
Portugal eröffnet Förderrunde für Kunst mit 72,84 Millionen Euro unter überarbeitetem Rahmen
Die portugiesische Generaldirektion für Kunst hat am 24. August 2026 Bewerbungen für eine Dauerförderung in Höhe von 72,84 Millionen Euro in den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Multidisziplinäre Kunst eröffnet.
Start des überarbeiteten Programms
Das portugiesische Ministerium für Kultur, Jugend und Sport hat die Eröffnung der Wettbewerbe für das Programm zur Dauerförderung am 24. August 2026 bestätigt. Der von der Generaldirektion für Kunst (DGArtes) verwaltete Bewerbungszyklus ist die erste Runde unter dem überarbeiteten staatlichen Finanzhilfesystem für den Kultursektor. Die neue Verordnung für Kunstförderprogramme trat am 13. August 2026 offiziell in Kraft, nachdem sie im Diário da República veröffentlicht worden war. Die DGArtes hatte das Eröffnungsdatum bereits am 14. August 2026 mitgeteilt. Die Wettbewerbe umfassen Aktivitäten, die über zweijährige Modalitäten für 2027 und 2028 sowie über vierjährige Modalitäten für den Zeitraum 2027 bis 2030 strukturiert sind.
- Neue Verordnung für Kunstförderprogramme tritt nach Veröffentlichung im Diário da República in Kraft
- DGArtes kündigt Eröffnungsdatum für das Programm zur Dauerförderung an
- Wettbewerbe für zweijährige und vierjährige Modalitäten eröffnet
Finanzielle Aufteilung auf die Kunstsparten
Das Programm stellt eine Gesamtfördersumme von 72.840.000 Euro zur Verfügung, die auf die Kunstsparten aufgeteilt wird. Das Theater erhält mit 20,58 Millionen Euro den größten Anteil des Budgets, bestehend aus 11,1 Millionen Euro für zweijährige Projekte und 9,48 Millionen Euro für vierjährige Programme. Der Bereich Programmierung erhält 18 Millionen Euro zur Unterstützung der darstellenden Künste, Straßenkunst, digitalen Kunst und multidisziplinären Überschneidungen. Die Programmierungsmittel stellen 9,72 Millionen Euro für zweijährige und 8,28 Millionen Euro für vierjährige Antragsteller bereit. Musik und Oper sichern sich gemeinsam 10,92 Millionen Euro, verteilt auf 4,44 Millionen Euro für zweijährige Musikprojekte, 1,44 Millionen Euro für zweijährige Opernprojekte und 5,04 Millionen Euro für vierjährige Initiativen.
- Theater
- 20.58 Mio. €
- Programmierung
- 18 Mio. €
- Musik und Oper
- 10.92 Mio. €
- Multidisziplinär, Zirkus, Straße und Digital
- 8.94 Mio. €
- Bildende Kunst
- 7.74 Mio. €
- Tanz
- 6.66 Mio. €
Unterstützung für multidisziplinäre, Tanz- und bildende Kunst
Der Förderrahmen weist 8,94 Millionen Euro für multidisziplinäre Überschneidungen, Zirkus, Straßenkunst und digitale Kunst aus. Im zweijährigen Zweig dieser Kategorie sind 2,94 Millionen Euro für multidisziplinäre Überschneidungen und digitale Kunst vorgesehen, sowie 960.000 Euro für Straßenkunst und 960.000 Euro für Zirkus. Der vierjährige Zweig stellt 4,08 Millionen Euro für diese vier kombinierten Disziplinen bereit. Die bildende Kunst erhält 7,74 Millionen Euro, aufgeteilt in 4,14 Millionen Euro für zweijährige und 3,6 Millionen Euro für vierjährige Projekte. Der Tanz erhält eine Gesamtzuteilung von 6,66 Millionen Euro, verteilt auf 3,54 Millionen Euro für zweijährige und 3,12 Millionen Euro für vierjährige Antragsteller.
Neue Regeln und territoriale Bestimmungen
Das überarbeitete System führt einen an die Inflation gekoppelten Indexierungsmechanismus für vierjährige Zuschüsse ein, der auf 2 % gedeckelt ist. Die regulatorischen Änderungen erweitern den Kreis der geförderten Disziplinen um Comics und traditionelles Kunsthandwerk. Die Gesetzgebung führt spezielle Förderprogramme für Nachwuchskünstler, Debütwerke, externe kulturelle Aktionen und zeitgenössische Kunst ein. Um eine ausgewogene territoriale Verteilung zu gewährleisten, legt der Rahmen Mindestförderschwellen für jeden Verwaltungsbezirk fest. Er sieht außerdem spezifische Förderaufschläge vor, um die höheren Betriebskosten aufgrund der Insellage in den Autonomen Regionen Azoren und Madeira auszugleichen. Das Ministerium bestätigte, dass alle gewährten Förderungen einer formellen Überwachung und Bewertung unterliegen.
Kultur-, Jugend- und Sportministerin Margarida Balseiro Lopes erläuterte die Absicht des überarbeiteten Regulierungsmodells in einer offiziellen Mitteilung.
Mit dieser Überarbeitung stärkt die Regierung die Stabilität, Transparenz und Wirksamkeit der Kunstförderung und schafft bessere Bedingungen für unsere Künstler und Kunststrukturen. Das neue System garantiert mehr Vertrauen, Vorhersehbarkeit und Nachhaltigkeit und reagiert gleichzeitig auf langjährige Forderungen des Sektors.


