Regierung · Minneapolis

Eltern von Pretti werfen Bundesregierung vor, Beweise im Fall der Erschießung ihres Sohnes zurückzuhalten

Michael und Susan Pretti erklärten, die Bundesstaatsanwaltschaft habe aufgehört, Beweise mit den Ermittlern in Minnesota im Fall des Todes ihres Sohnes zu teilen – neun Monate, nachdem Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde ihn in Minneapolis erschossen hatten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, The Guardian, Washington Post und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Minneapolis · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 24.01.Alex Pretti wird in Minneapolis von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde erschossen
  2. Juli 2026Rosen trifft die Familie Pretti, und Moriarty erklärt, die Regierung habe der Beweisteilung zugestimmt
  3. September 2026Rosen teilt Moriarty mit, die weitere Herausgabe von Material sei auf unbestimmte Zeit ausgesetzt
  4. 27.10.Die Eltern halten eine Pressekonferenz ab und werfen der Bundesregierung vor, die Beamten zu schützen

Eltern werfen Bundesregierung vor, Beamte zu schützen

Michael und Susan Pretti sagten auf einer Pressekonferenz am 27. Oktober 2026, die vom Anwalt der Familie, Steve Schleicher, organisiert wurde, die Bundesregierung schütze die an der Erschießung ihres Sohnes beteiligten Einwanderungsbeamten. Alex Pretti, ein 37-jähriger Intensivpfleger in einem Veteranen-Krankenhaus, wurde am 24. Januar in Minneapolis von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde erschossen, während einer Abschiebeaktion, die die Trump-Regierung in Minnesota ausgeweitet hatte. Die Eltern erklärten, seit neun Monaten habe sich niemand von Seiten der Regierung mit substanziellen Informationen bei ihnen gemeldet. Sie warfen Justizminister Todd Blanche und Dan Rosen, dem ranghöchsten Bundesstaatsanwalt in Minnesota, vor, sie hinzuhalten.

„Bei jedem Schritt haben sie uns ignoriert, uns in die Irre geführt und die Mörder von Alex geschützt.“

Michael Pretti

Beweise werden den staatlichen Ermittlern vorenthalten

Bundesstaatsanwälte haben in jüngsten Gerichtsunterlagen eingeräumt, dass sie keine Beweise mehr mit den Behörden in Minnesota teilen, die die Tötungen vom Januar untersuchen – die von Pretti und die einer zweiten Person, die von einem Bundesbeamten erschossen wurde. Drew Evans, Leiter des Bureau of Criminal Apprehension von Minnesota, bezeichnete das zurückgehaltene Material in einer Gerichtsunterlage von Anfang dieses Monats als entscheidend für die Ermittlungen. Dem Papier zufolge hat der Staat weder die Schusswaffen und Mobiltelefone der beiden Beamten erhalten, die auf Pretti schossen, noch eine aufgezeichnete Aussage eines von ihnen nach der Tat oder das Mobiltelefon des Beamten, der die zweite Person tödlich traf. Evans sagte, er könne für das Zurückhalten keinen anderen Grund erkennen als einen Streit über das Recht des Staates, diese Vorfälle zu untersuchen. Das Justizministerium reagierte nicht auf eine Anfrage, welche Informationen zurückgehalten werden und warum. Michael Pretti erhob dieselbe Forderung direkt auf der Pressekonferenz:

„Legt die Beweise jetzt vor, damit die Staatsanwaltschaft den Fakten folgen und diese Männer zur Verantwortung ziehen kann.“

Michael Pretti

Eine frühere Vereinbarung, die scheiterte

Mary Moriarty, Staatsanwältin des Hennepin County, sagte im Juli, die Trump-Regierung habe zugestimmt, Beweise zu teilen. Zuvor hatten die Strafverfolgungsbehörden von Minnesota geklagt mit der Begründung, Bundesbehörden weigerten sich, bei ihren Untersuchungen zu drei Schüssen im Raum Minneapolis während des Anstiegs im Januar zu kooperieren. Moriartys Büro begann, Terabytes an Material zu sichten, das Bundesermittler auf Festplatten geliefert hatten. In einer jüngsten Gerichtsunterlage erklärte sie, der Staat habe einen erheblichen Teil des Erbetenen erhalten, einige Informationen seien jedoch zurückgehalten worden. Sie sagte zudem, Rosen habe ihr im September mitgeteilt, weiteres Material werde auf unbestimmte Zeit zurückgehalten.

Was die Regierung sagte und was das Video zeigt

Unmittelbar nach dem Tod stellten Vertreter der Trump-Regierung Pretti als bewaffneten Mann dar, der Bundesbeamten schaden wollte. Kristi Noem, damals Ministerin für Innere Sicherheit, nannte ihn einen inländischen Terroristen, der sich Beamten gewaltsam widersetzt habe. Gerichtsunterlagen zeigen, dass er nicht vorbestraft war, und Videoaufnahmen von Passanten am Morgen zeigten ihn nur mit einem Mobiltelefon in der Hand; seitdem ist kein Material aufgetaucht, das ihn mit einer Waffe oder einem Angriff auf Beamte zeigt. Ein in sozialen Medien verbreitetes Video, durch ein Schaufenster gegenüber gefilmt, zeigt fast zehn maskierte Beamte, die Pretti zu Boden drücken, während er versucht, einen Demonstranten zu schützen, bevor Schüsse zu hören sind. Die Bilder widersprechen der Darstellung des Ministeriums für Innere Sicherheit und des Weißen Hauses, die behaupten, er habe eine Pistole und zwei Magazine bei sich gehabt und die Schüsse seien in Notwehr abgegeben worden.

Unbeantwortete Fragen

In einem Schreiben an Blanche vom Juli argumentierte Schleicher, das Zurückhalten grundlegender Details vor den Eltern verstoße gegen das bundesstaatliche Opferrechtsgesetz (Crime Victims' Rights Act). Schleicher sagte zudem, Bundesbeamte hätten bislang nicht die Identität der Beamten offengelegt, die am Morgen des 24. Januar mindestens 10 Kugeln in Prettis Rücken feuerten. Er wies darauf hin, dass das Ministerium für Innere Sicherheit seine Erklärung von kurz nach der Tat nicht zurückgenommen habe, in der es hieß, Pretti habe der Polizei möglichst großen Schaden zufügen wollen. Bis zum 27. Oktober waren 275 Tage seit der Tat vergangen. Susan Pretti sagte auf der Pressekonferenz, die Regierung sei im Fernsehen aufgetreten und habe über ihren Sohn gelogen:

„Die Bundesregierung ist im Fernsehen aufgetreten und hat über Alex gelogen. Sie haben versucht, sein Andenken zu verleumden, um ihr Verbrechen zu vertuschen.“

Susan Pretti

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