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Fußball·vor 3 Std.

PSG verteidigt Champions-League-Titel im Elfmeterkrimi gegen Arsenal

Paris Saint-Germain sicherte sich den zweiten UEFA-Champions-League-Titel in Folge, besiegte Arsenal nach einem 1:1-Unentschieden in Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen und ist damit der erste Verein seit Real Madrid, der den Titel verteidigt.

Paris Saint-Germain schrieb am Samstagabend ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte, als sie ihren UEFA-Champions-League-Titel mit einem dramatischen 4:3-Elfmetersieg gegen Arsenal in der Puskás Aréna in Budapest erfolgreich verteidigten. Das Finale, das vor 61.035 Zuschauern ausgetragen wurde, endete nach Verlängerung 1:1, sodass das Spiel vom Punkt entschieden werden musste.

Eine Geschichte zweier Halbzeiten

Arsenal ergriff mit einem Traumstart die Initiative. In der 6. Minute erwies sich ein Abwehrfehler von PSG-Kapitän Marquinhos als kostspielig. Sein versuchter Klärungsversuch traf Teamkollege Leandro Trossard und prallte perfekt in den Lauf des deutschen Nationalspielers Kai Havertz. Der Stürmer hämmerte den Ball aus spitzem Winkel ins Netz und schrieb Geschichte, indem er laut Datenanbieter Opta der erste Deutsche wurde, der in zwei verschiedenen Champions-League-Endspielen traf. Arsenal, das vor dem Finale in der gesamten Champions-League-Saison nur sechs Gegentore kassiert hatte, zeigte dann seine defensive Widerstandsfähigkeit und frustrierte PSGs star besetzten Angriff für den Rest der ersten Halbzeit, obwohl die Franzosen über 70 Prozent Ballbesitz hatten.

Das Comeback und das Elfmeterschießen

PSGs unermüdlicher Druck zahlte sich schließlich in der 65. Minute aus. Khvicha Kvaratskhelia wurde von Cristhian Mosquera im Strafraum zu Fall gebracht, und Weltfußballer Ousmane Dembélé verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum Ausgleich. Die Partie wurde zunehmend angespannter, beide Seiten drängten auf den Siegtreffer. Ein starker Elfmeterantrag von Arsenal wurde in der 102. Minute abgewiesen, als Noni Mandueke nach einem Zweikampf mit Nuno Mendes zu Fall kam, aber der deutsche Schiedsrichter und der VAR sahen kein Foul. Da in der Verlängerung keine weiteren Tore fielen, wurde das Finale im Elfmeterschießen entschieden, bei dem Arsenals Verteidiger Gabriel den entscheidenden Elfmeter vergab, seinen Versuch über die Latte setzte und wilde Jubelszenen bei den Parisern auslöste.

Eine historische Titelverteidigung

Durch die Titelverteidigung wurde PSG erst der zweite Verein in der Champions-League-Ära, die 1992 begann, der den Titel in Folge gewann – eine Leistung, die zuvor nur Real Madrid gelungen war, das zwischen 2016 und 2018 bemerkenswerterweise drei Titel in Folge holte. Der Sieg ist der dritte Champions-League-Titel für PSG-Trainer Luis Enrique als Trainer, nach seinen Triumphen mit dem FC Barcelona 2015 und mit PSG 2025, womit er sich in eine Reihe mit Trainerlegenden wie Pep Guardiola, Bob Paisley und Zinédine Zidane stellt. Den Rekord für die meisten Siege hält Carlo Ancelotti mit fünf.

Er hat diese Gabe, wichtige Tore zu schießen.

Rekorde und Belohnungen

Der Sieg krönt eine bemerkenswerte Saison für die Pariser, die auch den UEFA Super Cup, den Intercontinental Cup, den Trophée des Champions und ihren 14. Ligue-1-Titel gewannen. Ihr Weg ins Finale beinhaltete einen denkwürdigen 5:4-Hinspielsieg im Halbfinale gegen Bayern München. Mit 45 Toren im Wettbewerb stellte PSG zudem den Rekord für die meisten Tore in einer einzigen Champions-League-Saison ein, eine Bestmarke, die sie nun mit dem FC Barcelona teilen. Der Triumph brachte auch eine beträchtliche finanzielle Belohnung mit sich: eine UEFA-Prämie von 25 Millionen Euro.

Zeitleiste des Champions-League-Finales 2026
  1. Kai Havertz erzielt in der 6. Minute nach einem Abwehrfehler von Marquinhos das Tor für Arsenal.
  2. Halbzeit: Arsenal führt 1:0. PSG dominiert den Ballbesitz mit über 70%, kann sich aber keine klaren Chancen herausspielen.
  3. Ousmane Dembélé gleicht in der 65. Minute per Elfmeter für PSG aus, nachdem Kvaratskhelia gefoult wurde.
  4. Abpfiff: 1:1. Das Spiel geht in die Verlängerung.
  5. Arsenals Elfmeterantrag wegen eines Fouls an Noni Mandueke in der 102. Minute wird vom Schiedsrichter und VAR abgewiesen.
  6. PSG gewinnt das Elfmeterschießen mit 4:3, nachdem Arsenals Verteidiger Gabriel seinen Versuch vergibt.

Herzschmerz für die Gunners

Für Arsenal war die Niederlage ein bitteres Ende einer ansonsten herausragenden Saison. Nur wenige Tage nach dem Gewinn des Premier-League-Titels – dem ersten seit 22 Jahren, mit sieben Punkten Vorsprung auf Manchester City – scheiterten sie nur knapp an einem historischen Double. Die Niederlage ist ihre zweite in einem Champions-League-Finale, nachdem sie 2006 mit 1:2 gegen Barcelona verloren hatten. Trotz der Enttäuschung war es ihre erste Niederlage in 15 Champions-League-Spielen in dieser Saison, was ihre Rückkehr zur europäischen Elite unter Mikel Arteta unterstreicht.

Budapest

6 Quellen

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