
Puma möglicherweise im polnischen Kreis Ciechanów gesichtet, Anwohner aufgefordert, Wälder zu meiden
Die Behörden im polnischen Kreis Ciechanów haben die Anwohner am 10. August 2026 aufgefordert, die Wälder zu meiden, nachdem Jäger drei Tage zuvor eine große Katze, möglicherweise einen Puma, in der Nähe des Dorfes Osiek-Wólka gemeldet hatten.
Sichtung und Beweise
Am 7. August 2026 entdeckten Jäger eines örtlichen Jagdvereins eine große Katze in der Nähe des Dorfes Osiek-Wólka im Kreis Ciechanów in der Woiwodschaft Masowien. Nadleśniczy Tomasz Dróżdż von Nadleśnictwo Ciechanów teilte der PAP mit, dass einer der Jäger, ein pensionierter Tierarzt und Mitarbeiter der SGGW, das Tier mit einem Wärmebildgerät beobachtet habe. Der Zeuge beschrieb ein Tier mit einem langen, eingerollten Schwanz und einem Körper, der etwa so groß war wie ein junges Wildschwein im zweiten Lebensjahr. Nach Eingang der Meldung schickten Förster Arbeiter zur Durchsuchung des Gebiets. In der Nähe einer Pfütze, die nach Regen frisch war, fanden sie einen Pfotenabdruck, der zu einer großen Katze, möglicherweise einem Puma, passte. Das Tier wurde auch von einer Wärmebildkamera erfasst. Die Sichtung wurde den Gemeindebehörden erst am Montag, dem 10. August, gegen 8:00 Uhr gemeldet, als Nadleśnictwo Ciechanów die Gemeinde Gołymin-Ośrodek kontaktierte.
Offizielle Warnungen
Am 10. August gaben sowohl das Gminny Zespół Zarządzania Kryzysowego in Gołymin-Ośrodek als auch das Powiatowe Centrum Zarządzania Kryzysowego in Ciechanów öffentliche Warnungen heraus. Die Bewohner von vier Dörfern – Osiek-Wólka, Osiek-Aleksandrowo, Osiek Górny und Stare Garnowo – wurden aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen, Wälder und bewaldete Gebiete zu meiden und Kinder unter strenger Aufsicht zu halten. Das Powiatowe Centrum erklärte, dass jeder, der das Tier sieht, sich nicht nähern, es nicht einfangen oder verscheuchen sollte, sondern sofort den Notruf 112 wählen sollte. Gemeindesekretärin Anna Augustyniak sagte gegenüber TVN24, dass die Warnung besonders in der Ferienzeit wichtig sei.
Da Ferienzeit ist, verbringen viele Kinder ihre Freizeit, gehen Pilze sammeln, Beeren pflücken, daher appellieren wir an die Eltern, wachsam zu sein, ihre Umgebung zu beobachten, den Wald und bewaldete Gebiete nicht zu betreten
Überwachung und nächste Schritte
Das Gebiet wird von den Forstbehörden überwacht. Drei Kamerafallen wurden bestellt, um die Anwesenheit des Tieres zu bestätigen. Laut Nadleśnictwo Ciechanów kann ein Puma zwischen 20 und 30 Kilometern pro Tag zurücklegen. Wenn die Anwesenheit des Tieres bestätigt wird, planen die Behörden, eine spezialisierte Firma mit dem Einfangen zu beauftragen. Nadleśniczy Dróżdż betonte, dass das Tier im Falle einer Lokalisierung mit einem Betäubungsmittel ruhiggestellt und nicht erschossen werde. Die Gemeinde konsultierte auch den Warschauer Zoo, dessen Spezialisten bestätigten, dass Pumas in der Lage sind, sehr große Entfernungen zurückzulegen. Krzysztof Sosnowski vom Centrum Zarządzania Kryzysowego in der Gemeinde Gołymin-Ośrodek sagte gegenüber Fakt, dass das Signal über das Tier erst am Montagmorgen im Büro eingegangen sei, obwohl die Beobachtung der Jäger bereits mehrere Tage zuvor stattgefunden hatte.
- Jäger entdecken große Katze in der Nähe von Osiek-Wólka mit Wärmebildgerät
- Nadleśnictwo Ciechanów informiert Gemeinde Gołymin-Ośrodek über die Sichtung
- Gminny und Powiatowy Zespół Zarządzania Kryzysowego geben öffentliche Warnungen an die Bewohner heraus
- Drei Kamerafallen bestellt; Gebiet unter Überwachung gestellt
Herkunft unbekannt
Es liegen keine Informationen darüber vor, wie ein Puma, eine in Amerika heimische Art, in Zentralpolen auftauchen konnte. Die Behörden prüften, ob ein Tier aus einem Zoo oder einer privaten Zuchtanlage entkommen war, aber es wurden keine Meldungen über einen vermissten Puma eingereicht. Der Fakt-Bericht wies auch darauf hin, dass ein ähnliches Raubtier in der Nähe des Ortes Ciemniewko im selben Kreis Rehe gejagt haben soll. Die Bewohner wurden zusätzlich aufgefordert, hohe Maisfelder zu meiden, in denen sich das Tier verstecken könnte.


