
PSG holt zweiten Champions-League-Titel in Folge im dramatischen Elfmeterschießen, aber gewalttätige Feiern in ganz Frankreich führen zu Hunderten Festnahmen
Paris Saint-Germain sicherte sich den zweiten Champions-League-Titel in Folge durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Arsenal in Budapest, doch gewalttätige Feierlichkeiten in ganz Frankreich führten zu Massenfestnahmen und Verletzungen, die den Triumph überschatteten.
Das Spiel
Das Champions-League-Finale 2026 in der Puskás Aréna in Budapest brachte die Ligue-1-Meister Paris Saint-Germain gegen die Premier-League-Sieger Arsenal. Die Partie war eine spannende Angelegenheit: Kai Havertz brachte Arsenal in der 6. Minute in Führung. PSG glich in der 65. Minute durch Ousmane Dembélé aus, und keine Mannschaft konnte in der regulären Spielzeit oder in der Verlängerung den Bann brechen, was zu einem entscheidenden Elfmeterschießen führte, das der französische Klub mit 4:3 gewann.
Portugiesische Stars glänzen
Portugiesische Nationalspieler spielten eine entscheidende Rolle im Finale. Vitinha wurde aufgrund seiner überragenden Mittelfeldleistung zum Mann des Spiels gekürt, während Nuno Mendes, João Neves und Gonçalo Ramos ebenfalls maßgeblich beitrugen. Nach dem Schlusspfiff sprach ein brasilianischer Influencer die drei portugiesischen PSG-Spieler auf Englisch an und bat um ein Foto, woraufhin sie gemeinsam antworteten: „Sprecht Portugiesisch, verdammt noch mal“, wie es heißt.
Gewalt nach dem Spiel
Der Sieg wurde von weit verbreiteten Unruhen in ganz Frankreich überschattet. Die Behörden meldeten zwischen 336 und 416 Festnahmen, allein in Paris über 235. Mindestens sieben Polizisten wurden verletzt, einer davon durch Feuerwerkskörper. Randalierer lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei auf den Champs-Élysées, an der Place de la République und versuchten, das Parc des Princes-Stadion zu stürmen. Rund 22.000 Polizisten und Gendarmen wurden landesweit eingesetzt, 8.000 in der Hauptstadtregion, dennoch brach in 15 Städten Chaos aus.
Rices entschlossene Botschaft
Arsenal-Mittelfeldspieler Declan Rice, der die vollen 120 Minuten spielte, äußerte sich nach der Niederlage gegenüber den Medien.
Er schwor, dass die Mannschaft die Niederlage als Motivation nutzen werde, und sagte:Glückwunsch an PSG, die in den letzten Jahren das beste Team Europas waren. Sie haben den besten Angriff der Welt und man kann nicht auf die gleiche Weise gegen sie spielen wie gegen andere Mannschaften. Wir haben es geschafft, ihre Chancen zu neutralisieren, und hatten auch unsere eigenen.
Wir werden diese Niederlage nutzen, um uns in den kommenden Spielzeiten anzutreiben. Nächstes Jahr werden wir noch stärker sein und bereit sein. Das sind aufregende Zeiten für diesen Verein.
Benficas Bonus
Der Sieg löste eine Bonuszahlung von 2 Millionen Euro im Transfer von João Neves von Benfica zu PSG aus, wodurch sich die Gesamtsumme auf 70 Millionen Euro erhöht. Der portugiesische Mittelfeldspieler wechselte 2024 für eine Grundablöse von 60 Millionen Euro plus Bonuszahlungen zu PSG; der Titel im letzten Jahr hatte die Summe bereits auf 64 Millionen Euro erhöht, und regelmäßige Einsätze brachten in dieser Saison weitere 4 Millionen Euro.
Historische Leistung
PSGs Sieg macht sie zum neunten Verein, der den Europapokal der Landesmeister in Folge gewinnt, und reiht sie in eine elitäre Gruppe ein, zu der Real Madrid, Benfica, Ajax und Bayern München gehören. Die Mannschaft sollte am Sonntag von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einer Siegesparade in Paris empfangen werden.
- Kai Havertz trifft für Arsenal (6. Minute)
- Ousmane Dembélé gleicht aus (65. Minute)
- Spiel endet 1:1 nach Verlängerung
- PSG gewinnt Elfmeterschießen 4:3

