
Rumänische Polizei untersucht Prügelei zwischen Eltern bei U15-Mädchen-Handballspiel in Timișoara
Die Polizei in Timișoara hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Väter während eines U15-Mädchen-Handballspiels auf der Tribüne die Fäuste fliegen ließen, woraufhin der Rumänische Handballverband eine Dringlichkeitssitzung des Vorstands einberief.
Handgemenge auf den Tribünen von Timișoara
Am 4. Oktober 2026 kam es während eines U15-Mädchen-Handballspiels in der Constantin-Jude-Sporthalle, auch bekannt als Sala Olimpia, in Timișoara zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Eltern auf den Tribünen. Die Partie brachte den Gastgeber LPS Banatul Timișoara und den Gast CSC Millenium Giarmata in der zweiten Runde der nationalen Meisterschaft, Serie P, zusammen. Unstimmigkeiten unter den Zuschauern begannen nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen während des Spiels. Zeugen berichteten, der Vater einer Spielerin sei über Zuschauersitze in den von den gegnerischen Eltern besetzten Block geklettert und habe begonnen, auf einen anderen Mann einzuschlagen. Die beiden Männer tauschten Schläge aus und schubsten sich über Sitzreihen hinweg, während umstehende Zuschauer eingriffen, um sie zu trennen.
Spannungen auf dem Feld und Schiedsrichterstrafen
Das Spiel war bereits vor der Prügelei auf den Tribünen von großer Anspannung auf dem Feld geprägt. Die Schiedsrichterinnen Cristina Râpă und Mirela Morariu verhängten während der Partie insgesamt 20 Zwei-Minuten-Strafen und belegten LPS Banatul zwölfmal und Millenium Giarmata achtmal. Die Unparteiischen verwiesen zudem LPS-Banatul-Trainer Attila Horvath von der Bank. Die Angaben zum Endergebnis gingen zwischen den Quellen auseinander; genannt wurden entweder ein 18:28- oder ein 12:30-Sieg für Millenium Giarmata. Spielerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren sahen die körperliche Auseinandersetzung vom Spielfeld aus mit an. Mehrere junge Sportlerinnen begannen zu schreien, und ein Mädchen lief zum Rand der Tribüne, um den Erwachsenen zu signalisieren, aufzuhören, bevor es sich verzweifelt das Gesicht zuhielt.
- LPS Banatul Timișoara
- 12 Strafen
- CSC Millenium Giarmata
- 8 Strafen
Öffentliche Reaktion und Reaktion der Trainerin
Videoaufnahmen der Auseinandersetzung verbreiteten sich nach Spielende in den sozialen Medien. Adriana Beldiman, Handballtrainerin bei HC Beldiman Arad, teilte die Aufnahme auf Facebook und verband sie mit öffentlicher Kritik am Verhalten von Erwachsenen bei Nachwuchssportveranstaltungen. Sie argumentierte, die Erwachsenen hätten ihre Rolle als Vorbilder für die jungen Wettkämpferinnen auf dem Feld nicht erfüllt.
Bei einem Handballspiel der U15-Mädchen im Rahmen der nationalen Meisterschaft haben die Eltern auf den Tribünen gekämpft, statt den Mädchen beim Spielen zuzusehen, sie anzufeuern und den Sport zu genießen. Kinder im Alter von 13 bis 14 Jahren waren auf dem Feld, während die Eltern am Spielfeldrand kämpften. Welches Beispiel geben wir ihnen? Welche Botschaft senden wir aus?
Beldiman wies darauf hin, dass die emotionale Not der jungen Spielerinnen in der gesamten Aufnahme zu hören sei, und appellierte an die Eltern, Fairplay und die Sicherheit der Jugend zu respektieren.
Polizeiliche Ermittlungen und Überprüfung durch den Verband
Die Kreispolizeiinspektion Timiș leitete eine Untersuchung ein, nachdem sie die viral verbreiteten Aufnahmen gesichtet hatte. Beamte der 2. Stadtpolizeistation von Timișoara arbeiten daran, die Umstände der Prügelei aufzuklären und die beteiligten Männer zu identifizieren. Die Strafverfolgungsbehörden bestätigten, dass bis zum 5. Oktober 2026 keine der Parteien eine förmliche Strafanzeige gestellt hatte. Als Reaktion auf die Prügelei verurteilte der Rumänische Handballverband die Gewalt und verwies den Vorfall zur Prüfung an seine Disziplinarkommission bei deren nächster planmäßiger Sitzung. Der Verband berief zudem eine Dringlichkeitssitzung seines Verwaltungsrats ein, um institutionelle Maßnahmen im Rahmen seiner Safeguarding-Policy festzulegen.
Die Maßnahmen, die der Verband erwägt, entsprechen den Grundsätzen der FRH-Safeguarding-Policy, die die Sicherheit, Integrität, Würde und das Wohl von Kindern in den Mittelpunkt der sportlichen Aktivität stellt und den Grundsatz der Nulltoleranz gegenüber jeder Form von Gewalt festschreibt.
Der Verband bekräftigte, dass die offiziellen Regularien von Eltern ein respektvolles Verhalten gegenüber Spielerinnen, Trainerteams, Spieloffiziellen und anderen Zuschauern bei allen Wettbewerben verlangen.


