Wahlen · Bogotá
De la Espriellas Bukele-Modell gegen Cepedas Friedensvermächtnis: Kolumbien wählt den Präsidenten
Der rechtsextreme Abelardo de la Espriella und der Linke Iván Cepeda stehen sich in einem Wahlkampf gegenüber, der von Sicherheitsängsten, wirtschaftlicher Stagnation und US-Einmischung geprägt ist.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RTVE.es und europa press. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
De la Espriella schlägt Bukele-inspirierte Megagefängnisse und eine eiserne Faust vor, während Cepeda den Friedensprozess von 2016 und eine stärkere staatliche Präsenz verteidigt.
De la Espriella hält eine Wahlabsicht von fast 50 Prozent, etwa sechs Punkte vor Cepeda, bei über 6 Prozent Blanko-Stimmen.
De la Espriella verspricht ein BIP-Wachstum von 7 Prozent; Cepeda schlägt eine strukturelle Transformation vor. Das Defizit beträgt 6,4 Prozent des BIP, die Staatsverschuldung liegt bei etwa 60 Prozent.
Donald Trump hat De la Espriella zweimal unterstützt und den Vereinigten Staaten „volle Unterstützung und Stärke“ versprochen, falls der Anwalt gewinnt.
Zwei gegensätzliche Kampagnen
Kolumbien geht heute zur Stichwahl um das Präsidentenamt zwischen Abelardo de la Espriella, dem rechtsextremen Anwalt bekannt als „El Tigre“, und Iván Cepeda, dem linksgerichteten Senator des Bündnisses Pacto Histórico. De la Espriella führte die erste Runde am 31. Mai mit 10,36 Millionen Stimmen (43,74 Prozent) gegen Cepedas 9,69 Millionen (40,90 Prozent) an. Umfragen zeigen De la Espriella nun nahe 50 Prozent, Cepeda bei etwa 44 Prozent und einen Anteil an Blanko-Stimmen von über 6 Prozent. In der ersten Runde gab es zudem 17 Millionen Enthaltungen; dieser Wert könnte sich verschieben, da Cepeda sein Programm moderiert und sich mit der früheren Kandidatin Claudia López verbündet hat.
Sicherheit als zentrale Trennlinie
Der deutlichste Gegensatz betrifft die Sicherheit. De la Espriella befürwortet ein Bukele-artiges Modell mit Megagefängnissen und eiserner Faust gegen kriminelle Gruppen und lehnt den vom scheidenden Präsidenten Gustavo Petro eingeleiteten Friedensprozess ab. Cepeda verteidigt den Friedensprozess und verspricht, die Präsenz des Staates in von Gewalt betroffenen Regionen zu vertiefen. Ein diese Woche von der Fundación Ideas para la Paz mit Unterstützung der britischen Botschaft veröffentlichter Bericht warnt, dass Kolumbien heute vor einem komplexeren, fragmentierteren und anspruchsvolleren Sicherheitsszenario stehe als vor vier Jahren. Illegale Ökonomien, angetrieben von Kokainproduktion, illegalem Bergbau und Erpressung, generieren jährlich fast 149 Milliarden Pesos (etwa 40 Millionen Euro), fast das Doppelte des Verteidigungshaushalts von 2026.
„Kolumbien steht heute vor einem komplexeren, fragmentierteren und anspruchsvolleren Sicherheitsszenario als vor vier Jahren.“
Wirtschaftliche Versprechen unter fiskalischem Druck
Wachstum und öffentliche Finanzen sind die zweite Bruchlinie. De la Espriella bezeichnet das kolumbianische BIP-Wachstum von 2,6 Prozent im Jahr 2025 als „mittelmäßig“ und verspricht, es auf 7 Prozent zu steigern, wobei er Südkorea und Singapur als Maßstäbe nennt. Die OECD prognostiziert für 2026 ein Wachstum von 2,4 Prozent. Cepeda schlägt vor, von Rohstoffexporten wegzukommen und hin zu einer auf Produktion und Technologie basierenden Wirtschaft zu gehen, die auf sozialer Gerechtigkeit und Umverteilung des Reichtums gründet. Beide Kandidaten stehen vor einem engen fiskalischen Rahmen: Das Haushaltsdefizit lag 2025 bei 6,4 Prozent des BIP, die Staatsverschuldung bewegt sich nahe 60 Prozent, und der Economist stuft Kolumbien mit dem zweithöchsten Defizit unter 41 untersuchten Volkswirtschaften ein.
- 2025 tatsächlich
- 2.6 %
- OECD-Prognose 2026
- 2.4 %
- Ziel De la Espriella
- 7 %
Daten aus dem Artikeltext
Trumps Unterstützung und Wahlbündnisse
Der US-Präsident hat sich in das Rennen eingemischt, De la Espriella öffentlich zweimal unterstützt und dem Kandidaten die volle Unterstützung und Stärke der Vereinigten Staaten versprochen. De la Espriella, der seine Karriere mit der Verteidigung des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe und des mit Maduro verbundenen Geschäftsmanns Álex Saab aufbaute, hat auch die Unterstützung der drittplatzierten Kandidatin Paloma Valencia und von Uribe selbst erhalten. Cepeda, der Sohn des von staatlichen Paramilitärs ermordeten linken Politikers Manuel Cepeda Vargas, hat sich zur Mitte hin bewegt, die von Petro befürwortete verfassungsgebende Versammlung ausgeschlossen und sucht die Unterstützung zentristischer Wähler.
„Wenn der Anwalt gewinnt, wird er die volle Unterstützung und Stärke der Vereinigten Staaten haben.“
Wahltag
Mehr als 40 Millionen Bürger sind registriert, um an 13.742 Wahllokalen zu wählen, davon 1,4 Millionen im Ausland. Die Wahllokale öffnen um 8:00 Uhr und schließen um 16:00 Uhr Ortszeit. Der neue Präsident wird eine vierjährige Amtszeit antreten und ein Land erben, das laut dem von Großbritannien unterstützten Bericht vor „sechs Sicherheitsherausforderungen“ steht.
- Abelardo de la Espriella
- 10.36 Mio. Stimmen
- Iván Cepeda
- 9.69 Mio. Stimmen
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLDe la Espriella o Cepeda, dos estrategias de seguridad para Colombia: el modelo Bukele o la fracasada Paz total
- RTVE.esLos dos polos opuestos se baten en la segunda vuelta en Colombia: De la Espriella frente a Cepeda
- europa pressElecciones Colombia 2026: propuesta económica de De la Espriella y...
- europa pressColombia llega este domingo a la segunda vuelta de sus elecciones...
- Abelardo de la Espriella
- Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat, Führer der Bewegung Defensores de la Patria
- Iván Cepeda
- Linksgerichteter Präsidentschaftskandidat, Senator des Bündnisses Pacto Histórico
- Gustavo Petro
- Scheidender Präsident Kolumbiens
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, hat De la Espriella öffentlich unterstützt
- Álvaro Uribe
- Ex-Präsident Kolumbiens und Unterstützer von De la Espriella
- Orte
- Bogotá
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