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Fußball·vor 4 Std.

PSG gegen Arsenal: Champions-League-Finale hält Paris in Atem, Fans zwischen Roland-Garros und dem Parc des Princes gespalten

Während das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal in Budapest stattfand, war Paris eine Stadt der geteilten Aufmerksamkeit: Der Parc des Princes brodelte mit 47.500 Fans, während die Besucher von Roland-Garros heimlich auf ihre Handys schielten.

Das UEFA-Champions-League-Finale 2026 zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal am Samstag, den 30. Mai, verwandelte Paris in eine Stadt der geteilten Aufmerksamkeit. Im Parc des Princes versammelten sich 47.500 Anhänger, um das Spiel auf einer Großleinwand zu verfolgen, und schufen einen Hexenkessel voller Lärm und Rauch. Gleichzeitig, auf der anderen Seite der Stadt in Roland-Garros, spielte das French-Open-Tennisturnier die zweite Geige, während Fans in PSG-Trikots um ihre Smartphones drängten, die Augen auf den Fußball statt auf die Sandplätze gerichtet.

Früher Schock für die Pariser

Das Match im Budapester Puskás-Arena begann desaströs für die Titelverteidiger. Bereits nach sechs Minuten brachte Arsenals deutscher Stürmer Kai Havertz die mitgereisten Fans zum Verstummen. Eine Ablage von Trossard auf der Mittellinie nach einer Klärung von Marquinhos schickte Havertz auf und davon, und er feuerte einen kraftvollen Linksschuss aus spitzem Winkel am russischen Torhüter Matvey Safonov vorbei.

Der kraftvolle Schuss des Deutschen aus spitzem Winkel überraschte Matvey Safonov.

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Dies stand in starkem Kontrast zum Vorjahresfinale, als PSG bereits nach zwölf Minuten durch Achraf Hakimi gegen Inter Mailand in Führung gegangen war und schließlich 5:0 gewonnen hatte.

Dembélés Elfmeter leitet Aufholjagd ein

Über eine Stunde lang kämpfte PSG darum, die disziplinierte Arsenal-Abwehr zu durchbrechen. Der Durchbruch gelang auf dem linken Flügel, als Khvicha Kvaratskhelia von Arsenals spanischem Verteidiger Cristhian Mosquera ungeschickt zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Siebert zeigte ohne Zögern auf den Punkt. Ballon-d'Or-Gewinner Ousmane Dembélé trat in der 65. Minute an und schickte Torhüter David Raya mit seinem rechten Fuß routiniert in die falsche Ecke – es war sein achter Treffer in der laufenden Champions-League-Saison.

Mit dem rechten Fuß schlenzte Dembélé den Elfmeter und ließ Raya ins Leere laufen.

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Der Ausgleich entzündete den Parc des Princes, wo Leuchtfackeln gezündet wurden und die Hoffnung bei noch 30 Minuten Spielzeit zurückkehrte.

Kvaratskhelia trifft den Pfosten

Kurz nach dem Ausgleich wäre PSG beinahe in Führung gegangen. Kvaratskhelia, der auf dem Flügel sein Tempo ausspielte, drang nach einem Konter in den Arsenal-Strafraum ein. Sein Linksschuss wurde jedoch durch eine Grätsche von Myles Lewis-Skelly leicht abgefälscht und krachte gegen den Pfosten von David Raya, was die Gunners bewahrte.

Der Schuss des Georgiers, nach einem atemraubenden Konter am Ende einer langen Flanke, fand nur den Pfosten von Arsenal-Torhüter David Raya.

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Geteilte Stadt: Roland-Garros vs. das Finale

Das Aufeinandertreffen zweier Sportgroßereignisse schuf eine einzigartige Atmosphäre in Paris. In Roland-Garros wurde der legendäre weiße Panamahut von einem Meer aus PSG-Trikots mit Namen wie Dembélé, Ibrahimovic und Pauleta verdrängt. Auf dem Suzanne-Lenglen-Court, wo der Franzose Moïse Kouame gegen den Chilenen Alejandro Tabilo antrat, vollführten die Fans eine vertraute Choreografie: zwei Hände, die ein Smartphone im Querformat halten, Köpfe nach unten geneigt, um den Fußball zu verfolgen.

Als Pariser Fan seit meiner Kindheit konnte ich heute nicht darauf verzichten, das Trikot zu tragen.

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Emilien, ein Student aus Belfort im PSG-Trikot, saß vor einem Bildschirm, der Kouames Match zeigte, gab aber zu, dass seine Gedanken woanders waren. Milan und Jérémy, die nahe der Place des Mousquetaires saßen, ignorierten das Match Coco Gauff gegen Anastasia Potapova auf dem Court Central völlig; ihre Aufmerksamkeit galt einem einzigen Smartphone zwischen ihnen.

Klar, wir verfolgen nur das Spiel von Paris, wir schauen nicht mehr wirklich, was in Roland-Garros passiert.

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Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt

Der französische Innenminister Laurent Nuñez war auf den Champs-Élysées, um die Sicherheitsvorkehrungen der Pariser Polizeipräfektur zu überprüfen. Der obere Teil der berühmten Avenue war abgesperrt; enttäuschte Fans versammelten sich am unteren Ende und verfolgten das Spiel auf ihren Handys. Rund zehn Festnahmen wurden in der Nähe des Parc des Princes gemeldet, und kleinere Vorfälle mit Böllern wurden auf der Avenue Kléber im 16. Arrondissement verzeichnet. Im 18. Arrondissement wurden Gruppen von Vermummten mit Eisenstangen beobachtet, aber es war zu diesem Zeitpunkt zu keiner Gewalt gekommen.

Schlüsselmomente des Champions-League-Finals 2026
  1. 6. Minute: Kai Havertz trifft für Arsenal nach einer Ballabnahme im Mittelfeld und bringt die Gunners mit 1:0 in Führung.
  2. 65. Minute: Ousmane Dembélé gleicht per Elfmeter für PSG aus, nachdem Khvicha Kvaratskhelia gefoult wurde.
  3. Kurz darauf: Kvaratskhelias Schuss wird von Myles Lewis-Skelly an den Pfosten abgefälscht, was PSG die Führung verwehrt.
Paris · Budapest

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