
Italienischer Abgeordneter Emanuele Pozzolo: Führerschein nach positivem Alkoholtest bei Unfall im Juni für ein Jahr entzogen
Die Präfektur Biella verdoppelte die Mindestsperrfrist auf ein Jahr, nachdem der Abgeordnete bei einem Alleinunfall auf der Autobahn Biella-Cossato Anfang des Monats über dem gesetzlichen Alkoholgrenzwert getestet wurde.
Der Unfall
An einem nicht näher bezeichneten Tag Anfang Juni fuhr Pozzolo auf der Autobahn Biella-Cossato, als er vom Mittagessen mit seinem Hund zurückkam. Er verlor die Kontrolle und kam von der Straße ab, blieb aber unverletzt. Die Polizei führte einen Alkoholtest durch, der einen Blutalkoholgehalt von über 1 Gramm pro Liter ergab, weit über dem Grenzwert von 0,8 g/l, ab dem die Straftat als Straftat gilt.
Entzug und medizinische Überprüfung
Die Präfektur Biella erließ am 29. Juni eine Verfügung, mit der Pozzolos Führerschein für ein Jahr entzogen wurde – doppelt so lang wie die gesetzliche Mindestdauer von sechs Monaten. Pozzolo muss sich zudem einer medizinischen Kommission stellen, die seine psychophysische Fahrtüchtigkeit überprüft. Sollte er später für den Unfall verantwortlich gemacht werden, droht ihm am Ende der Sperrfrist eine erneute Überprüfung der Fahrerlaubnis, die weitere medizinische Tests vorsieht. Er könnte ein Bewährungsprogramm wählen, das die Sperrfrist halbieren und die Straftat tilgen würde, aber diese Möglichkeit kann nur einmal im Leben genutzt werden.
Politischer Hintergrund und frühere Verurteilung
Pozzolo, ein früheres Mitglied der Fratelli d'Italia, ist kürzlich der Partei Futuro Nazionale von Roberto Vannacci beigetreten. Im Oktober 2025 wurde er in erster Instanz zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt, wegen illegalen Waffenbesitzes. Der Fall geht auf eine Silvesterparty 2024 zurück, bei der ein Schuss aus seiner Mini-Pistole einen Gast verletzte.
Pozzolos Reaktion
Pozzolo führte den Unfall auf einen starken Regen zurück und sagte, er hätte nach dem Mittagessen bei diesen Bedingungen nicht fahren sollen. Er hatte zuvor rechtliche Schritte gegen jeden angedroht, der ihn als „betrunken“ oder „beeinträchtigt“ bezeichnet, aber bislang wurden keine Beschwerden eingereicht.
Ich hätte bei diesen Wetterbedingungen nach dem Mittagessen nicht fahren sollen. Es gab einen sehr starken Sturm und das Auto, das ich fuhr, kam ins Aquaplaning, ich kam von der Straße ab, auf einem Abschnitt, auf dem es leider auch gestern noch andere Unfälle gab.


