Regierung · Carcavelos
PS stellt Wirtschaftsplattform gegen Montenegros Arbeitsmarktpolitik vor, Carneiro beklagt fehlende Einladung zu Reformgesprächen
Der sozialistische Generalsekretär José Luís Carneiro versammelte ehemalige Minister und Fachleute, um einen eigenen Wirtschaftsvorschlag zu validieren, der auf Produktivität, Innovation und Lohnkonvergenz abzielt, und wirft der Regierung vor, die größte Oppositionspartei bei den Verhandlungen zur Arbeitsreform auszuschließen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, Notícias ao Minuto, Observador und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
PS-Chef José Luís Carneiro versammelte über 20 Experten, darunter die Ex-Minister Mário Centeno, Fernando Medina und Pedro Siza Vieira, um einen alternativen wirtschaftlichen Rahmen zu validieren.
Die PS will, dass das durchschnittliche portugiesische Gehalt dem durchschnittlichen EU-Verhältnis des Pro-Kopf-BIP in Kaufkraftparität entspricht, was einen strukturellen Wirtschaftswandel erfordert.
Der Vorschlag betont Investitionen in F&E, die Integration nationaler Technologien, eine Reform der Berufsbildung und lebenslanges Lernen, um mit KI und Klimawandel umzugehen.
Carneiro erklärte, die Partei sei weder zu den Verhandlungen über die Arbeitsgesetzänderungen der Regierung noch zur Einheitlichen Sozialleistung eingeladen worden, während Chega-Chef André Ventura noch am selben Tag den Premierminister traf.

Ein Treffen zur Erarbeitung einer alternativen Wirtschaftsvision
Die Sozialistische Partei (PS) versammelte am Dienstag, dem 16. Juni 2026, mehr als zwei Dutzend Ökonomen, Steuer- und Arbeitsexperten sowie ehemalige Regierungsmitglieder an der Nova School of Business and Economics in Carcavelos. Das Treffen war der erste Schritt zum Aufbau einer Plattform mit dem Namen „Solução para um Futuro Melhor“ (Lösung für eine bessere Zukunft), die die Partei als Gegenentwurf zur Wirtschaftsstrategie von Premierminister Luís Montenegro präsentieren will. Zu den Teilnehmern gehörten die früheren Minister Mário Centeno, Fernando Medina, Pedro Siza Vieira, António Costa Silva, Ana Mendes Godinho, António Mendonça, Manuel Caldeira Cabral, Nelson de Souza und Basílio Horta sowie die Wissenschaftlerinnen Aurora Teixeira und Carla Guapo Costa.
„Unser Fahrplan ist es, einen soliden Vorschlag zu erarbeiten, der eine Alternative zur Wirtschaftspolitik der Regierung darstellt. Wir sollten uns nicht übereilen, sondern sehr entschlossene Schritte unternehmen.“
Grundpfeiler: Produktivität, Qualifikation und Lohnkonvergenz
Das Eckpunktepapier argumentiert, dass Portugal „mehr wachsen, besser produzieren und besser bezahlen“ müsse, indem es Investitionen, Internationalisierung, Qualifikationen, Innovation, Produktivität und Löhne miteinander verknüpft. Carneiro betonte, dass höhere Löhne zur Anziehung und Bindung qualifizierter Generationen eine produktivere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft erforderten. Der PS-Plan sieht vor, die Forschung und Entwicklung zu stärken, nationale Technologien zu integrieren, das Exportmodell zu überarbeiten und ein System der lebenslangen Aus- und Weiterbildung zu schaffen, um die digitale Transformation, die künstliche Intelligenz sowie den Klima- und Energieumbau zu bewältigen.
„Um bessere Löhne zahlen zu können, die in der Lage sind, die qualifiziertesten Generationen zu halten und anzuziehen, braucht Portugal eine produktivere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft.“
Ein vorrangiges Ziel ist die Konvergenz mit dem durchschnittlichen europäischen Gehalt. Die Partei schlägt vor, dass das Durchschnittsgehalt in Portugal dem Verhältnis des Pro-Kopf-BIP in Kaufkraftparität zur Europäischen Union entsprechen sollte. Dies setzt einen Strukturwandel voraus, der mehr Wertschöpfung, Innovation und technologische Tiefe in die Wirtschaft einbettet.
Der Riss in der Arbeitsreform und die fehlende Einladung
Die Veranstaltung fand am selben Tag statt, an dem Chega-Chef André Ventura in die offizielle Residenz des Premierministers zurückkehrte, um die geplante Arbeitsgesetzreform der Regierung zu besprechen. Ventura erklärte anschließend, das Treffen sei ohne Einigung zu Ende gegangen, beide Seiten würden aber weiterarbeiten. Carneiro stellte hingegen klar, dass die PS zu keinen Verhandlungen weder über die Arbeitsreform noch über die Einheitliche Sozialleistung (PSU) eingeladen worden sei.
„Was Arbeitsfragen betrifft, gab es keinerlei Einladung. Auch nicht zur Behandlung der PSU.“
Die Sozialisten werfen der Regierung vor, die Wirtschaft „durch eine Abwertung der Arbeit, durch die Prekarität der Jugend und durch das Preisgeben der Schwächsten“ wettbewerbsfähig machen zu wollen. Der PS-Alternativvorschlag lehnt das ab, was er als „Gegenreform“ bezeichnet, und fordert stattdessen einen Pakt, der auf Produktivität, Qualifikation, Innovation und höheren Löhnen basiert.
Fahrplan: Von der Validierung zum sozialen Dialog
Carneiro erläuterte, dass das unmittelbare Ergebnis des Treffens in Carcavelos die Validierung einer Grundstruktur sein werde, die dann mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und den Partnern im Rahmen der Sozialen Konzertierung diskutiert werden solle. Er unterstrich, dass die Partei die Gewohnheit der Regierung vermeiden wolle, „wundersame Lösungen“ zu versprechen, die dann nicht geliefert würden. Ohne einen festen Termin für den endgültigen Plan beabsichtigt die PS-Führung, verschiedene Wirtschaftssektoren zu bereisen, bevor sie die Sozialpartner zur Teilnahme an der Initiative auffordert. Ziel ist es, ein glaubwürdiges Programm anzubieten, sobald das Land das nächste Mal zur Wahl geht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- SAPOCarneiro acusa Governo de desvalorizar o trabalho e apresenta plano económico para "fixar e atrair gerações qualificadas"
- Notícias ao MinutoCarneiro recusa pressa na na preparação de programa económico
- SAPOCarneiro diz que PS não foi convidado para reunião sobre reforma laboral ou PSU com Montenegro
- Notícias ao MinutoReunião sobre reforma laboral ou PSU? Carneiro não recebeu "convite"
- José Luís Carneiro
- Generalsekretär der portugiesischen Sozialistischen Partei (PS)
- Luís Montenegro
- Premierminister von Portugal
- André Ventura
- Vorsitzender der Partei Chega, traf noch am selben Tag den Premierminister zur Arbeitsreform
- Mário Centeno
- Ehemaliger portugiesischer Finanzminister und ehemaliger Gouverneur der Bank von Portugal
- Fernando Medina
- Ehemaliger portugiesischer Finanzminister
- Pedro Siza Vieira
- Ehemaliger portugiesischer Minister für Wirtschaft und digitale Transformation
- António Costa Silva
- Ehemaliger portugiesischer Minister für Wirtschaft und Meeresangelegenheiten
- Ana Mendes Godinho
- Ehemalige portugiesische Ministerin für Arbeit, Solidarität und soziale Sicherheit
- António Mendonça
- Präsident (Bastonário) der portugiesischen Ordem dos Economistas und ehemaliger Minister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikation
- Manuel Caldeira Cabral
- Ehemaliger portugiesischer Wirtschaftsminister
- Nelson de Souza
- Ehemaliger portugiesischer Minister für Planung und territorialen Zusammenhalt
- Basílio Horta
- Ehemaliger portugiesischer Landwirtschaftsminister und derzeitiger Bürgermeister von Sintra
- Aurora Teixeira
- Ordinaria an der Wirtschafts- und Managementfakultät (FEP) der Universität Porto, als Expertin unter den Teilnehmern des Treffens
- Carla Guapo Costa
- Ordinaria am Höheren Institut für Sozial- und Politikwissenschaften (ISCSP) der Universität Lissabon, Teilnehmerin des Plattformtreffens
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