Kurz gefasst
Psychische Erkrankungen wurden im ersten Halbjahr 2026 zur Hauptursache für Krankschreibungen in Bayern und Hessen, die Fehlzeiten stiegen in beiden Bundesländern um 12 Prozent.
Krankheitstage aufgrund von Atemwegserkrankungen gingen in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg um 21–25 Prozent zurück, von bis zu 248 auf 142–195 Tage pro 100 Arbeitnehmer.
Die Gesamtkrankheitsquote sank in allen drei Bundesländern um 0,2 Prozentpunkte (auf 4,4–5,5 Prozent), die durchschnittliche Krankheitsdauer stieg leicht auf 9,2–9,6 Tage.
Psychische Erkrankungen, darunter Depressionen, Angst- und Anpassungsstörungen, wurden im ersten Halbjahr 2026 zur häufigsten Ursache für Krankschreibungen bei DAK-versicherten Arbeitnehmern in Bayern und Hessen und überholten damit erstmals seit der Diagnose-Neuklassifizierung im Jahr 2022 die Atemwegserkrankungen. In Bayern stiegen die psychisch bedingten Fehlzeiten um 12 Prozent, während die Krankheitstage aufgrund von Atemwegserkrankungen um rund 25 Prozent auf 142 Tage pro 100 Arbeitnehmer sanken. In Hessen stiegen die psychisch bedingten Fehlzeiten ebenfalls um 12 Prozent, und die Atemwegserkrankungen gingen um 21 Prozent auf 195 Tage pro 100 Arbeitnehmer zurück. In Baden-Württemberg blieben Atemwegserkrankungen trotz eines Rückgangs um 22 Prozent auf 152 Tage pro 100 Arbeitnehmer die Hauptursache; die psychisch bedingten Krankschreibungen stiegen um 11 Prozent. Die Gesamtkrankheitsquote sank in allen drei Bundesländern um 0,2 Prozentpunkte, während die durchschnittliche Krankheitsdauer von 9,0–9,3 Tagen auf 9,2–9,6 Tage anstieg.
„Es gibt den Beschäftigten die Möglichkeit, je nach ihrer gesundheitlichen Situation schrittweise im Arbeitsleben zu bleiben oder an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ohne sich zwischen voller Arbeitsfähigkeit und voller Arbeitsunfähigkeit entscheiden zu müssen.“
Die Analyse, durchgeführt vom Berliner IGES-Institut für die DAK-Gesundheit, umfasste rund 312.400 Versicherte in Bayern, 238.200 in Hessen und 243.700 in Baden-Württemberg.
Quellen und Kontext
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