Psychische Erkrankungen werden zur Hauptursache für Krankschreibungen in deutschen Bundesländern, während Atemwegserkrankungen zurückgehen
Daten der Krankenkasse DAK zeigen, dass psychische Erkrankungen im ersten Halbjahr 2026 in Bayern und Hessen erstmals seit 2022 der Hauptgrund für Krankschreibungen waren, während Atemwegserkrankungen in allen drei untersuchten Bundesländern stark zurückgingen.
Psychische Erkrankungen, darunter Depressionen, Angst- und Anpassungsstörungen, wurden im ersten Halbjahr 2026 zur häufigsten Ursache für Krankschreibungen bei DAK-versicherten Arbeitnehmern in Bayern und Hessen und überholten damit erstmals seit der Diagnose-Neuklassifizierung im Jahr 2022 die Atemwegserkrankungen. In Bayern stiegen die psychisch bedingten Fehlzeiten um 12 Prozent, während die Krankheitstage aufgrund von Atemwegserkrankungen um rund 25 Prozent auf 142 Tage pro 100 Arbeitnehmer sanken. In Hessen stiegen die psychisch bedingten Fehlzeiten ebenfalls um 12 Prozent, und die Atemwegserkrankungen gingen um 21 Prozent auf 195 Tage pro 100 Arbeitnehmer zurück. In Baden-Württemberg blieben Atemwegserkrankungen trotz eines Rückgangs um 22 Prozent auf 152 Tage pro 100 Arbeitnehmer die Hauptursache; die psychisch bedingten Krankschreibungen stiegen um 11 Prozent. Die Gesamtkrankheitsquote sank in allen drei Bundesländern um 0,2 Prozentpunkte, während die durchschnittliche Krankheitsdauer von 9,0–9,3 Tagen auf 9,2–9,6 Tage anstieg.
Es gibt den Beschäftigten die Möglichkeit, je nach ihrer gesundheitlichen Situation schrittweise im Arbeitsleben zu bleiben oder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ohne sich zwischen voller Arbeitsfähigkeit und voller Arbeitsunfähigkeit entscheiden zu müssen.
Die Analyse, durchgeführt vom Berliner IGES-Institut für die DAK-Gesundheit, umfasste rund 312.400 Versicherte in Bayern, 238.200 in Hessen und 243.700 in Baden-Württemberg.


