- 19.10.24-stündiger Streik beginnt, ohne dass Notdienste angeordnet wurden
- 19.10.Escola Básica 1/2/3 Pedro de Santarém in Lissabon schließt
- 19.10.Francisco Pinto erklärt, im ganzen Land seien viele Schulen geschlossen
- 19.10.Lage an den Lissabonner Schulen soll neu bewertet werden; Escola Básica da Cordinha schließt
Was der Streik umfasst
Das nicht unterrichtende Schulpersonal in Portugal hat am Montag, 19. Oktober 2026, einen 24-stündigen Streik begonnen, zu dem der Sindicato Nacional dos Profissionais da Educação (SINAPE) aufgerufen hatte. Die Streikankündigung umfasst Betriebsassistenten, technische Assistenten sowie Fach- und leitende Techniker und gilt für den gesamten Dienst. Beschäftigte, die sich beteiligen, müssen dies keinem Arbeitgeber vorab mitteilen, und die Gewerkschaft hat keine Notdienste angeordnet. Nach Angaben der Gewerkschaft fordern die Beschäftigten eigene Laufbahnen sowie Aufstieg und formelle Anerkennung, da sie nach eigener Darstellung unter einem Regime fortgesetzter Prekarität ohne Laufbahn und Aufstieg in der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Die Gewerkschaft erklärt zudem, die Beschäftigten hätten für die Vielfalt der Aufgaben, die sie in den Schulen übernähmen, nie Anerkennung erhalten, obwohl diese Pflichten formal anerkannt seien. RTP berichtete, der Ausstand richte sich gegen niedrige Löhne und geringe berufliche Anerkennung, und die Beschäftigten warteten weiterhin auf einen eigenen Berufsrahmen, den die Regierung zugesagt habe.
Schulen in drei Bezirken geschlossen
Reporter der Nachrichtenagentur Lusa stellten am Montagmorgen fest, dass mehrere Sekundar- und Grundschulen in den Bezirken Lissabon, Coimbra und Setúbal geschlossen waren. In Lissabon schloss die Escola Básica 1/2/3 Pedro de Santarém gegen 07:50 Uhr, auch die Schulen Luís de Camões, D. Filipa de Lencastre und Telheiras waren zu. An der Escola Secundária José Gomes Ferreira wurde der Unterricht für den Vormittag ausgesetzt, und die Leiterin der Schulgruppe Benfica sagte gegenüber Lusa, die Lage solle ab 13:00 Uhr neu bewertet werden, wenn das Personal die Schicht wechselt. Auch Schulen in Alverca, Almada, Alenquer und Castanheira do Ribatejo waren geschlossen, ebenso die Escola Secundária Infanta Dona Maria in Coimbra. Lusa berichtete außerdem, dass die Schulen der Gruppen Olaias, Pedro de Santarém, José Gomes Ferreira und Camões in Lissabon weiterhin geschlossen blieben.
Nationale Zählung und Beteiligung der Gewerkschaft
Francisco Pinto, der Vorsitzende von SINAPE, sagte am Telefon gegenüber Lusa gegen 08:45 Uhr, ihm seien zahlreiche geschlossene Schulen im ganzen Land bekannt.
„Die Lage ist im ganzen Land dieselbe.“
Er nannte unter anderem Schließungen in Viseu, Pedras Salgadas, Aveiro, Coimbra, Silves, Albufeira, Lagoa, Palmela, Setúbal und Sesimbra. Er rechnete mit einer Beteiligung von etwa 70 Prozent des nicht unterrichtenden Personals am Streik. In einem separaten Bericht zitierte RTP Pinto mit der Schätzung von 80 Prozent Beteiligung in der Morgenschicht und mit der Aussage, die Schließungen hätten bereits die Erwartungen der Gewerkschaft übertroffen. Pinto sagte zudem, fehlende neue Anreize machten den Sektor unattraktiver, was den Personalmangel an den Schulen verschärfe. Die Zahlen von 70 und 80 Prozent werden in der Berichterstattung nicht in Einklang gebracht, beide sind daher als Gewerkschaftsschätzungen zu lesen.
Lokale Auswirkungen und Reaktionen
In Oliveira do Hospital ist nur eine Einrichtung betroffen: die Escola Básica da Cordinha. Carlos Carvelheira, Leiter der Schulgruppe, sagte gegenüber Rádio Boa Nova, die Schule werde um 13:00 Uhr schließen, die Schüler könnten aber noch vorher ihr Essen einnehmen. Er sagte, der Streik habe nur begrenzte Unterstützung gefunden, und der übrige Teil der Schulgruppe arbeite normal, mit einigen Einschränkungen. Der Bericht aus Oliveira do Hospital ist der einzige, der eine einzelne betroffene Schule beschreibt. Carvelheiras Darstellung steht in Kontrast zu Pintos Erwartung von rund 70 Prozent Beteiligung im ganzen Land.