
Spanischer Minister Puente prangert „undemokratische Methoden“ zum Sturz der Regierung an – wachsender juristischer Druck auf die PSOE
Verkehrsminister Óscar Puente hat politischen Gegnern, Justizvertretern und Medien vorgeworfen, eine „undemokratische“ Kampagne zum Sturz der Regierung von Pedro Sánchez zu koordinieren, nach einer Reihe von juristischen Rückschlägen für die regierende Sozialistische Partei.
Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente hat am Donnerstag eine scharfe Verteidigung der Regierung gestartet und behauptet, eine koordinierte Kampagne mit „undemokratischen Methoden“ ziele darauf ab, die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez zu stürzen. Vor Reportern in den Gängen des Kongresses verwies Puente auf ein Zusammentreffen von Ermittlungen der Justiz, Medienlecks und politischen Angriffen als Beleg für ein konzertiertes Vorgehen zur Destabilisierung der Exekutive.
Eine Kaskade von Gerichtsverfahren
Puentes Äußerungen fallen in eine turbulente Zeit für die Spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE). Die dramatischste Entwicklung ereignete sich am Mittwoch, als Beamte der Zentralen Operativen Einheit (UCO) der Guardia Civil die PSOE-Bundeszentrale in der Madrider Calle Ferraz betraten. Die von Richter Santiago Pedraz vom Nationalen Gerichtshof angeordnete Aktion ist Teil einer Untersuchung eines angeblichen Komplotts unter Führung des früheren PSOE-Organisationssekretärs Santos Cerdán, Ermittlungen der Justiz gegen die Partei und die Regierung zu behindern. Puente betonte, dass sich die Ermittlungen noch in der „Ermittlungsphase“ befänden, und stellte fest, dass „zwei angebliche Bestechungsgelder“, die in der gerichtlichen Anordnung detailliert beschrieben seien, von den angeblich Betroffenen „kategorisch bestritten“ worden seien.
Lassen Sie die Justiz arbeiten, lassen Sie das klären, was geklärt werden muss.
Gleichzeitig sieht sich der frühere Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero einem Ermittlungsverfahren der Justiz wegen mutmaßlicher Einflussnahme im Zusammenhang mit der Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra ausgesetzt. Puente zeigte sich über dieses Verfahren erstaunt und argumentierte, dass Zapatero nun ein „Privatmann“ ohne öffentliches Amt sei, wobei er ironisch einen Ausdruck der Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso aufgriff, den diese zur Verteidigung ihres Partners während dessen eigener rechtlicher Probleme verwendet hatte.
Vorwürfe von Lecks und politischer Koordination
Ein zentraler Pfeiler von Puentes Anschuldigung ist das angebliche Durchsickern vertraulicher Informationen. Er behauptete, ein Medienunternehmen habe noch vor der Durchsuchung über die bevorstehende UCO-Durchsuchung der PSOE-Zentrale berichtet, und der Artikel sei mehr als 12 Stunden im Voraus verfasst worden. Puente behauptete weiter, die oppositionelle Volkspartei (PP) habe diese Informationen „im Voraus“ gehabt und sie genutzt, um die Regierung während der parlamentarischen Kontrollsitzung am Mittwoch anzugreifen, nur wenige Minuten nach Beginn der Durchsuchung.
Gestern veröffentlichte ein Medienunternehmen, obwohl der Fall geheim war, dass dieser Eingriff in der PSOE-Zentrale stattfinden würde. Es geschah, bevor es passierte, und wir wissen, dass diese Nachricht mehr als 12 Stunden vor dem Eingriff geschrieben wurde.
Puente stellte dieses Leck der jüngsten Verurteilung des Generalstaatsanwalts wegen Geheimnisverrats zur Widerlegung eines falschen Gerüchts gegenüber und deutete einen doppelten Standard bei der Verfolgung solcher Verstöße an. Er stellte die Frage, warum das Durchsickern eines versiegelten Falls nicht mit ähnlicher Energie untersucht werde.
Verdächtiges Timing und politische Absicht
Über die Lecks hinaus stellte Puente die verdächtige Gleichzeitigkeit von justiziellen und politischen Zeitplänen in Frage. Er bemerkte, dass er zwar immer gehört habe, dass Justiz und Politik nach unterschiedlichen Uhren tickten, die jüngsten Ereignisse jedoch darauf hindeuteten, dass dies nicht der Fall sei. Er verwies auf den unwahrscheinlichen Zufall, dass ein Prozess im Fall „Kitchen“ – eine Angelegenheit, die Jahre zurückliegt – gleichzeitig mit der aktuellen Welle von Ermittlungen stattfinde. Für Puente offenbart diese Ausrichtung von Justizhandlungen am politischen Kalender eine klare Absicht, die Regierung außerhalb der Wahlurne zu zermürben.
In meiner Zeit in der Berufspraxis hatte ich immer gehört, dass Justiz und Politik unterschiedliche Zeitpläne haben, und hier scheint es nicht so; hier scheinen sich die Zeitpläne von Politik und Justiz überraschend zu decken.
Keine vorgezogenen Neuwahlen
Trotz des Drucks schloss Puente vorgezogene Neuwahlen kategorisch aus. Er erklärte, die PSOE werde diese Praktiken weder „dulden“ noch „hinnehmen“ und sich auch nicht durch Versuche, die Demokratie zu stören, „beugen“ lassen. Der Minister betonte, dass nur der Ministerpräsident die Befugnis habe, Wahlen auszurufen, und die Partei beabsichtige, zum Wohle des Landes weiterzuregieren. Er beschrieb die sozialistische Mitgliedschaft als empört über die Verfahren und Lecks, aber entschlossen in ihrer Entschlossenheit, die Macht nicht durch das abzugeben, was er „Tricks und andere Werkzeuge“ nannte, sondern durch den demokratischen Prozess.
- UCO-Beamte betreten auf Anordnung von Richter Pedraz die PSOE-Zentrale in Madrid.
- PP nutzt durchgesickerte Informationen über die Durchsuchung, um die Regierung während einer Parlamentssitzung anzugreifen.
- Minister Óscar Puente prangert „undemokratische Methoden“ an und schließt vorgezogene Neuwahlen aus.


