu bleiben.

„Russland will uns provozieren. Es stellt uns eine Falle.“

Vasile Tofan, Premierminister Moldaus

Tofan sagte, Moldau habe sich für eine andere, asymmetrische Antwort entschieden: Man habe Krasnoselski aufgefordert, nach Tiraspol zurückzukehren, und gegen ihn ein fünfjähriges Ausreiseverbot verhängt.

Fünfjähriges Verbot und Reaktionen

Das Büro erklärte, bei Krasnoselskis Rückkehr werde Moldau restriktive Maßnahmen anwenden, darunter ein Verbot der Ausreise aus dem Staatsgebiet für fünf Jahre. Die moldauische Regierung erklärte, sie werde mögliche Gegenmaßnahmen prüfen, ohne die Lage zu eskalieren. Parlamentspräsident Igor Grosu bezeichnete die Auszeichnung als offensichtliche Provokation angesichts der entschlosseneren Schritte Moldaus und seiner Erfolge auf dem Weg zur europäischen Integration.

„Die Geste des Diktators gegenüber dieser Person ist eine offensichtliche Provokation.“

Igor Grosu, Präsident des moldauischen Parlaments

Grosu sagte, die Beschränkungen, einschließlich des fünfjährigen Ausreiseverbots, würden angewandt, wenn Krasnoselski nach Moldau zurückkehre. Die Deutsche Welle merkt an, dass Krasnoselski weder die moldauische Staatsbürgerschaft noch eine Aufenthaltsgenehmigung besitzt und dass er die russische und die ukrainische Staatsbürgerschaft hat. Dem Bericht zufolge hätte das moldauische Recht seine Ausweisung vorgesehen, sobald seine 90 Tage Aufenthalt auf moldauischem Gebiet abgelaufen wären.

Putins Äußerungen und die transnistrische Wahl

Putin lobte in Moskau die regionale Führung und sagte über die Republik unter Krasnoselski Folgendes.

„Trotz schwieriger Bedingungen und Versuchen des Drucks von außen entwickelt sich die Republik unter seiner Führung stetig.“

Vladimir Putin, Präsident Russlands

Digi24 berichtet, Putin habe auch die Bewohner dafür gelobt, die historische Wahrheit zu verteidigen und die russische Sprache zu bewahren. Ziare.com berichtet, Krasnoselskis Amtszeit als Chef ende in wenigen Monaten, die transnistrische Präsidentschaftswahl sei für Dezember 2026 angesetzt. Das separatistische Lager unterstützt Vitali Neagu, der derzeit stellvertretender Premierminister der Region ist, als Kandidat für dieses Amt.

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