
PS-Chef erringt zwei Gesetzeserfolge und wirft AD-Regierung 'Liebelei' mit rechtsextremer Chega vor
Auf der Sitzung der Nationalkommission der PS anlässlich seines ersten Jahres als Generalsekretär erklärte José Luís Carneiro zwei kürzliche politische Blockaden zu parteiweiten Erfolgen und beschuldigte die AD-Regierung von Premierminister Luís Montenegro einer 'Liebelei' mit der rechtsextremen Chega.
Eröffnung der Nationalkommission
In Lissabon begann die Nationalkommission der PS auf Wunsch von Carneiro mit einer Schweigeminute für die Erdbebenopfer in Venezuela. Die Sitzung markierte genau ein Jahr seit seiner ersten Wahl zum Generalsekretär. Carneiro sagte, dass er bei jeder Entscheidung das nationale Interesse über parteipolitische oder persönliche Interessen gestellt habe.
Zwei behauptete Erfolge
Anschließend hob er zwei aktuelle Entwicklungen als parteieigene Erfolge hervor: die Blockade der sogenannten 'Gegenarbeitsmarktreform' der Regierung und den Stopp der Einheitlichen Sozialleistung.
Er stellte das Ergebnis als einen Sieg nicht nur für die PS, sondern auch für 5.334.700 Arbeitnehmer und Tausende von Familien in Not dar.Wir waren in der Lage, zwei zutiefst ungerechte, zutiefst unmenschliche Maßnahmen zu stoppen. Es war ein Sieg der Sozialistischen Partei.
Angriff auf die AD-Chega-Verbindungen
Carneiro beschuldigte die AD-Regierung und die rechtsextreme Chega-Partei, eine öffentliche 'Werbung' mit wechselnder Zuneigung und Distanz zu betreiben.
Er argumentierte, dass die Bürger wissen, dass die Regierung ihre Probleme nicht löst und dass die PS eine glaubwürdige Alternative sei.Die Portugiesen mögen nicht alle politischen Manöver von AD und Chega verfolgen, noch die Liebelei verstehen, die mal mit Küssen und mal mit Schmollen einhergeht.
Wirtschaftskritik und vier Prioritäten
Er wandte sich direkt an Premierminister Luís Montenegro.
Carneiro machte die Regierung für ein Handelsdefizit von über 30 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einen Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen verantwortlich. Anschließend nannte er vier Prioritäten für die kommenden Monate: einen Vorschlag zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, die Verringerung der Auswirkungen der Lebenshaltungskosten, die Anhebung der niedrigsten Renten und die Forderung an die Regierung in den Bereichen Wohnen, Einkommen und Gesundheit.Herr Premierminister, nehmen Sie den Kopf aus dem Sand. Ihre Regierung funktioniert nicht.
Parlamentstage zur S-Bahn
Am Montagmorgen werden Carneiro und PS-Abgeordnete sich Tausenden von Pendlern auf der 40-minütigen CP-Zugfahrt zwischen Sintra und Rossio anschließen. Die Linie Sintra ist die am stärksten frequentierte S-Bahn-Strecke Portugals und befördert rund 280.000 Fahrgäste pro Tag (100 Millionen jährlich). Die Parlamentstage sind Teil einer Reihe von Besuchen im Großraum Lissabon.


