
PP Katalonien schließt sich hinter Alejandro Fernández vor dem Parteitag am 27. Juni zusammen – Feijóo schließt die Reihen für den Wahlkampf
Die Volkspartei Kataloniens hält am 27. Juni in Barcelona einen Einigungsparteitag ab, bei dem Alejandro Fernández mit Unterstützung des Bundesvorsitzenden Alberto Núñez Feijóo, der die Schlussrede halten wird, voraussichtlich als Parteichef wiedergewählt wird.
Parteitagsdetails
Die Volkspartei Kataloniens (PP Katalonien) trifft sich am 27. Juni im Hotel Eurostars Grand Marina in Barcelona zu ihrem Regionalparteitag. Die Vorsitzende des Organisationskomitees, Llanos de Luna, gab auf einer Pressekonferenz am 12. Juni das Motto „Queremos más. Freiheit, Ordnung, Zusammenleben, Projekt, Zukunft“ („Wir wollen mehr“) bekannt. Der Slogan soll den Ehrgeiz für die Region und den Aufruf zur Erweiterung des politischen Raums der Partei vermitteln.
- Llanos de Luna eröffnet den Parteitag und stellt das Motto 'Queremos más' vor
- Alejandro Fernández wird mit über 1.500 Unterstützungsunterschriften als Vorsitzender wiedergewählt
- Alberto Núñez Feijóo schließt den Parteitag ab
Führungsbestätigung
Alejandro Fernández, der die Partei seit 2018 führt und in der Vergangenheit mit internen Spannungen zu kämpfen hatte, wird ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Er reichte 1.551 Unterstützungsunterschriften ein, weit mehr als die erforderlichen 300. Feijóo, der Bundesvorsitzende der PP, wird den Parteitag abschließen, was eine gefestigte Führung und ein Ende früherer Spekulationen über eine mögliche Ablösung signalisiert. Fernández wird einen 22-köpfigen Vorstand bekannt geben, der die Strategie der Partei vor der Bundestagswahl 2027 und der katalanischen Wahl 2028 prägen soll.
Politische Botschaften
In einem Interview vor dem Parteitag lehnte Fernández kurzfristige Abkürzungen ab und erklärte:
Llanos de Luna argumentierte, die Katalanen seien „in gescheiterten Projekten gefangen“: Der Separatismus habe Konfrontation und Niedergang gebracht, während die derzeitige sozialistische Regierung bei öffentlichen Dienstleistungen, Wohnungsbau und Sicherheit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Sie bezeichnete den Parteitag als Versuch, „Tausende von Katalanen anzuziehen, die des Separatismus und des Sozialismus überdrüssig sind“.Abkürzungen können verlockend sein. Aber wir werden niemals den Sanchismus nachahmen, um an die Macht zu gelangen.
Nationale Implikationen
De Luna betonte, dass „Katalonien entscheidend für den politischen Wandel sein wird, den Spanien braucht“ und dass jeder zusätzliche Abgeordnete und Stadtrat Feijóo der Moncloa näher bringen würde. Die Partei geht mit 15 Sitzen im katalanischen Parlament (nach drei) und sechs Sitzen im Abgeordnetenhaus (nach zwei) in den Parteitag. Die interne Wahl und der politische Fahrplan sollen die PP als glaubwürdige Regierungsalternative stärken.
- Katalanisches Parlament (vor 2024)
- 3 Sitze
- Katalanisches Parlament (2024)
- 15 Sitze
- Spanischer Kongress (vor 2019)
- 2 Sitze
- Spanischer Kongress (2023)
- 6 Sitze
Symbolischer Hintergrund
Der Parteitag folgt unmittelbar auf die Einweihung des Torre de Jesús der Sagrada Família, die von Papst Leo XIV. gesegnet wurde und von Parteifunktionären als Beispiel für die internationale Führungsrolle bezeichnet wurde, die Katalonien zurückgewinnen könne. De Luna nutzte das Bild, um die ihrer Ansicht nach derzeitige politische Stagnation der Region mit ihrem Potenzial für Wohlstand und Zusammenleben zu kontrastieren.


