Sicherheit · Zürich und Basel

Unangemeldete Proteste in Zürich und Basel eskalieren: brennende Barrikaden und Wasserwerfer

Mehrere hundert Menschen in Zürich und rund 150 in Basel beteiligten sich am Samstagabend, 31. Oktober, an unangemeldeten Demonstrationen, die sich auf Jugendproteste in Frankreich beriefen. In Zürich setzte die Polizei Wasserwerfer ein, in Basel zündeten Protestierende nahe dem St. Johanns-Platz Abfallcontainer an.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, Neue Zürcher Zeitung, SWI swissinfo.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zürich, Basel · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 31.10.Rund um Langstraße und Helvetiaplatz in Zürich kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizei, Wasserwerfer werden eingesetzt
  2. 31.10.Auf den Straßen Zürichs nahe dem Helvetiaplatz brennen mehrere Feuer
  3. Nach MitternachtDie Lage in Zürich beruhigt sich, die Polizei bleibt mit einem großen Aufgebot vor Ort

Aufrufe in sozialen Medien und die Halloween-Kulisse

Am Samstagabend, 31. Oktober, fanden in Zürich und Basel zwei unangemeldete Demonstrationen statt. Ein Online-Aufruf unter dem Slogan „GenZ regelt“ (in Basler Berichten als „Gen Z klärt das“ wiedergegeben) zirkulierte in den Tagen zuvor und stellte die Proteste in eine Reihe mit Jugenddemonstrationen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Der Basler Aufruf auf Instagram warf der Polizei in ganz Europa vor, hart gegen junge Menschen vorzugehen. In beiden Städten fanden an diesem Abend Halloween-Veranstaltungen statt, und viele Protestierende in Zürich trugen zunächst Kostüme, bevor sie zu schwarzer Kleidung und Gesichtsmasken wechselten.

Zürich: von der Party zu den Barrikaden

Gegen 22:00 Uhr versammelten sich mehrere hundert Menschen an der Ecke Langstraße und Dienerstraße im Zürcher Kreis 4. Palästinensische Fahnen wurden geschwenkt, Feuerwerk gezündet, Lautsprecher spielten Tanzmusik, und die Menge skandierte auf Italienisch, alle seien antifaschistisch. Berichten zufolge hatten linksextreme Gruppen den Aufruf für die Zürcher Demonstration verbreitet. Knapp eine Stunde später änderte sich die Stimmung beim Helvetiaplatz, wo ein maskierter Mann versuchte, eine Überwachungskamera an einer VBZ-Haltestelle zu zerstören. Container, E-Bikes und E-Scooter wurden auf die Straße gezogen und die Barrikaden in Brand gesteckt. Gegen 23:30 Uhr brannten mehrere Feuer auf den Straßen, und rund um den Helvetiaplatz lagen Glassplitter auf den Fahrbahnen.

Wasserwerfer der Polizei rückten aus zwei Richtungen vor, und Protestierende schossen Feuerwerk auf die Fahrzeuge, die mit Wasser antworteten. Reporter vor Ort beschrieben Rauch, der in Augen, Nase und Mund biss – höchstwahrscheinlich Tränengas, wenngleich er auch von den brennenden Batterien der E-Bikes und E-Scooter stammen könnte. Partygäste standen daneben in der Ruhe der Nacht, während Sirenen heulten und Einsatzkräfte bei ihren Fahrzeugen eine Lagebesprechung abhielten.

Basel: Barrikaden beim St. Johanns-Platz

In Basel versammelten sich nach Angaben der Kantonspolizei gegen 21:00 Uhr rund 150 Menschen in der Innenstadt, der Marsch begann am Claraplatz. Der Zug überquerte die Mittlere Brücke zum Marktplatz und bewegte sich dann ins St. Johann-Quartier. Gegen 22:30 Uhr errichteten Demonstrierende beim St. Johanns-Platz Barrikaden und zündeten sie an, darunter zwei große Abfallcontainer. Nach einem Polizeieingriff flüchtete die Gruppe in den St. Johanns-Park, die Feuerwehr löschte die brennenden Sperren. Unbekannte sprühten einen Slogan auf ein Fenster einer UBS-Filiale am Marktplatz. Der öffentliche Verkehr wurde kurzzeitig unterbrochen, und die Basler Herbstmesse lief noch, während Halloween-Veranstaltungen das Zentrum bis in den späten Abend hinein belebten.

Polizeieinsatz und Folgen

In Zürich rückte die Polizei in voller Schutzausrüstung vor und setzte Wasserwerfer ein, während die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich brennende Gegenstände löschte. In den Seitenstraßen gingen die Auseinandersetzungen weiter, Fenster und andere Einrichtungen wurden beschädigt. Eine Bushaltestelle wurde mit Parolen besprüht. Nach Mitternacht entspannte sich die Lage, die Polizei blieb jedoch mit einem großen Aufgebot vor Ort. Berichte beschrieben die Situation als unklar, da sich gleichzeitig noch viele Halloween-Gäste an der Langstraße aufhielten. Auch entlang der Basler Route kam es zu vereinzelten Sachbeschädigungen, und die Polizei beider Städte veröffentlichte im Verlauf des Geschehens Updates.

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